Aktuell
Home | Lokales | Ostheide | Neue Wege in der Jugendarbeit
Der Jugendtreff in Neetze bleibt an seinem gewohnten Platz im Kick Ostheide. Künftig kümmert sich jedoch das Albert-Schweitzer-Familienwerk zusammen mit Maik Peyko um die Neetzer Jugendarbeit. Foto: cw
Der Jugendtreff in Neetze bleibt an seinem gewohnten Platz im Kick Ostheide. Künftig kümmert sich jedoch das Albert-Schweitzer-Familienwerk zusammen mit Maik Peyko um die Neetzer Jugendarbeit. Foto: cw

Neue Wege in der Jugendarbeit

emi Süttorf. „Wir sind alle froh, dass der Grundstein für eine vernünftige Jugendarbeit gelegt ist“, schloss Neetzes Bürgermeister Heinz Hagemann am Montagabend den Tagesordnungspunkt „Jugendtreff“ ab. Kurz zuvor hatte der Gemeinderat Neetze im Café am Reiterhof in Süttorf einstimmig bei vier Enthaltungen beschlossen, den Vertrag mit dem Albert-Schweitzer-Familienwerk (ASF) zu unterschreiben: Der gemeinnützige Verein wird sich demnach zunächst für die Dauer von einem Jahr mit dem Jugendpfleger Maik Peyko um die lange Zeit brachliegende Jugendarbeit Neetzes kümmern am gewohnten Ort. Der Rat sprach sich einstimmig für den Nutzungsvertrag mit dem Diakonieverband „Sanon“ über die Räumlichkeiten im „Kick“ an der Lüneburger Landstraße aus.

Bereits seit 2003 ringt die Gemeinde Neetze um den Erhalt des Jugendtreffs. Damals war der Vertrag zwischen Kirche und Gemeinde ausgelaufen, der die Finanzierung gesichert hatte. Der Neetzer Horst Komoss gründete daraufhin kurzerhand den Verein Bürgerhilfe Jugendtreff: Innerhalb kürzester Zeit fanden sich etliche Firmen, die dem Verein beitraten oder ihn finanziell unterstützten. Die personelle Betreuung übernahm das „Kick“ Ostheide. Doch als vor drei Jahren immer weniger Jugendliche kamen und im Juni 2013 der Vertrag mit dem „Kick“ auslief, machten sich Verein und Gemeinde auf die Suche nach neuen Lösungen.

Bei einer Zukunftswerkstatt mit Maik Peyko im März dieses Jahres durften Kinder und Jugendliche ihren Traumtreff basteln. Zusätzlich wurden rund 350 Fragebögen an Schulen verteilt, um herauszufinden, was die Heranwachsenden sich wirklich wünschen. Die Ergebnisse sollen nach der Sommerpause im Finanz- und Dorfausschuss präsentiert werden.

Auf LZ-Nachfrage gibt Maik Peyko das grobe Konzept vor: „Der erste Schwerpunkt wird sein, in Kooperation mit der Jugendpflege Bleckede gemeinsame Ferienfahrten zu unternehmen, die Neetzer stärker zu involvieren.“ Der zweite Schritt sei eine feste Gruppe mit voraussichtlich zwei Veranstaltungen pro Woche. „In einem dritten Schritt wollen wir auf die Vereine zugehen, inwieweit wir zusammenarbeiten können. Wir wollen keine Konkurrenz schaffen, sondern ein Netzwerk bilden.“

Ein weiteres Thema im Neetzer Gemeinderat war das geplante Baugebiet „Barskamper Weg“ am Ortsausgang Richtung Bleckede. Im Zuge der Erschließung des Gebietes soll zwischen der Landesstraße 221 und dem Abzweig zum Sportplatz ein Kreisel gebaut werden. Die für die L221 zuständige Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr fordert eine Ablösevereinbarung, weil ihr durch den Kreisverkehr ein Mehraufwand in der Pflege entstünde. Die Ratsmitglieder beschlossen jetzt, dass sich die Gemeinde mit maximal 100000 Euro an der Ablösevereinbarung zur Unterhaltung des Kreisels beteiligen wird. Die Kosten für die Herstellung des Kreisels in Höhe von 350000 Euro werden dem Baugebiet zugeschlagen und damit auf die zukünftigen Bauherren verteilt.