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Eine Behörde zieht um

kre Lüneburg. Hans-Jochen Leander und seine Kollegen sind Möbelpacker: Männer, die nicht schnacken, sondern zupacken. Der Auftrag an der Horst-Nickel-Straße ist für sie Routine – für Michael Niemeyer und seine Crew dagegen eine echte Herausforderung. Schließlich kommt es nicht alle Tage vor, dass die Mitarbeiter des Jobcenters mit ihrer kompletten Behörde umziehen müssen. Von ihrem bisherigen Standort in der alten Schlieffen-Kaserne in das Gebäude der ehemaligen Fachhochschule in Volgershall. Eine Aktion, die seit Monaten generalstabsmäßig vorbereitet wurde.

„Zwei Tage haben wir für den Umzug nach Volgershall eingeplant“, sagt Niemeyer, der dort am Montag zum ersten Mal alle seine Mitarbeiter unter einem Dach begrüßen kann. Denn bislang sind die Jobcenter-Bediensteten auf drei Standorte in der Stadt verteilt: Auf zwei Gebäude in der alten Schlieffen-Kaserne und auf eine Außenstelle am Pulverweg.

Verantwortlich dafür, dass alles reibungslos klappt, sind die „Umzugsmanager“ Volker Borowi und sein Kollege Andreas Ziebell, bei der Bundesagentur für Arbeit zuständig unter anderem für das Inventarmanagement. Unterstützt werden die beiden von der IT-Spezialistin Kristin Schäfer.

Borowi rechnet vor, was alles in Kisten und Kartons verpackt, auf den Lkw verladen, durch die Stadt gefahren und an der neuen Adresse in Volgershall wieder ausgepackt werden muss: „3600 Umzugskartons, 1500 Möbelstücke, 348 Regale, elf Kopierer, 180 Computer… Aneinandergelegt ergeben alleine die Kundenakten und Pendelhefter eine Strecke von 1,3 Kilometer Länge“, listet Borowi auf.

Damit nicht nur der Ab-, sondern auch der Aufbau in den neuen Büros am anderen Ende der Stadt reibungslos klappt, wurde zuvor ein Raum- und Stellplan erstellt, jedes Möbelstück, jeder Karton zuvor mit einem Aufkleber versehen. „So wissen die Packer ganz genau, welches Möbelstück in welches Stockwerk und in welchen Raum muss“, erläutert der stellvertretende Geschäftsführer des Jobcenters, Michael Seegers.

Zwei Tage – der gestrige Donnerstag und der heutige Freitag – sind für den Umzug angesetzt. Gestern Nachmittag wurden bereits die Telefonleitungen auf das neue Amt in Volgershall umgeschaltet. „Die Telefonnummern bleiben allerdings die alten“, sagt Niemeyer.

Bereits ab Montag, 18. März, will das Jobcenter wie gewohnt wieder seine Pforten öffnen – nur eben nicht mehr an der Horst-Nickel-Straße, sondern in Volgershall.

Und Volker Borowi und seine Kollegen? Ihnen bleibt auch dann kaum Zeit zum Durchatmen, denn das nächste größere Möbelrücken wartet bereits. Dann in der Lüneburger Agentur für Arbeit an den Reeperbahnen.