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Wechsel an Spitze der Universitätsgesellschaft

oc Lüneburg. Dr. Klaus Bergmann ist neuer Vorsitzender der Leuphana Universitätsgesellschaft. Er löst Isabel Witte ab, die nach drei Jahren den Vorsitz wegen ihres Umzugs nach Hamburg abgibt, aber weiterhin im Vorstand mitarbeiten wird. Gewählt wurde der neue Vorstand bei der Mitgliederversammlung im Brömsehaus.

Dr. Klaus Bergmann, geboren in Lüneburg, ist Ingenieur im Bereich Maschinenbau. Er promovierte mit einer Arbeit über Windkraftanlagen, war als Manager unter anderem in der Schweiz und in Deutschland tätig. Seit 2002 ist er Geschäftsführender Gesellschafter der von ihm in Lüneburg gegründeten esyoil GmbH. Das Unternehmen befasst sich mit Dienstleistungen für den Mineralölmarkt. Bergmann, Vater einer Tochter, ist auch Lehrbeauftragter an der Uni im Bereich Nachhaltigkeit und setzt sich besonders mit dem Thema „Grenzen des Wachstums“ auseinander.

Die rund 160 Mitglieder zählende Universitätsgesellschaft versteht sich als ein Bindeglied zwischen der Leuphana und der Öffentlichkeit. Sie unterstützt aber auch eine Fülle von Aktivitäten an der Universität. Rund 24 000 Euro flossen 2012 an die Sommerakademie, den Hosenfeld-Szpilman-Preis, den Dies Academicus, und als Zuschüsse für Exkursionen, Kongressteilnahmen, Auslandsaufenthalte, Publikationen und einiges mehr.

Vergeben wird von der Universitätsgesellschaft auch der Ehrensenator-Westermann-Preis für eine herausragende Arbeit im Bereich der Wirtschaftswissenschaften. Da der in die Vergabe stets einbezogene Preisgeber im vergangenen Jahr gestorben ist, setzte die Verleihung einmal aus. Man werde aber mit dem Sohn und heutigen Roy-Robson-Firmeninhaber Heiko Westermann Kontakt über das weitere Vorgehen aufnehmen, kündigte Isabel Witte an.

Uni-Präsident Sascha Spoun skizzierte auf der Mitgliederversammlung die aktuelle Situation der Leuphana, die zum Wintersemester 35 Prozent mehr Studenten aufgenommen habe. Die Studienplätze der vier Leuphana-Kernthemen Kultur, Nachhaltigkeit, Wirtschaft und Bildung seien zu 100 Prozent vergeben, landesweit seien dagegen 2000 Plätze nicht besetzt worden. Spoun kündigte weitere prominente Verstärkung für den Lehrkörper an. Für drei Jahre werden der Literaturwissenschaftler und Philosoph Anselm Haverkamp sowie der Historiker Achatz von Müller in Lüneburg lehren. Spannend werden könnte es für die Leuphana mit Blick auf die neue Landesregierung, sagte Spoun. Deren inhaltliche Zielsetzung für die Ausrichtung der Universitäten werde aber voll vom Selbstverständnis der Leuphana abgedeckt.