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Frommestraße bleibt vorerst hinterm Zaun

as Lüneburg. Die Frommestraße ist in den vergangenen Jahren aufgrund der massiven Senkungsrate um insgesamt 1,50 Meter abgesackt. Die Stadt hat sie für die Durchfahrt gesperrt und inzwischen auch überlegt, „wie wir sie retten könnten“, sagte Uta Hesebeck, Bereichsleiterin Straßen- und Ingenieurbau bei der Stadt, im Bauausschuss. Doch solange der Untergrund noch in Bewegung ist und eventuell auch mit einem Erdfall zu rechnen sei, steht eine Sanierung nicht an.

Übergangsweise soll der Bereich von Frommestraße 5 bis zur Ecke Bastionstraße nun neu eingezäunt werden, um ihn zu sichern. Um den vorhandenen Zustand zu zeigen und zu dokumentieren, soll die Straße gesäubert werden, damit die Risse erkennbar sind, und eine Messlatte aufgestellt werden, die die Senkungsrate ausweist. Gegenüber dem Tor zur Unterwelt, das im Zuge der Abrissarbeiten beschädigt wurde, soll eine Info-Tafel mit Erläuterungen zu dem Baudenkmal aufgestellt werden. Mit dem Investor Sallier, dem unter anderen das Grundstück Frommestraße 2 gehört, wo das beschädigte Tor zur Unterwelt steht, würden Gespräche zu dessen Sanierung laufen. Dafür muss Sallier die Kosten tragen.

Birte Schellmann (FDP) bezeichnete es als richtig, den Straßenabschnitt für Bürger nicht begehbar zu machen, „solange mit einem Erdfall zu rechnen ist“. Nicht als optimale Lösung sieht MichÉl Pauly (Linke) den Zaun, als Provisorium unter dem Aspekt der Sicherheit sei er aber hinzunehmen. Christian Burgdorff vom Arbeitskreis Lüneburger Altstadt, beratendes Mitglied im Ausschuss, freute sich, „dass etwas fürs Tor zur Unterwelt getan wird“.