Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Flaggschiff öffnet jetzt auch am Sonnabend

ahe Lüneburg. Noch laufen die Umbauarbeiten, doch ein Ende ist in Sicht: Die Sparkasse Lüneburg öffnet ihre neue, wiederbelebte Filiale am Platz Am Sande erstmals am Montag, 15. April. Wenige Tage vorher schließt dafür die Filiale im Roten Feld, am Donnerstag, 11. April, gibt es dort die letzte Beratung. Es sind nicht die einzigen Veränderungen beim größten Lüneburger Geldinstitut: Alle 27 Filialen in Stadt und Landkreis öffnen künftig morgens erst um 9 statt um 8.30 Uhr. Dafür weitet die Sparkasse ihre Öffnungszeiten An der Münze aus, fortan sind auch sonnabends von 9 bis 14 Uhr Mitarbeiter in der größten Filiale für Kunden da. Zudem wird die telefonische Beratung auf den Sonnabend ausgedehnt.

Mehr Qualität und Service durch die Stärkung der Filialen, dabei die Wirtschaftlichkeit im Blick behalten, skizziert Vorstand Thomas Piehl die Devise. Am deutlichsten sichtbar wird der Wandel, der 2010 mit der Wiedereinführung von Filialleitern begann, am Sand. Getreu der Prämisse, dort präsent zu sein, wo die Kunden sind und das Geld, das sie abheben, auch ausgeben können, werden die Räume in der Innenstadt wie angekündigt vom reinen Automaten-Standort ausgebaut zur vollwertigen Filiale mit sechs Mitarbeitern, die ihren Arbeitsplatz vom Roten Feld ins Zentrum verlegen. Christine Ruschmeyer, zuvor Chefin im Roten Feld, wird die Filiale leiten.

Der Standort wächst auf 250 Quadratmeter. „Ein besonderes Augenmerk legen wir auf die Bedürfnisse von Senioren“, betont Piehl. Bereits im Sommer 2012 hatte es Gespräche mit dem Seniorenbeirat der Stadt gegeben. Ergebnis: Es wird in der neuen Filiale Sitzmöglichkeiten für Kunden geben, Taschenhalter an den Automaten und eine Kommunikationswand, an der über Angebote für Senioren in Lüneburg informiert wird. Piehl sagt: ,,Die Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat wollen wir ausbauen. Das kann zum Beispiel auch darin münden, dass wir mal für einen Senioren-Kinotag den Butterkuchen sponsern.“

Stark verändert hat sich zuletzt auch das Gesicht des zweiten City-Standortes. Die Sparkasse hat An der Münze einen Bäcker in ihre Filiale mit hineingenommen, gegenüber hat in dieser Woche PC im umgebauten Sparkassen-Komplex eröffnet. Beides sorgt für mehr Kundenverkehr, dem das Geldinstitut dadurch Rechnung tragen will, dass es die Öffnungszeiten für den Hauptsitz ab dem 6. April auf sonnabends ausdehnt. Die Sonderstellung sieht Piehl gerechtfertigt, weil ,,sonnabends auch unsere Kunden aus Amelinghausen und Hohnstorf in der Stadt sind“. Künftig können sich all jene, die wochentags keine Zeit haben, sonnabends eine Baufinanzierung durchrechnen oder Anlagestrategien vorschlagen lassen. Vier bis sechs Mitarbeiter sind dann im Einsatz. Piehl: ,,Wenn wir überrannt werden, können wir das natürlich aufstocken.“

Seine Mitarbeiter hätten die Veränderung gutaufgenommen, jeder müsse maximal zehnmal im Jahr sonnabends ran, habe dafür die Garantie eines freien Tages in der Woche vor oder nach dem jeweiligen Dienst. Ab dem 2. April ist die Filiale An der Münze, die von Julia Kremer geleitet wird, montags bis donnerstags von 9 bis 18 Uhr geöffnet, freitags von 9 bis 15 Uhr und sonnabends von 9 bis 14 Uhr. Dieselben Öffnungszeiten — außer sonnabends — gelten am Sand. Die anderen 25 Filialen in Stadt und Kreis öffnen werktags von 9 bis 13 Uhr, montags, dienstags und donnerstags stehen die Mitarbeiter Kunden darüber hinaus in der Zeit von 14 bis 18 Uhr mit Rat und Tat zur Seite. Nur die Filiale auf dem Uni-Campus hat geringfügig andere Zeiten. Piehl: ,,Wir wollen alles in allen Filialen anbieten. Der Kunde soll für ein Gespräch über eine Baufinanzierung nicht extra aus Hohnstorf nach Lüneburg fahren müssen.“ Ausgedehnt von fünf auf sechs Tage wird auch die telefonische Erreichbarkeit, sonnabends von 9 bis 14 Uhr ist die Sparkasse unter 2880 dann ebenfalls zu erreichen.

Piehl sieht den jüngsten Kurs seines Hauses bestätigt: ,,Wir haben in den vergangenen zwei Jahren Marktanteile hinzugewonnen.“ So gebe es Rekord-Zuwächse im Bereich der Girokonten. Allein im Jahr 2012 eröffneten 6344 Kunden ein Giroprivileg-Konto. Mehr als 27000 Menschen hätten nun schon ein solches Konto. Hinzu kamen 2174 neue Mäusekonto plus für Kinder bis 12 Jahre.