Donnerstag , 29. September 2016
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Polizei klärt Einbruchsserie

ahe Lüneburg. Die zunehmende Zahl der Einbrüche in der gesamten Region macht der Polizei zu schaffen. Jetzt aber verbuchen die Ermittler einen Erfolg: Sie haben drei Männer festgenommen, die für mindestens 106 Einbrüche im Norden verantwortlich gemacht werden. Womöglich ist das aber nur ein Teil der Taten, die das Trio verübt hat, nämlich die, die den Männern nachgewiesen werden können. Ihre Beute dürfte einen Wert von rund 450 000 Euro haben, dazu summiert sich der bei den Taten angerichtete Sachschaden auf 50 000 Euro. Die Ermittlungen dauern noch an.

Das Amtsgericht Stade hat Haftbefehl gegen die Täter erlassen, zwei sind 28 Jahre, einer ist 29 Jahre alt. Ein Mobiles Einsatzkommando aus Lüneburg hatte die Verdächtigen festgenommen, zeitgleich wurden sechs Wohnungen in Hamburg durchsucht. Dort fanden die Beamten jede Menge Diebesgut, 400 einzelne Asservate haben sie gezählt, darunter Schmuck, Fernseher, Computer, Taschen, sogar Musikinstrumente. Außerdem stellten die Ermittler Schreckschusswaffen, 4400 Euro in bar sowie fünf Fahrzeuge sicher, die die Täter bei ihren Einbrüchen benutzt hatten. Bereis einige Tage zuvor war wegen eines Raubüberfalls ein 30-Jähriger festgenommen worden, der laut Polizei ebenfalls zu der Bande gehören soll.

Auf Beutezug waren die Männer – mal gemeinsam, mal in anderer Zusammensetzung – in den Landkreisen Harburg, Lüneburg, Stade, Rotenburg und Heidekreis sowie in den Bundesländern Hamburg und Schleswig-Holstein. Zugeschlagen haben sie überwiegend nachmittags. Im Landkreis Lüneburg soll das Trio mindestens fünf Mal eingebrochen haben: Ende Oktober vergangenen Jahres in Bardowick und Handorf sowie Anfang Februar dieses Jahres in Amelinghausen, Soderstorf und Handorf. „Sie haben dabei jeweils Schmuck aus Wohnhäusern gestohlen, der Schaden lag sowohl im Oktober als auch im Februar im vierstelligen Bereich“, sagt Lüneburgs Polizeisprecher Kai Richter.

Wegen der Zunahme an Einbrüchen hatte die Polizei im Kreis Harburg eine Ermittlungsgruppe „Wohnhaus“ installiert, die sich gezielt diesen Taten widmet. Die Polizisten verglichen das Vorgehen bei Einbrüchen und fügten die einzelnen Puzzleteile zusammen. Im November 2012 kamen sie so schließlich den Verdächtigen auf die Spur, jetzt reichten die gesammelten Erkenntnisse aus, um zuzuschlagen.