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Stadt plant neues Autoparkhaus

rast Lüneburg. Das eine verkehrspolitische Projekt ist gerade erst realisiert worden, da strebt die Hansestadt bereits das nächste an. Oberbürgermeister Ulrich Mädge kündigte bei der offiziellen Einweihung des neuen Fahrradparkhauses an: „Das Parkhaus für Autos am Bahnhof ist voll, wir müssen ein neues bauen – allerdings ein privatfinanziertes.“ Das sei zwar noch Zukunftsmusik, doch die Verwaltung ginge jetzt die Planungen an, habe bereits drei Flächen im Blick. Gedacht sei an ein Gebäude mit 300 Parkplätzen.

Sorge, dass dieses neue Autoparkhaus nicht gefüllt werde, habe er nicht, Mädge: „Skepsis gab es allerdings, als wir damals das erste Fahrradparkhaus planten.“ Doch der Radspeicher war schnell gefüllt – und auf dem Bahnhofsvorplatz gab es weiter wild parkende Radler. Das zweite Radparkhaus wurde in Angriff genommen, kostete inklusive Grunderwerb und Abriss der Turnhalle rund 1,9 Millionen Euro. Die Stadt selbst steckte eine Million rein und erhielt Zuschüsse von der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH, dem Landkreis und dem Förderfonds Hamburg Niedersachsen. Mädge: „Das Parkhaus ist wirtschaftlich gesehen nicht rentierlich, da die Radler ihre Räder kostenfrei, rund um die Uhr und videoüberwacht abstellen können.“ Dahinter stecke aber eine hohe Rendite für Wirtschaft und Umwelt. Stolz sagte er, dass Lüneburg mit nun mehr als 2100 Radstellplätzen im bundesweiten Vergleich der überdachten Radstellanlagen an Bahnhöfen auf dem Platz 2 hinter Münster rangiert: „Reicht das nicht aus, brauchen wir ein drittes Parkhaus – und sind dann die Nummer 1.“

Die Stadt hofft, dass nun das Wildparken auf dem Vorplatz eingedämmt wird – und hier kommt wieder Skepsis ins Spiel. Der Oberbürgermeister: „Wir müssen im Bundestag den Vorstoß unternehmen, dass die Straßnverkehrsordnung geändert wird“, damit ein Wildparken unmöglich werde. Auch wenn die neue Anlage in den ersten zwei Tagen bereits gut genutzt wurde, standen noch reichlich Räder auf dem Vorplatz: „Die Besitzer zeigen keine Rücksichtnahme etwa für Mütter mit Kinderwagen und Behinderte.“