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Wohnen im Naturmuseum

as Lüneburg. Die Stadt hat das ehemalige Gebäude des Naturmuseums an der Salzstraße 26 an eine Gruppe von Privatpersonen verkauft, die das Haus umbauen und zu eigenen Wohnzwecken nutzen wollen. Das bestätigt Stadtbaurätin Heike Gundermann auf Anfrage.

Wie berichtet, werden das Naturmuseum, das ehemalige Fürstentummuseum sowie die Stadtarchäologie 2014 in den Museums-Neubau an der Willy-Brandt-Straße einziehen. Das Naturmuseum an der Salzstraße hatte 2010 geschlossen. Elf Jahre zuvor hatte der Naturwissenschaftliche Verein für das Fürstentum Lüneburg das Gebäude von der Stadt gekauft, die es 2011 zurückerwarb und es Anfang dieses Jahres an Privatleute verkaufte.

Laut der Stadtbaurätin wurde von der GbR Naturkundemuseum Ende Mai 2013 ein Bauantrag für eine Nutzungsänderung des ehemaligen Naturmuseums eingereicht. „Geplant ist eine Wohnnutzung mit 14 Wohneinheiten. Die grundsätzliche Genehmigungsfähigkeit wurde im Rahmen eines Bauvorbescheidsverfahrens im November 2012 festgestellt.“

Die Ursprünge des Komplexes zwischen Salzstraße und Schlägertwiete gehen bis ins 16. Jahrhundert zurück. „Als Brauhaus wurde es von 1553 bis 1880 erwähnt“, sagt Stadtarchäologe Dr. Edgar Ring. Das Hauptgebäude an der Salzstraße 26 wird auf 1643 datiert. Gemäß dem Niedersächsischen Denkmalschutzgesetz ist es als Einzelbaudenkmal eingestuft. Das Hofgebäude als ehemaliges Wirtschaftsgebäude steht als Baudenkmal unter Denkmalschutz. Nicht so der südlich angrenzende Teil, der in den 60er-Jahren entstand. Bevor das Naturmuseum 1990 in das Haus einzog, war dort ab 1987 das Ostpreußische Jagdmuseum angesiedelt.

Stadtbaurätin Heike Gundermann erläutert, dass die neuen Eigentümer unter anderem die Fassaden des Haupthauses wie auch die des Gebäudes an der Schlägertwiete sanieren wollen. Eingebaute Dachflächenfenster sollen durch Gauben ersetzt, Schaufenster zurückgebaut und das Fachwerk saniert werden. Im Fachwerk werden neue Fenster ergänzt. Dabei gilt, dass alle neuen Öffnungen sich in Lage und Größe am historischen Befund orientieren. „Bei den Umbauarbeiten im Gebäudeinneren ist außerdem die vorhandene historische Substanz zu berücksichtigen“, so Gundermann. Das Baugenehmigungsverfahren sei noch nicht beendet.