Dienstag , 27. September 2016
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Magische Grenze erreicht

off Lüneburg. Lange hat Heidrun Hecht beim Blick auf die Kontoauszüge gezittert, doch am Ende hat es auch in diesem Jahr wieder für die magische Grenze von 100 000 Euro gereicht. Insgesamt exakt 100 212,59 Euro haben die Menschen aus Stadt und Landkreis Lüneburg in der Saison 2012/2013 für den Guten Nachbarn gespendet. Ein Ergebnis, über das sich die Geschäftsführerin der Hilfsaktion von Wohlfahrtsverbänden und Landeszeitung „sehr gefreut“ hat – auch wenn die Spendensumme des Vorjahres von 118 222 Euro nicht erreicht werden konnte. „Immerhin haben wir es wieder geschafft, die angepeilten 100 000 Euro zu erreichen“, sagt Heidrun Hecht. Geld, mit dem in 2111 Fällen mehr als 4840 Menschen in Not geholfen werden konnte.

Den größten Anteil am Spendenergebnis haben auch 2012/2013 wieder die Einzelspenden, „sie lagen bei insgesamt rund 72 063 Euro“, sagt Hecht. Als Dauerspenden gingen 1230 Euro beim Guten Nachbarn ein, die Dosensammlung brachte knapp 1950 Euro ein. Mit Aktionen wie dem 24-Stunden-Schwimmen im SaLü, dem Straßenflohmarkt Quellenweg, dem Reitpferd vor der Sandpassage oder dem Kalender der Einhorn-Apotheke wurden rund 14 843 Euro für die Hilfsaktion gesammelt. Die Spenden zu besonderen Anlässen wie Geburtstagen, Trauerfällen oder Eröffnungen lagen bei insgesamt rund 10 128 Euro.

Gewechselt hat mit dem Ende des Geschäftsjahres traditionell auch wieder der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Guter Nachbar: Berthold Schweers von der Caritas löste Bernhard Enke von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) ab. Ein Jahr lang wird Schweers der Hilfsaktion nun vorstehen – und versuchen, so viele Menschen wie möglich zum Spenden für den Guten Nachbarn zu motivieren.

Gleichzeitig wird er als Geschäftsführer der Caritas genau wie seine Kollegen in den anderen Wohlfahrtsverbänden, die Spenden an Menschen verteilen und damit versuchen, die Not in Stadt und Kreis zumindest ein wenig zu lindern.

Die Probleme, mit denen die Menschen zu ihm kommen, betreffen oft das ganz alltägliche Leben: Die Brille ist kaputt gegangen und es fehlt das Geld für eine neue, Familien können die hohe Nebenkostenabrechnung nicht allein bezahlen, Mitte des Monats sind sowohl Konto als auch Kühlschrank leer. „In letzter Zeit gibt es außerdem immer häufiger Anfragen von Wohnungssuchenden, die uns bitten, die Kosten für den Makler zu übernehmen, weil sie anders keine Wohnung in Lüneburg finden“, sagt Schweers. Nicht immer kann der Gute Nachbar helfen, „aber in den meisten Fällen finden wir gemeinsam eine Lösung“.

Seit mehr als 50 Jahren unterstützt der Gute Nachbar mittlerweile notleidende Menschen in Stadt und Kreis. „Und wir hoffen auch weiter darauf, dass wir das dank der Spendenbereitschaft der Menschen auch weiterhin tun können“, sagt Schweers. Mit Blick auf das letzte Jahr möchten der Vorsitzende der Hilfsaktion und die Geschäftsführerin Danke sagen – für die vielen großen und kleinen Spenden.