Donnerstag , 29. September 2016
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Stadtviertel zeigt Gesicht

as Lüneburg. Im jüngsten Neubaugebiet Ilmenaugarten sollen 350 bis 400 Wohneinheiten entstehen, die Fertigstellung ist bis Ende 2017 geplant. Welches Gesicht das Stadtviertel annehmen könnte, dazu haben die Lüneburger Investoren der Erschließungsgesellschaft Ilmenaugarten – Manfred Schulte, Dirk Maszutt, Reinhardt Bauer und Roland Wölk – einen Architekten-Wettbewerb ausgelobt. Die Entwürfe von vier Architektenbüros kamen in die engere Wahl. „Den ersten Preis erhielt das Hamburger Büro Meyer-Wolters & Yeger“, erklärte Manfred Schulte gegenüber der LZ.

Alle vier Büros hätten interessante Konzepte für eine geschlossene Bebauung geliefert, die auch der Stadtverwaltung vorgestellt worden seien. Die Gewinner überzeugten darüber hinaus aber noch mit einem Erschließungskonzept, das Tiefgaragen vorsieht, „sodass es ein bisschen ins autofreie Wohnen geht“, sagt Schulte. Der Entwurf der Riegelbebauung von Meyer-Wolters Yeger solle noch überarbeitet und im nördlichen Teil der Wohnbebauung umgesetzt werden. „Für den Bereich an der Ilmenau in diesem Bauabschnitt, wo Geschossbauten geplant sind, werden wir einen weiteren Architekten-Wettbewerb auf den Weg bringen. Denn unser Anliegen ist, anspruchsvolle Architektur zu bieten“, erläutert Schulte. Aber auch die Entwürfe des zweitplatzierten Lüneburger Büros q:arc Architektur im abgeschlossenen Wettbewerb sollen Widerhall im Neubaugebiet finden und zwar im zweiten Bauabschnitt, erklärt der Investor.

Insgesamt 65 000 Quadratmeter des 97 000 Quadratmeter großen Areals der ehemaligen Wittenberger Bahn sollen bebaut werden. So sieht die grobe Planung aus: Im nördlichen Bereich ist ein Mischgebiet geplant, wo unter anderem studentisches Wohnen und ein Hotel entstehen könnten. Im Mittelteil zur Bahnseite soll eine geschlossene Bebauung mit Geschossbauten entstehen, zur Ilmenauseite ebenfalls Geschossbau sowie Stadtvillen und Reihenhäuser. Im Süden schließt sich ein Gewerbegebiet an. Damit das Ganze ein lebendiger Stadtteil wird, haben die Investoren auch einen Ort der Begegnung im Zentrum mit einem Wasserplatz sowie kleinen Läden und Gastronomie im Blick.

Eine ökologische Bauweise liegt den Investoren besonders am Herzen, die Häuser sollen ausschließlich mit regenerativen Energien versorgt werden. Geplant ist ein Blockheizkraftwerk, das mit Bio-Erdgas betrieben wird.

Begleitet wird die Entwicklung des Neubaugebiets von einem Studienprojekt der Leuphana Universität, das Empfehlungen für eine „nachhaltige Quartiersentwicklung“ gibt. Danach sollten ein Wochenmarkt, Spielstraßen oder Car-Sharing-Projekte in die Überlegungen einfließen.