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Musik, Kaffee, Sonnenbrand

lkö Lüneburg. Der sonst so kahle Parkplatz am Behördenzentrum Ost ist an diesem Sonntag bunt. Lüneburger schlendern über den Platz, es gibt Flohmarktstände, Besucher können Portraits von sich zeichnen lassen, im Schatten faulenzen, Limonade trinken. Auf einer kleinen Bühne spielen gerade „Les Tristes Cannibalistes“ aus Hamburg – einer der musikalischen Beiträge zum Stadtteilfest.

Organisatoren sind das AStA Kulturreferat, Kulturrausch und Zum Kollektiv. Die drei Initiativen arbeiten alle ehrenamtlich und nicht kommerziell. „Viele Studenten wohnen hier in der Gegend, daher kam die Idee, ein Stadtteilfest zu organisieren. Wir wollen die Stadt und die Universität ein bisschen näher zusammenbringen und vernetzen“, erklärt Mario Dresing von Zum Kollektiv. Im Vorfeld hatten die Studenten Faltblätter verteilt und dazu aufgerufen, sich mit eigenen Ideen in das Fest einzubringen. Das hat geklappt. Dresing freut sich, dass so viele gekommen sind und das Wetter einen optimalen Rahmen bietet: „Morgen freuen wir uns alle über einen schönen Sonnenbrand“, scherzt er.

Caro von Erstorff schützt sich mit einem Schirm vor der prallen Sonne, zusammen mit ihrer Kommilitonin steht sie am Siebdruckstand. Besucher können sich hier für 3 Euro einen Leinenbeutel mit verschiedenen Motiven bedrucken lassen. „Irgendwann letztes Jahr haben wir das zum ersten Mal in der Fachschaft gemacht, und jetzt haben wir unseren mobilen Siebdruckstand eigentlich bei jeder Veranstaltung dabei“, berichtet von Erstorff. Der Stand kommt gut an: „Ich glaube, den Leuten gefällt es, was Selbstbedrucktes mit nach Hause zu nehmen.“

Christina Drachsler ist eigentlich nur wegen des Kaffees auf dem Fest: „Der schmeckt einfach immer so gut, ich hab den auch immer getrunken, als Zum Kollektiv noch ein eigenes Ladencafé hatte.“ Ihre Freundin Theres Werner ergänzt: „Naja, wegen der Musik sind wir ja auch da – und um ein bisschen umher zu schlendern.“

Zu entdecken gibt es viel. Auf der Wiese wird Wikingerschach gespielt, jongliert und balanciert. Der zweijährige Luka will noch zum Kinderschminken. Seine Oma Birgit Boysen schaut sich das Spektakel aus dem Schatten an: „Ich finde das schön hier, für allem für Luka gibt es viel zu sehen.“

Das Konzept scheint zu funktionieren. Alle amüsieren sich, Studenten spielen mit Kindern, kommen mit den Anwohnern ins Gespräch. „Wenn es gewünscht ist, machen wir das gerne nochmal“, verspricht Dresing augenzwinkernd.