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Wohnungen auf Sperli-Gelände

as Lüneburg. Brandneu waren die Informationen zum ehemaligen Sperli-Gelände, die Matthias Eberhard, Bereichsleiter Stadtentwicklung, mit in den Ortsrat Ochtmissen brachte. Laut den Ideen der drei Lüneburger Investoren, die das Areal erworben haben, soll es größtenteils weiter gewerblich genutzt werden und entlang des Wilhelm-Hänel-Weges Wohnungsbau entstehen. ,,Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan wird in einem der nächsten Bauausschüsse der Stadt gefasst“, erläuterte Eberhard. Das Verfahren dauere in der Regel bis zu zwei Jahre. In Folge des Projektes soll auch die Kreuzung Wilhelm-Hänel-Straße/Hamburger Straße mit einer Ampel ausgebaut werden.

Nach gegenwärtigem Stand sollen Verwaltungsgebäude und Gewächshäuser nachgenutzt werden, so Eberhard. Die weitere Nutzung müsse sich dann nach dem B-Plan richten. Die Stadt will ein eingeschränktes Gewerbegebiet für zirka zwei Hektar der Gesamtfläche festsetzen. Die bestehende Betriebszufahrt soll weiter genutzt werden.

Entlang des Wilhelm-Hänel-Weges könnten nach Vorstellungen der Investoren Geschossbauten entstehen. ,,Das ist aber nicht im Sinne der Stadt“, machte Eberhard deutlich. Vorstellbar seien Einfamilien- und Doppelhäuser in der Struktur des angrenzenden Baugebietes. Dem schlossen sich auch Ortsbürgermeister Jens-Peter Schultz (SPD) und Uwe Plikat (CDU) an: Es dürfe nur eine ortsübliche Bebauung entstehen. Schultz sprach sich auch nachdrücklich dafür aus, dass ein Großteil des Verkehrs über die bestehende Zufahrt fließen müsse. Über die neue Entwicklung fürs Sperli-Gelände zeigte sich Schultz zufrieden. Als er im vergangenen Sommer davon gehört hatte, dass sich dort ein großer Gartenhandel ansiedeln wollte, der erheblichen Verkehr verursacht hätte, war er Sturm gelaufen.

Dr. Karl-Heinz Rehbein, der die Stadt bei Sitzungen des Ortsrates vertritt, erklärte, dass nun auch ein Ausbau des Knotenpunkts Wilhelm-Hänel-Weg/Hamburger Straße fällig wird. Schon vor mehr als zwei Jahrzehnten hatten Schultz und die inzwischen verstorbene FDP-Politikerin Monika Schumann-Schilling dafür plädiert, dass dort eine Ampel installiert wird. Nun soll das umgesetzt werden, damit Autofahrer, die aus Ochtmissen kommen, sicher auf die Hamburger Straße einbiegen können, so Dr. Rehbein. Eine Kreisellösung sei nicht möglich, weil dafür Grunderwerb nötig sei, dem der Eigentümer nicht zustimme.

Uwe Plikat gab zu bedenken, dass eine Ampel zu Hauptverkehrszeiten dazu führen könnte, dass der Verkehr aus Richtung Ochtmissen benachteiligt, der Verkehr auf der Hamburger Straße bevorzugt werde. Dr. Rehbein hielt dem entgegen, dass die Ampelschaltung natürlich in eine intelligente Verkehrssteuerung eingebunden werden müsse.