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Die Sommerferien gehen gerade zu Ende, da denkt die Stadt schon an den nächsten Winter. Dann sollen kleine Räumfahrzeuge der AGL auf zusätzlichen Strecken streuen, damit Radfahrer sicherer unterwegs sind. Foto: t&w
Die Sommerferien gehen gerade zu Ende, da denkt die Stadt schon an den nächsten Winter. Dann sollen kleine Räumfahrzeuge der AGL auf zusätzlichen Strecken streuen, damit Radfahrer sicherer unterwegs sind. Foto: t&w

Erweiterter Winterdienst für sicheren Radverkehr

as Lüneburg. Noch mag angesichts des aktuellen Wetters und der Jahreszeit kaum jemand einen Gedanken an Schnee und Eis verschwenden. Die Stadt allerdings plant bereits für den nächsten Winter: Radfahrer sollen dann sicherer durch Lüneburg fahren können. Deshalb hat die Verwaltung ein Konzept zur Erweiterung des Winterdienstes für den sicheren Radverkehr erarbeitet, das erstmals im Wirtschaftsausschuss der Stadt am Mittwoch, 10. August, diskutiert wird.

Die städtische Tochtergesellschaft Abwasser, Grün und Lüneburger Service GmbH (AGL) räumt für die Stadt bisher rund 122 Kilometer Geh- und Radwege im Winter. Davon entfallen 70 Kilometer auf die Hauptrouten des insgesamt 100 Kilometer langen Netzes von „straßenbegleitenden Radverkehrsanlagen“ (zu diesen zählen reine Radwege, gemeinsame Fuß- und Radwege sowie getrennte Fuß- und Radwege).

Die gemeinsamen Fuß- und Radwege sind durch die Straßenreinigungssatzung der Stadt den Gehwegen zugeordnet. Hier sind die Anlieger für die Reinigung und den Winterdienst zuständig. Geräumt und gestreut werden muss hier per Verordnung in der Zeit zwischen 7 und 21 Uhr. Allerdings fahren viele Radfahrer bereits vor 7 Uhr zur Arbeit. Und nicht jeder, der zum Räumen verpflichtet ist, kommt dem auch pünktlich nach. Dadurch könne laut Verwaltung an Hauptrouten keine absolute Sicherheit für Fahrradfahrer gewährleistet werden.

Das muss sich ändern, findet die Verwaltung auch in Hinblick darauf, dass immer mehr Bürger aufs Rad umsteigen. Das Konzept „Winterdienst für den sicheren Radverkehr“ bezieht nun nicht nur jene Abschnitte ein, die bisher in der Verpflichtung von Anliegern liegen (rund 100 sind es), sondern nimmt auch neu entstandene Radwegebeziehungen wie zum Beispiel entlang des Lösegrabens und von der Flüchtlingsunterkunft Bilmer Berg über die Lilienthalstraße an die B216 mit auf. Die beschriebenen Lücken würden künftig in die städtische Reinigungs- und Winterdienstpflicht übernommen, die AGL soll Reinigung und Winterdienst im Auftrag der Stadt erledigen.

Nach dem aktuellen Stand der Dinge würden 7,5 Kilometer gemeinsame Geh- und Radwege, 0,2 Kilometer Radwege, 0,4 Kilometer Gehwege mit dem Zusatz „Radverkehr frei“ sowie 2 Kilometer Straße von der AGL zusätzlich geräumt werden. Die Kosten werden dafür auf rund 100000 Euro veranschlagt allerdings können sie witterungsbedingt schwanken. Abgerechnet werden die tatsächlichen Kosten nach Abschluss eines Haushaltsjahres. Die Verwaltung schlägt vor, das Konzept schon zum kommenden Winter umzusetzen.

Hier streut und räumt die AGL künftig auch

Der zusätzliche Winterdienst soll laut Verwaltung unter anderem jeweils in Teilabschnitten im Bereich Am Wischfeld/Pilgerpfad/Lüneburger Straße, Erbstorfer Landstraße, Schaperdrift, Bernsteinstraße, Hamburger Straße, Elbinger und Schweitzer Straße erfolgen, außerdem auf der Verbindung zwischen Erbstorfer Landstraße und Bleckeder Landstraße (Fuchsweg) sowie entlang des Lösegrabens. Weitere Details werden im Wirtschaftsausschuss dargestellt.