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Das Feuerwehrhaus der Gemeinde Reinstorf und der Bauhof der Samtgemeinde Ostheide sollen künftig auf einem Areal stehen, die Verantwortlichen erhoffen sich Synergieeffekte. Grafik: nh/ Architektenbüro Schröder
Das Feuerwehrhaus der Gemeinde Reinstorf und der Bauhof der Samtgemeinde Ostheide sollen künftig auf einem Areal stehen, die Verantwortlichen erhoffen sich Synergieeffekte. Grafik: nh/ Architektenbüro Schröder

Großprojekt rückt näher

pet Thomasburg. Die Planungen für einen neuen Bauhof für die Samtgemeinde Ostheide in Reinstorf, verbunden mit einem Feuerwehrhaus für die örtlichen Brandschützer, laufen seit drei Jahren. In der jüngsten Sitzung des Samtgemeinderats in Thomasburg ist das Großprojekt jetzt wieder einen Schritt vorangekommen: Einstimmig beschlossen die Ratsmitglieder die Änderung des Flächennutzungsplans, der Bauantrag ist bereits gestellt.

Etwa 1,7 Millionen Euro sind für das Vorhaben in Reinstorf im Haushalt der Samtgemeinde eingeplant. Schon seit langem warten die Reinstorfer Feuerwehrleute auf ein neues Domizil für Fahrzeuge und Ausrüstung ihr bisheriges Gebäude ist zu klein. Der Bauhof der Samtgemeinde Ostheide ist bisher in einer ehemaligen Landmaschinenwerkstatt in Reinstorf untergebracht. Samtgemeindebürgermeister Norbert Meyer (CDU) hofft nun, ,,das wir im Frühherbst mit den Bauarbeiten beginnen können“.

Nur eine Entscheidung fiel im Rat nicht mit den Stimmen aller Mitglieder als es um die ,,probeweise Übernahme des Aufgabengebietes ,Kommunaler Fahrdienst/Bürgerbus von den Mitgliedsgemeinden“ ging, gab es drei Enthaltungen. Fachbereichsleiter Dennis Neumann berichtete über die Vorbereitungen für das geplante neue Angebot der Samtgemeinde. Die Samtgemeinde habe alle Mitgliedsgemeinden gebeten, die eigentlich ihnen zukommende Aufgabe an sie zu übertragen.
In anderen Kommunen gebe es das System des kommunalen Fahrdienstes oder des Bürgerbusses schon, in der Samtgemeinde Ostheide soll mit den verschiedenen Systemen innerhalb eines Jahres ,,experimentiert“ werden. Man müsse untersuchen, was auf die Samtgemeinde passt, ,,ein regionaler Linienverkehr oder etwa wie ein Taxi auf Abruf“.

Neumanns Appell ging an alle Mitgliedsgemeinden mitzumachen, ,,denn sonst wird die Umsetzung schwierig“. Die Samtgemeinde verfügt für das Projekt über einen VW-Bus, acht bis zehn Fahrer haben sich bereits gemeldet. Die im Probejahr entstehenden Kosten bewegen sich damit in einem ,,überschaubaren Rahmen“.

Rudolf Giera (CDU) sprach sich im Prinzip für das Projekt aus, das Verfahren ging ihm aber ,,zu schnell“. Eine bessere Absprache mit den Mitgliedsgemeinden wäre aus seiner Sicht ,,hilfreich“ gewesen. ,,Wir sollten das Projekt positiv begleiten, wir sollten das ausprobieren. In Amelinghausen ist das eine tolle Sache“, befand Axel Muth (SPD). Zuwenig Resonanz auf die Fragebogenaktion zum Thema Fahrdienst/Bürgerbus bemängelte Joern Krumstroh (CDU) nur 60 von 4000 Fragebögen waren bei der Samtgemeinde eingegangen.

Einig waren sich die Ratsmitglieder auch darin, die neue Kindertagesstättenvereinbarung zwischen Landkreis Lüneburg und den Gemeinden, Städten und Samtgemeinden anzunehmen darin werden unter anderem die jährlichen Betriebskostenzuschüsse des Kreises an die Kommunen ab dem laufenden Jahr um 800000 Euro und für 2015 um 1,6 Millionen Euro angehoben.

Einstimmig fiel die Wahl für Dennis Neumann aus, der als Nachfolger des zum 31. Juli aus dem Dienst ausscheidenden Rainer Sievers zum Allgemeinen Stellvertreter von Bürgermeister Meyer gewählt wurde. Als neues Ratsmitglied verpflichtet wurde Martina Habel (SPD), die für Burkhard Meyer (SPD) in den Rat nachrückt Meyer hatte auf sein Mandat verzichtet. Für Burkhard Meyer wurde Dieter Schröder (SPD) als Vertreter der Samtgemeinde in die Mitgliederversammlung des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebunds gewählt.