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Gratulanten und Preisträger in bunter Reihe: (v.l.) Corinna Pregla, Hans-Jürgen Niederhoff, Angelika Hoffmann, Detlef Dürrbaum, Hartmut Heckenrodt und Jens Gribbe. Foto: ki
Gratulanten und Preisträger in bunter Reihe: (v.l.) Corinna Pregla, Hans-Jürgen Niederhoff, Angelika Hoffmann, Detlef Dürrbaum, Hartmut Heckenrodt und Jens Gribbe. Foto: ki

Ein Güte-Siegel für die Region

ki Neuhaus. „Uns ist das Herz heute aufgegangen“, versicherte der stellvertretende Bürgermeister von Amt Neuhaus, Detlef Dürrbaum, in seiner Laudatio. Mehr als 1000 Orte und Regionen in ganz Deutschland hatten sich am Wettbewerb ,,Land der Ideen Ausgezeichnete Orte“ beteiligt. Die Arche-Region Flusslandschaft Elbe gehört zu den 100 Gewinnern, wurde gestern dafür im Arche-Zentrum ausgezeichnet.

Eine Jury aus 18 Wissenschaftlern, Wirtschaftsmanagern, Journalisten und Politikern hatte die 100 besten Projekte für die Gestaltung von ländlichen Regionen, die die Kommune fit für die Zukunft machen, gekürt. Die Palette der Bewerbungen reichte von erfolgversprechenden Geschäfts­ideen bis hin zu touristischen Anziehungspunkten. Dürrbaum hob Hartmut Heckenrodt als einen Vater der jetzt erfolgten Auszeichnung hervor: „Wir können uns freuen, dass wir einen Mann wie ihn als Initiator an unserer Seite haben.“ Ein großer Dank gelte auch den Mitarbeitern im Haus des Gastes im Arche Zentrum, die viele Aufgaben übernehmen, und insbesondere Angelika Hoffmann.

Ausgezeichnet wurde die Region unter anderem für die Erhaltung alter Haustierrassen, die vom Aussterben bedroht sind oder waren. Durch Beweidung werde zudem ein weiterer positiver Beitrag, eine artgerechte Natur, erreicht. Die Arche-Höfe seien Mittelpunkte in den Dörfern und zeichneten sich durch Gastfreundschaft aus, Besucher könnten auf den Höfen bei Führungen alte Nutztierrassen erleben, regionale Produkte probieren und erwerben. Weiter zeichne die Region das Miteinander und der Zusammenhalt aus.

Was alles in der Genusswoche im Haus des Gastes und auf den Höfen der Arche-Region angeboten wird, davon gab es nach Preisverleihung und Sektempfang köstliche Proben. Foto: ki
Was alles in der Genusswoche im Haus des Gastes und auf den Höfen der Arche-Region angeboten wird, davon gab es nach Preisverleihung und Sektempfang köstliche Proben. Foto: ki

„Innovationen querfeldein: Ländliche Räume neu gedacht“ war ein Thema innerhalb des Wettbewerbs, gefragt waren Ideen ländlicher Kommunen, sich auf den demografischen Wandel einzustellen. Engagierter Partner als nationaler Förderer und Mitinitiator ist die Deutsche Bank.

Jens Gribbe von der Deutschen Bank aus Lüneburg überreichte die von Bundespräsident Joachim Gauck unterzeichnete Urkunde an Arche-Sprecher Hans-Jürgen Niederhoff. Das Arche-Zentrum habe nun ein renommiertes Gütesiegel, mit dem es für seine Projekte werben könne. 16 zertifizierte Betriebe haben sich in kurzer Zeit auf starke Beine gestellt, unter anderem, um bedrohte Tierrassen zu fördern, um zu verhindern, dass sie in Vergessenheit geraten.

Wichtig sei es für die Jugend, das mitzuerleben. „Wir wollen keinen Zoo, die Wahrnehmung ist ganz wichtig und durch die Bedeutung des Projektes lässt sich ein Zuspruch ableiten“, beglückwünschte Jens Gribbe. In Neuhaus sei ein Zentrum entstanden, das weiter ausgebaut werden sollte. Aus Berlin war zur Übergabe Corinna Pregla vom ,,Land der Ideen Management GmbH“ gekommen. Sie versicherte, dass Deutschland ein Land für kreative Ideen sei, der 2005 ins Leben gerufene Wettbewerb ,,Land der Ideen“ trage dazu bei.

Als einen Motor, ohne den es kein Arche-Zentrum geben würde, stellte Angelika Hoffmann den umtriebigen Hartmut Heckenrodt heraus. Inzwischen gebe es 149 Tierhalter in der Region mit sehr vielen alten Rassen. Jürgen Niederhoff erinnerte daran, dass die Idee, alte Haustierrassen publik zu machen, auch touristische Erfolge gebracht habe. Heckenrodt habe 2010 akribische Arbeit geleistet, um die Arche-Region zu gründen. Es gäbe 16 anerkannte Betriebe, 16 weitere stünden in der Warteschleife. Nächstes Projekt sei die Gestaltung eines Erlebnispfads bei Stiepelse. Gegründet werden soll auch noch eine Erzeugergemeinschaft für eine gemeinsame Vermarktung.

Die Glückwünsche des Landkreises überbrachte die stellvertretende Landrätin Steffi Brockmann-Wittich. Die regionale Messe mit Verkauf, Verkostung und Information zeige die Vielfalt der Flusslandschaft Elbe, lobte Brockmann-Wittich den Arche-Genussmarkt, der noch bis 23. November geöffnet ist.