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Bei den Walen waren nur die Preise gigantisch

rast Lüneburg. Die Stadt war reichlich plakatiert, auf riesigen Werbetafeln waren Action-Bilder von lebenden Walen in den Weltmeeren zu sehen, sie lockten zur dreitägigen Wanderausstellung „Giganten der Meere“ ins Zelt auf den Sülzwiesen. Gigantisch allerdings waren nur die Preise, etliche Besucher wie etwa Michaela Hustert kritisierten: „Voll überteuert. Sechs Gummitiere und zwei Leinwände – das ist alles, und dafür 10 Euro pro Kind und 12 Euro für einen Erwachsenen?“ Einige Interessierte machten allerdings schon nach Lesen der Preise am Kassenhäuschen kehrt.

Einigen Kindern gefiel die Ausstellung, sie schauten sich Orca, den Killerwal, den Grau- und den Pottwal wie auch drei weitere Wale in ihrer jeweiligen Originalgröße an, staunten über die Tiere, die mechanisch ihr Maul öffneten und schlossen. Mit dem genauer Hinschauen allerdings hatten Erwachsene ihre Probleme, denn im Zelt war’s recht düster, damit auf Leinwand und Bildschirm überhaupt etwas über das Leben der Wale zu sehen war. Bei Facebook schrieb eine LZ-Leserin nach Besuch der Ausstellung: „Ungeachtet eines horrenden Eintrittspreises gibt Mutter dem Drängeln des Nachwuchses – ,Mama, ich hab‘ noch nie Wale gesehen, bitte, bitte!!!‘ – nach und hofft auf eine gut gemachte, informative Ausstellung. Die Realität: ein dunkles Zirkuszelt, mit einigen matschigen Teppichen ausgelegt, tiefen Löchern, rutschig und vereist. Dazu sechs große Gummiwale und ein paar Schildchen mit kopierten Infos. Ein Beamer, der auf wackeliger Leinwand Dokus des rbb abspielt und regelmäßig in den Energiesparmodus wechselt – sprich: ausfällt.“ Das Geld, und so dachten viele Besucher, hätte sie sich sparen können.