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Seit 60 Jahren Bildungs-Gut

uk Barendorf. „Lernen im Grünen“ – unter dieser Überschrift fasst das Bildungs- und Tagungszentrum Ostheide (BTO) sein vielfältiges Angebot an Kursen zur beruflichen, politischen und persönlichen Weiterbildung zusammen. Ein Motto, das seit nunmehr 60 Jahren zutrifft, denn als Lernort bietet das historische Gutshaus in Barendorf mit seinem weitläufigen Park von jeher ein besonderes Ambiente. Damit das so bleibt, investiert die Einrichtung nicht nur seit Jahren in Erhalt und Modernisierung des historischen Gemäuers, sondern passt auch das Bildungsangebot wandelnden Bedürfnissen an. Zum 60-jährigen Bestehen hielten Personal und Vertreter des Trägervereins jetzt gemeinsam Rück- und Ausschau. „Wir sind gut aufgestellt für die Zukunft“, lautet das Fazit des Vorsitzenden Gerhard Eimer.

Als „Heimvolkshochschule“ wurde die Einrichtung 1953 gegründet – ein Name, unter dem das Barendorfer Gutshaus zwar nach wie vor bekannt ist, der aber seit 2001 der offiziellen Bezeichnung „Bildungs- und Tagungszentrum“ gewichen ist. im Trägerverein zusammengeschlossen sind Vertreter des Landvolkverbandes Niedersachsen, der Bauern-, Landfrauen- und Landjugendverbände sowie von drei Landkreisen. Aufgabe des BTO, so heißt es im Leitbild, sind „Bildungsmaßnahmen der außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung unter besonderer Berücksichtigung der Bildungsbedürfnisse im ländlichen Raum“.

Dabei wurden im Lauf der Jahrzehnte neue Schwerpunkte gesetzt: Zur engen Verzahnung mit der Landwirtschaftskammer kamen vor 20 Jahren Kurse zum Erwerb des Realschulabschlusses. „Weitere Schwerpunkte sind unsere pädagogischen Zusatzausbildungen“, erklärt Leiterin Oxana Klein, „sowie Seminare zu politischen Themen, etwa zur Lage in Ägypten und Syrien. Da erleben wir im Moment einen richtigen Boom.“

Große Schlafräume und Gemeinschaftsbäder gehören dagegen längst der Vergangenheit an. 85 Betten in Einzel- und Doppelzimmern mit Nasszelle stehen für Tagungs- und Seminargäste bereit. „Das Leben und Lernen soll hier Spaß machen“, betont Klein, die 2012 die pädagogische Leitung des Hauses von Dr. Dorothea Tödter übernommen hatte, „deswegen legen wir auch viel Wert auf gesundes und gutes Essen aus der Region.“ Ein Konzept, das bei den Gästen offenbar ankommt. „Die Auslastung liegt bei 75 bis 80 Prozent, darauf kann man stolz sein“, findet Vorstandsmitglied Jürgen Krumböhmer. Und Dr. Hans-Christian Hanisch ergänzt: „Das Haus kann sich am Markt behaupten, weil hier Qualität geboten wird.“ Auf den Mix aus Bewährtem und Neuem will man im BTO auch in Zukunft setzen: „Wir sind immer offen für Neues“, sagt Klein.