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Für den Abriss der Gebäude des ehemaligen Schlachthofes an der Lüner rennbahn bestehen keine artenschutzrechtlichen Bedenken mehr. Foto: be
Für den Abriss der Gebäude des ehemaligen Schlachthofes an der Lüner Rennbahn bestehen keine artenschutzrechtlichen Bedenken mehr. Foto: be

Schlachthof-Abriss steht nichts mehr im Wege

lz Lüneburg. Dem Abriss des ehemaligen Schlachthofes an der Lüner Rennbahn stehe nichts mehr im Wege. Dies teilte Stadtbaurätin Heike Gundermann jetzt mit. Er soll der rund zwölf Millionen teuren Sport- und Eventhalle „Arena Lüneburger Land“ weichen, allerdings war der Abriss wegen ungeklärter Artenschutzfragen zuletzt ins Stocken geraten. Nun liegt das von der Unteren Naturschutzbehörde geforderte Gutachten der Hansestadt vor.

„Das beauftragte Lüneburger Büro hat sorgfältig nach geschützten Tierarten und deren Spuren durch gründliche Begehungen gesucht und zusätzlich  Ultraschalldetektoren eingesetzt“, so Gundermann. „Es ist aber nichts Wesentliches gefunden worden – insbesondere keine Zauneidechsen und keine Fledermäuse.“ Das Gutachten hat die Hansestadt bereits der Unteren Naturschutzbehörde zur Stellungnahme weitergeleitet. Ergebnis: Aus der vorliegenden Untersuchung ergäben sich keine Hinweise, dass Belange geschützter Arten betroffen seien und somit der Abriss der bestehenden Industrieanlage nunmehr erfolgen könne.

„Dass es keine artenschutzrechtlichen Bedenken für das Gelände gibt, wird jetzt auch in das Baugenehmigungsverfahren einfließen“, blickt Gundermann voraus, „und wenn dann im August Kreistag und Stadtrat den Vertragsentwürfen mit dem Investor zustimmen sollten, kann es zügig mit der Umsetzung des Projekts ,Arena Lüneburger Land‘ vorangehen!“

Mehr dazu lesen Sie am Donnerstag in LZ.

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6 Kommentare

  1. Sollte dieses Projekt unter den bekannten Konditionen jetzt wirklich an den Start gehen, dann ist Lüneburg keinen Deut besser als Berlin.
    Bisher keine Stellungnahme des Bürgermeisters, trotz der doch recht eindeutigen Diskussion in der Öffentlichkeit?

    Diese Geschichte stinkt sowas von gen Himmel – ich bin fassungslos!
    Angefangen beim LSK bis hin zum Vamos.

    Wo ist denn hier die Opposition im Rathaus Lüneburg?

    Unter normalen Umständen wäre eine Diskussion über den Rücktritt des Bürgermeisters überfällig!

    • Der Nickname ist Programm, oder?

      Eine Opposition hat die Aufgabe, Vorhaben zu verhindern, die sinnlos sind und Steuergelder verschwenden.

      Sie wollen doch wohl nicht erzählen, das eine Veranstaltungshalle in Lüneburg sinnlos und Geldverschwendung ist. Lüneburg will Oberzentrum sein, und hat nicht mal etwas, wo ein paar Tausend Leute feiern können.

      Wird Zeit, das die Halle kommt. Nur wird hier das Problem das Verkehrsaufkommen sein. Aber alle anderen Flächen, die vor 20 Jahren noch hätten genutzt werden können, sind ja dicht gebaut.

      • Marcus Schröder
        Lüneburg will Oberzentrum sein.
        wer es sich nicht leisten kann, sollte kleine brötchen backen.

      • Verkehrsaufkommen, Schröder?
        Bis diese Halle irgendwann mal steht, wird die B4 in Melbeck schon durch einen achtspurigen Tunnel geführt, wird das Promotionsrecht von Bernd Althusmann in seiner dann dritten Amtszeit als Kultusminister zeitgemäß gestaltet und wird Lüneburg längst Fahrradstadt geworden sein. Und wenn es dann wirklich einmal regnet oder man Ihnen Ihr Velo am Sparkassen-Schlachthof an der Lüner Rennbahn erneut geklaut haben sollte, genügt ein Anruf und Manfred Nahrstedt komm vorbeigeschossen, um Sie anschließend auf dem Diensttandem, auf dem er gewöhnlich die zweite Geige spielt, nach Deutsch Evern rüber zu pedalieren. Wie das dann ausschaut, sehen Sie hier:
        http://www.landeszeitung.de/wp-content/uploads/2015/06/494787_.jpg

      • Arnold Schulte

        Hallo Herr Marcus Schröder,

        wieder einmal erweisen Sie sich als vollkommen unkritischer Claqueur Ihrer von Ihnen angehimmelten Abgötter Ulrich Mädge und Manfred Nahrstedt. Haben Sie die Landeszeitung gelesen? In einer feinsinnigen Stellungnahme, die nur äußerst notdürftig als Reaktion auf die Eckdaten des aktuellen Bundesverkehrswegeplans getarnt ist, hat sich der LZ-Kommentator Werner Kolbe heute (4. August 2016) unter der schönen Überschrift „Plan ohne Lösungsansätze“ Ihrer Forderung nach mehr Kfz-Beton auf dem Areal des alten Schlachthofs in der Vrestorfer Heide entschlossen entgegen gestellt. Auch er diagnostiziert, was Sie im Grunde niemandem verbergen können: Schon ein flüchtiger „Blick in die Liste [Ihrer schlichten Vorstellungen über den Sport- und Eventhallenbau] offenbart eine Mischung aus Flickschusterei, Wunschkonzert und Klientelpolitik. Es fehlen Lösungsansätze für die großen Herausforderungen Umweltschutz und Mobilität der Zukunft.“

        „Natürlich ist es notwenig“, hält Kolbe Ihnen (für den kreativen Leser leicht erkennbar) außerdem vor, „dass [die Stadt] viel Geld in die Infrastruktur steckt[,] schließlich ist das Verkehrsnetz Lebensader der Wirtschaft. Aber Erhalt, Sanierung und Modernisierung müssten Vorrang haben und nicht mehr Beton und Flächenverbrauch. Wer auf erhöhte Straßenverkehrsströme immer wieder mit dem Bau neuer [A39-]Autobahnen [und Parkplätze] reagiert, sorgt dafür, dass sich diese Spirale weiterdreht. Zwar gibt es Geld für die wichtige [Radwegeführung an der Dahlenburger Landstraße], doch insgesamt reicht die Erhöhung der Mittel [schon] für [den Lösegraben-Radweg] und [für den Radweg an der südlichen Seite der Erbstorfer Landstraße] nicht [mehr] aus. Analog zum schleppenden [Breitband-]Ausbau [und zum Ausbau] intelligenter Stromnetze hapert es auch an intelligenten Verkehrskonzepten [in Stadt und Kreis]: die Infrastruktur für [Fahrräder,] E-Mobilität, Wasserstoff oder Kunstgas wird nicht geschaffen, obwohl Vorleistungen Techniktreiber wären.“

  2. Geehrter Herr Schröder,

    da Sie mich hier direkt , na sagen wir, angesprochen haben, gleich die Antwort.

    Sie sollten sich bitte über den ganzen Komplex informieren, dann Ihren Post überdenken, dann meinen Beitrag neu bewerten – danach können Sie dann wieder als Lehrer auftreten.

    Kein Mensch hat etwas gegen einen Hallenneubau in Lüneburg gesagt – es sind die Umstände, die hier den politischen Skandal ausmachen.

    Zusammenhänge mit dem Neubau von Ferienwohnungen in prädestinierter Wohnungsbaulage in der Innenstadt und einem Bauprojekt am Lösegraben.

    Sie als Herausgeber der unter Ihrem Namen verlinkten Lbg.-Inetsite sollten doch wohl wesentlich besser informiert sein.
    Absicht will ich Ihnen nicht unterstellen.