Mittwoch , 28. September 2016
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Holzberge im Ilmenaugarten

ahe Lüneburg. Der Holzberg wächst, erreicht inzwischen beachtliche Größe. Jede Menge alte Balken und Bretter liegen auf einem Haufen auf dem ansonsten einer Betonbrache gleichenden Areal An der Wittenberger Bahn. Es sind Reste der abgerissenen Gebäude, die für Lüneburgs nächstes großes Baugebiet weichen mussten.

Auf einer Fläche vonelf Hektar entstehen rund 300 Wohneinheiten in Mehrfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern sowie Gewerbe. Ilmenaugarten heißt das Gebiet. Ehe die ersten Fundamente gegossen werden können, mussten neben den Baracken auch viele Bäume und Sträucher weichen. ,,Wir liegen im Plan, jetzt werden die detaillierten Konzepte für die innere und äußere Erschließung erstellt“, skizziert Stadtpressesprecherin Suzanne Moenck den Stand. Weil das Areal über eine neue Brücke verkehrstechnisch erschlossen werden soll, wurden jetzt auch auf der anderen Seite der Ilmenau einige Bäume gefällt. Dazu wurde zeitweise eine Spur auf dem Stadtring gesperrt.

Insgesamt etwa 150 Gehölze mussten weichen, Ersatz soll in der Nähe gepflanzt werden. Der Bau der zwei Millionen Euro teuren Brücke, die das Viertel zwischen der Ilmenau und der Bahnstrecke Hamburg-Hannover an das Straßennetz anbindet, soll noch im Frühjahr beginnen. Zudem soll für Fußgänger und Radfahrer das Wehr am LösegrabenzueinerVerbindung über den Fluss in Richtung Innenstadt ausgebaut werden. Eine Gruppe von Lüneburger Bauträgern und Investoren um Manfred Schulte hatte die Fläche im vergangenen Jahr von Aurelis, einer Tochter der Deutschen Bahn, gekauft. Von der Europäischen Union fließen Fördermittel. Davon profitiert auch die Stadt: Drei Viertel der Kosten für die Brücke übernimmt Brüssel. 2017 soll das Projekt abgeschlossen sein.