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DJ König legt Marianne Rosenberg auf, den Mädels gefällt es. Tanja, Kristin, Katja, Miriam, Doreen, Yvonne, Jenny und Janina (v.l.) gegebn Gas auf der Schröderstraße. Foto: t&w
DJ König legt Marianne Rosenberg auf, den Mädels gefällt es. Tanja, Kristin, Katja, Miriam, Doreen, Yvonne, Jenny und Janina (v.l.) gegebn Gas auf der Schröderstraße. Foto: t&w

Die Schröderstraße tanzt

ca Lüneburg. Marianne Rosenberg schmachtet aus den Boxen „Er gehört zu mir, wie mein Name an der Tür“. Wie passend, dass Miriam und ihre Freundinnen jetzt Junggesellinnenabschied feiern. Mit diesem Lied über große Gefühle sind die Mädels bestens in Stimmung. So wie Hunderte Nachtschwärmer, die am Sonnabend auf der Schröderstraße unter dem Motto „Schlager und mehr“ feierten. Wirte von zehn Lokalen hatten an die Kneipenmeile eingeladen, um am letzten Ferienwochenende Lüneburgern und Gästen einen netten und beschwingten Abend zu schenken.

Heiko Meyer und seine Kollegen hatten sich die Schlager-Tempel auf Mallorca zum Vorbild genommen. Kneipiers und viele ihrer Mitarbeiter hatten sich zudem in bunte Fummel geworfen, quietschig und grell, wie die Musik. Dem Publikum gefiels – viele zeigten sich bei den Gassenhauern als textsicher, egal, ob Jung oder Alt.

„Unsere letzte Aktion ist vier Jahre her“, sagte Meyer. „Die Gäste haben darauf gewartet, dass wir mal wieder etwas auf die Beine stellen. Und Schlager treffen den Geschmack.“

Die Party ist auch eine Reaktion auf einen Trend: Vor Monaten hatten Wirte eingeräumt, dass die Meile nicht mehr so viele Besucher lockt wie in der Vergangenheit. Manche Läden schließen unter der Woche früh am Abend, weil Gäste fehlen. Dazu kommt die Insolvenz des Bellys, verhängte Fenster am Schrangenplatz wirken ein wenig deprimierend. Daher freut es manchen, dass das Lokal nun Gerüchten zufolge angeblich unter dem ironisch-großspurigen Namen Platzhirsch wieder eröffnen soll.