Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Ein Foto mit strahlenden Sozialdemokraten beim Wahlkampf-Sommerfest (v.l.): Landrat Manfred Nahrstedt, Landtagsabgeordente Andrea Schröder-Ehlers, Bundestagabgeordnete Hiltrud Lotze und Bremens Bürgermeister Carsten Sieling. Foto: ca
Ein Foto mit strahlenden Sozialdemokraten beim Wahlkampf-Sommerfest (v.l.): Landrat Manfred Nahrstedt, Landtagsabgeordente Andrea Schröder-Ehlers, Bundestagabgeordnete Hiltrud Lotze und Bremens Bürgermeister Carsten Sieling. Foto: ca

Bremer Wahlkampfhilfe

ca Lüneburg. Die Frage kennt Carsten Sieling schon, auch wenn er sie in dieser Form etwas provokant findet: Ist sein Bundesland nicht so etwas wie der Hartz-IV-Empfänger der Republik, chronisch überschuldet, auf Transferleistungen der anderen Länder angewiesen? Der Bremer Bürgermeister bleibt cool, lächelt und sagt: „Gemeinsam mit dem Saarland zählen wir zu den Ländern, die unter Druck stehen.“ Um dann mit Druck in der Stimme zu ergänzen: „Aber wir haben vergangenes Jahr das drittstärkste Wirtschaftswachstum gehabt. Wir spielen eine wichtige Rolle für die Entwicklung im Nordwesten, sind hier Wirtschaftsmaschine, und diese Rolle nehmen wir intensiv wahr.“ Hanseatisch selbstbewusst präsentiert sich der 57-Jährige am Sonnabend zum kommunalen Wahlkampfauftakt beim SPD-Sommerfest im Clamartpark.

Die Genossen haben ihre Kandidaten für die Wahl im September versammelt, dazu gibts Bratwurst, Karussell und Musik. Nette Stimmung unter mächtigen Bäumen. Dazu Sieling, der seinen Parteifreunden Erfolg für die kommenden Wochen wünscht. Er sei immer wieder in Niedersachsen unterwegs, um der Partei Schützenhilfe zu leisten, erzählt Sieling. Das liegt im Bremer Umland auf der Hand, denn die Metropole ist Jobmotor für die sie umschließenden Landkreise und Orte wie Delmenhorst, Verden und Rotenburg.

Doch bei der Frage, wo man Verbindung nach Lüneburg findet, muss Sieling einen Moment nachdenken. Er betrachte interessiert, wie Hamburg und Lüneburg Beziehungen pflegen, etwa im Hamburger Verkehrsverbund und bei den Hochschulen. Es sei ähnlich wie bei Bremen: Umland und Großstadt pflegen engen Austausch, Oldenburg sei ein gutes Beispiel. Doch am Ende sieht der Bürgermeister dann doch keine so direkte Beziehung zwischen den Städen an Weser und Ilmenau, bis eben die Hansetradition.

So bleibt es bei allgemeinen Statements: Die Zusammenarbeit im Norden solle verbessert werden, Lüneburg habe wie Bremen viel hanseatische Offenheit beim Umgang mit Flüchtlingen bewiesen. Hochschulen könnten besser kooperieren. Dazu kommt ein Aufruf, sich an den Wahlen zu beteiligen, gerade auf der kommunalen Ebene habe die Politik große Bedeutung. Erwartungsgemäß fügt der Bremer, der im niedersächsischen Nienburg an der Weser geboren wurde, an, dass Stadt und Kreis am besten weiterhin von Sozialdemokraten regiert werden sollten.

Persönlich bestehen Kontakte nach Lüneburg. Der Volkswirt saß bis vergangenes Jahr im Bundestag, bis er auf den Chefsessel im Bremer Rathaus wechselte. Daher kennt er die Lüneburger Bundestagsabgeordnete Hiltrud Lotze und auch deren Landtagskollegin Andrea Schröder-Ehlers ist ihm aus der gemeinsamen Arbeit bekannt.

Eins ist noch wichtig: Die Diskussion über einen Zusammenschluss der Nordländer sei vom Tisch. Es sei gar keine Frage, dass Bremen eigenständig bleibe, sagt Sieling. Dass er sich mit seinem Kollegen Stephan Weil in Hannover auf Augenhöhe sieht, ist offenkundig: „Am 6. September haben wir eine gemeinsame Kabinettssitzung, da besprechen wir, was wir zusammen für den Norden tun können.“ Hanseatisch selbstverständlich.

2 Kommentare

  1. wieso glaubt die spd immer noch mit sprüchen kann man politik machen?gerade sie sollte doch nun wirklich langsam wissen, abgehängte werden radikal und wählen radikal. die spd der kleinen leute gibt es nicht mehr. eine zweite cdu braucht kein mensch. was die augenhöhe angeht, im alter sieht man immer schlechter. besonders in der spd scheint diese tatsache vorzuherrschen. und warum? die spd ist alt geworden.

    • übrigens, alle auf dem bild tragen eine brille. ob die wirklich scharf genug sind?