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Die Hilfe geht weiter

kre Lüneburg. Klaus-Rüdiger Stumpf ist keiner, der wegschaut, wenn andere in Not sind. Und Not leiden derzeit viele Menschen. Die Elbeflut hat ihnen alles genommen – das Haus, die Wohnung, das Inventar – und so manchem auch die Hoffnung. Denn je mehr sich das Hochwasser aus den Ortschaften wie Schönhausen, Fischbeck oder Breitenhagen zurückzieht – desto mehr wird das Ausmaß der Schäden sichtbar. Zurück geblieben ist nur eine stinkig-braune, keimbelastete Brühe. Jetzt geht’s ans Aufräumen – und Klaus-Rüdiger Stumpf von der Flutopferhilfe Lüneburg und seine Mitstreiter helfen, wo sie können.

Besonders froh ist der Lüneburger, dass ihm das Lüneburger Unternehmen „Quick Transport-Service“ kostenlos einen Teil seiner Lagerhalle in der Goseburg zur Verfügung gestellt hat: Als Anlauf- und Sammelstelle für die Möbel- und Sachspenden, die Stumpf unermüdlich entgegennimmt.

Donnerstag, später Nachmittag: Stumpf, im Hauptberuf Busfahrer bei der KVG, fährt mit einem blauen Lkw vor der Lagerhalle vor. Seine Augen strahlen: „Wir kommen gerade aus Tostedt im Landkreis Harburg“, berichtet er. Vier fast nagelneue Herde, drei davon mit Cerankochfeld, einen Wäschetrockner, einen Kühlschrank und eine Wäschetrommel hat er dort abholen können. Alles Geräte, die in der Schulküche der dortigen Realschule genutzt wurden und jetzt – in den Ferien – ausgebaut wurden und auf den Sperrmüll wandern sollten. „Über Facebook haben wir mitbekommen, dass die Geräte nicht mehr benötigt werden“, freut sich Stumpf über seine wertvolle Fracht. Und über die Hilfsbereitschaft der Menschen. „Für die Fahrt nach Tostedt hat uns die GfA zum Beispiel kostenlos einen Lkw zur Verfügung gestellt, genauso wie Holz-Herbst oder die Firma Mölders“, lobt Stumpf.

„Dort, wo die Deiche nicht gehalten hatten, haben die Menschen fast alles verloren“, weiß auch Rebekka Dittrich von der Fluthilfe Bienenbüttel: Es fehle an allem: Angefangen von Werkzeug über Bautrockner, gut erhaltenen Möbeln bis hin zu Kücheneinrichtungen. Auch Kleidung – „aber ausschließlich noch original verpackte“, sagt Dittrich und fügt hinzu: „Darauf müssen wir aus Hygienegründen bestehen.“ Nähere Infos auch im sozialen Netzwerk Facebook unter den Suchbegriffen „Lüneburg Flutopferhilfe direkt vor Ort“ oder „Hochwasser Sachspenden Bienenbüttel“.

Wer gut erhaltene Sachspenden abgeben möchte, kann dies tun an der Lagerhalle an der Bessemerstr. 2, immer mittwochs, donnerstags und freitags in der Zeit von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr sowie nach Termin-Absprache.

„Freuen würden wir uns aber auch über Tankgutscheine“, sagen Stumpf und seine Mitstreiter, denn sie wissen: Bis allen Menschen geholfen ist, werden sie noch viele Transporte in die zerstörten Ortschaften bringen müssen.