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Die Gemeinde Barendorf scheut auch die gerichtliche Auseinandersetzung nicht, um die Ortstafel zu versetzen. Foto: t&w
Die Gemeinde Barendorf scheut auch die gerichtliche Auseinandersetzung nicht, um die Ortstafel zu versetzen. Foto: t&w

Rat hält an Schilderklage fest

kre Barendorf. Ordentlich Sitzfleisch mussten Ratsmitglieder und Zuschauer am Dienstagabend mitbringen: Fast vier Stunden lang tagte der Barendorfer Gemeinderat im Dorfgemeinschaftshaus eine echte Marathonsitzung. Die erst einmal mit einer Verabschiedung begann: Heidrun Meißner (Grüne) gab ihr Ratsmandat zurück und scheidet somit aus dem Gemeinderat aus. Bürgermeister Kay Benson (Bürgerforum) dankte ihr mit Blumen für die geleistete Ratsarbeit. Einen Nachrücker konnten die Grünen für Meißner nicht benennen bis zum Ende der Legislaturperiode besteht der Rat deshalb auch nur noch aus zwölf statt wie vorgesehen aus 13 Mitgliedern. Ein Novum sicherlich, aber kein gravierendes Problem. Sollte es bei künftigen Abstimmungen mal zu einem Stimmenpatt kommen, gilt der betreffende Antrag als abgelehnt.

Ein Problem, das sich beim wohl wichtigsten Tagesordnungspunkt des Abends der Verabschiedung des Doppelhaushaltes für 2014 und 2015 freilich nicht stellte. Das Zahlenwerk passierte einstimmig die Ratshürde. Auch wenn im Ergebnishaushalt für beide Jahre ein Defizit von knapp 168000 Euro klafft. Da ist es gut, dass die Kommune über Rücklagen verfügt, um das Minus auszugleichen. Jeweils 10000 Euro will die Gemeinde allerdings in den kommenden beiden Jahren in die Sanierung der Straßenbeleuchtung investieren, um so langfristig bei den Strom- und Betriebskosten zu sparen. Ginge es nach dem Willen der Kommunalpolitiker, würde wohl auch ein Gemeindearbeiter demnächst bei der Gemeinde Barendorf anfangen. Arbeit für die Fachkraft gäbe es genug. Freilich, es mangelt am Geld: Rund 25000 Euro müsste die Kommune einplanen. Zuviel. ,,Das können wir uns leider nicht leisten“, so der Tenor. Dafür aber gibt es nochmal einen finanziellen Nachschlag für den Ausbau der Schulstraße: Rund 300000 Euro standen für diese Maßnahme bereits im Etat, jetzt wurden für 2014 noch einmal weitere 200000 Euro bewilligt.

Endgültig ausgestanden ist nun wohl der Streit um den Rechtsstatus der ,,Lesestube“ im Barendorfer Dorfgemeinschaftshaus: Mehrheitlich sprach sich der Rat dafür aus, dass die Lesestube eine Einrichtung der Gemeinde werden soll. Kein Resultat gibt es dagegen beim Streit um den richtigen Standort für das Ortsschild: Wie berichtet, will die Gemeinde die Tafel auf der B216 Richtung Reinstorfer Kreuz versetzen, der Kreis sagt Nein. Dagegen wird die Kommune nun klagen.