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Plädoyer für einen Parkplatz

ahe Lüneburg. Die Tagesordnung umfasst 22 Punkte, dazu noch einige Unterpunkte: Den Lüneburger Rat erwartet am Donnerstag, 28. Februar, ein Mammutprogramm. Die Bandbreite der Themen reicht von der Umbenennung der Hindenburgstraße über die Sportsteuer für Lüneburger Vereine bis hin zu einem möglichen Deeskalationstraining für Feuerwehrleute. Die zweite Sitzung des Jahres beginnt um 17 Uhr im Huldigungssaal des Rathauses.

Neu ist ein Antrag der CDU zu einem altbekannten Sachverhalt: Dabei geht es um den stillgelegten Parkplatz an der Erbstorfer Landstraße zwischen Ostumgehung und Ebensberg. Seit Jahren ist der ungenutzt, aufgeschüttete Erdhaufen versperren die Einfahrt. Die CDU plädiert nun dafür, den Parkplatz wieder freizugeben. Fraktionschef Eckhard Pols sagt: „Das war schon immer ein Parkplatz und sollte auch wieder als solcher genutzt werden.“ Sein Parteikollege Dr. Gerhard Scharf ergänzt: „Ich werde immer wieder darauf angesprochen, was diese Erdhaufen da sollen. So richtig erklären kann ich den Leuten das dann auch nicht.“ Auch am Lesertelefon der LZ war der Parkplatz wiederholt ein Thema.

Die Stadt hatte die Straße 2007 vom Landkreis übernommen und die Ein- und Ausfahrt mit Erdhaufen abgesperrt. Die Verwaltung begründete das unter anderem damit, dass Anwohner sich durch dort parkende Lkw belästigt fühlten, weil nachts deren Kühlaggregate oder Motoren liefen. Auch sei dort häufig Müll entsorgt worden und die Reinigung mit Kosten verbunden. Das Forstamt Sellhorn nutze den Platz heute, um Holz zu lagern.

Für die Christdemokraten sind das alles keine nachvollziehbaren Gründe. Pols kritisiert: „Es ist doch nicht Aufgabe der Stadt, für das Forstamt einen Holzlagerplatz bereitzuhalten. Zumal wegen der versperrten Einfahrten doch gar kein Lkw hier halten kann, um das Holz aufzuladen.“

Aus Sicht von Scharf sprechen viel mehr Gründe für eine Öffnung: Besucher des Viertels auf der anderen Seite der Erbstorfer Landstraße könnten hier parken, ohne dass sie mit ihren Fahrzeugen durch das Viertel fahren müssten. Gleiches gelte für Taxen, ein Fußweg beginne direkt gegenüber. Und auch Pendler könnten den Parkplatz nutzen, um von dort in Fahrgemeinschaften nach Hamburg weiterzufahren. „Und wenn man den Platz nur für Autos freigibt, stellt sich das Problem mit dem Lkw-Lärm gar nicht mehr.“ Mit einem entsprechenden Schild, einem Papierkorb und dem Entfernen der Erdhügel sei die Freigabe des Parkplatzes schnell und kostengünstig umzusetzen. „Die Oberfläche ist ja noch top.“

Ein weiterer Punkt, über den der Rat in öffentlicher Sitzung entscheiden soll, ist die Erhöhung der Musikschulbeiträge.