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Mix aus Marsch und Filmmusik

rast Lüneburg. Landrat Manfred Nahrstedt steht für seine kurze Rede in seiner Funktion als Kreisverbandsvorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge bereits auf dem Podest, Oberstleutnant Manfred Peter will auf engstem Bühnenraum flugs an ihm vorbei, Füße berühren sich, der Soldat gerät ins Straucheln – die einzige Panne beim Benefizkonzert des Heeresmusikkorps 1 aus Hannover im ausverkauften Theater. 650 Musikfreunde erlebten eine mitreißende Gala mit einem Programm-Mix, der von munteren Märschen bis zu aktuellen Filmmusiken reichte.

Es war der vierte gefeierte Auftritt der Heeresmusiker unter Leitung von Oberstleutnant Peter im Theater zugunsten des Lüneburger Kreisverbandes und des Bezirksverbandes Lüneburg/Stade im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge – und der hat sich gelohnt. Zu den Eintrittsgeldern kommen noch 1386,18 Euro, die nach dem Konzert gesammelt wurden.

Schmissig ging’s los mit dem „Marsch des 4. Hannoverschen Infanterie-Regiments“, einer Hommage der Musiker an den ehemaligen Panzerstandort Lüneburg. Wie abwechslungsreich der Abend wurde, zeigte sich darauf mit der klassisch-romantischen Ouvertüre zur Verdi-Oper „Die Macht des Schicksals“. Zu jedem Titel erzählte Manfred Peter ein paar Takte zur Entstehungsgeschichte und zum Inhalt. So erfuhren die Zuschauer, dass die Sinfonie „Herr der Ringe“ von Johann de Meij auf Motiven des Schriftstellers Tolkien beruht, es sich dabei aber nicht um die Musik der Filme handelt. Für Cineasten unter den Fans gab’s auch echte Filmmusiken wie etwa aus „Mission Impossible“.

Das neue Repertoire der Heeresmusiker reichte vom Gefangenenchor aus der Oper „Nabucco“ über die „Tritsch-Tratsch-Polka“ bis zum Beatles-Welthit „Hey Jude“. Und natürlich gab’s die munteren Märsche vom „Fridericus-Rex-Grenadiermarsch“ bis hin zum finalen „Kärtner Liedermarsch“.

Vor dem Konzert unter dem Motto „Gemeinsam gegen das Vergessen“ hatte sich Nahrstedt bei Theater-Intendant Hajo Fouquet für die Unterstützung bedankt und auf die Arbeit des Volksbundes hingewiesen: „So werden der jungen Generation Werte wie Versöhnung, Verständigung und Frieden vermittelt.“ Der Kreisverbandsvorsitzende freute sich „riesig über die Resonanz“ des Publikums, das sich beim HMK 1 mit langanhaltendem Applaus bedankte, und geht davon aus, dass sich die Hannoveraner Musiker auch 2014 im Theater für die Kriegsgräberfürsorge engagieren. Dann aber als „Musikkorps Hannover“, die Umbenennung steht kurz bevor.