Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Diskutiert wird derzeit in der Gemeinde Barendorf die Erschließung der Flächen angrenzend an den Edeka-Markt. Der Betreiber möchte die Verkaufsfläche von  1200 auf 1900 Quadratmeter erweitern, zudem könnte sich dort ein Drogeriemarkt ansiedeln. Foto: t&w
Diskutiert wird derzeit in der Gemeinde Barendorf die Erschließung der Flächen angrenzend an den Edeka-Markt. Der Betreiber möchte die Verkaufsfläche von 1200 auf 1900 Quadratmeter erweitern, zudem könnte sich dort ein Drogeriemarkt ansiedeln. Foto: t&w

Einkaufscenter in Barendorf?

kre Barendorf. 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche sind nicht genug. Die Geschäfte in Barendorf nämlich laufen gut. So gut, dass der Edeka-Supermarkt nur wenige Jahre nach Neueröffnung schon wieder aus allen Nähten zu platzen droht. Deshalb möchte der Betreiber den Markt erweitern. Am liebsten auf 1900 Quadratmeter Verkaufsfläche. Mit diesem Vorhaben und einer möglichen Entwicklung der gemeindeeigenen Gewerbefläche südlich des Edeka-Marktes beschäftigte sich jetzt der Entwicklungsausschuss der Gemeinde Barendorf. Denn auch für die 5800 Quadratmeter große Freifläche neben dem Edeka-Markt gibt es Interessenten allen vorweg: eine große Drogeriemarktkette.

Das wäre auch ganz im Sinne der Bürger, denn bei den Barendorfern steht ein Drogeriemarkt ganz oben auf der Wunschliste. Das hatte der CDU-Ortsverband während einer Bürgerbefragung direkt vor Ort herausgefunden. ,,Von 50 abgegebenen Stimmen hatten sich 23 Prozent für die Ansiedlung eines Drogeriemarktes ausgesprochen, 17 Prozent wünschten sich ein kleines Café, ein Lokal oder Eiscafé. Elf Prozent sprachen sich für die Fläche neben dem Edeka-Markt für die Ansiedlung kleinerer Geschäfte, etwa eines Bioladens oder Blumengeschäfts, aus“, stellte CDU-Fraktionschef Jörn Krumstroh während der Fachausschusssitzung die Ergebnisse der Befragung vor. Wenig bis gar keine Chancen haben dürften dagegen die Wünsche nach einer Kfz-Werkstatt oder einem Sonnenstudio auf dieser Fläche.

Doch das Problem, das die Barendorfer haben, ist, dass sie als sogenanntes Grundzentrum nur eine Verkaufsfläche von 2000 Quadratmetern vorhalten dürfen. Ein planerisches Schutzschild, um von benachbarten Gemeinden nicht zuviel Kaufkraft abzuziehen.

Mit der geplanten Erweiterung des Edeka-Marktes wird diese planerische Höchstgrenze fast schon ausgeschöpft. Siedelt sich dann aber noch ein Drogeriemarkt zusammen mit ein- oder zwei kleinen Geschäften auf der Freifläche an, ,,kommen wir auf 2900 Quadratmeter Verkaufsfläche“, rechnet Barendorfs Gemeindedirektor Dennis Neumann vor. Ein Gutachten soll deshalb die Kaufkraftströme und -entwicklung untersuchen. Auch vor dem Hintergrund der Entwicklungen in Lüneburg und Scharnebeck. Neumann: ,,Für unseren Edeka-Markt gibt es schon ein Gutachten, das muss jetzt mit Blick auf die mögliche Ansiedlung eines Drogeriemarktes auf der Freifläche erweitert werden“. Der Gemeindedirektor hofft, dass die Ergebnisse des Gutachtens spätestens Ende des erstens Quartals 2015 auf dem Tisch liegen.

Bevor aber Bauarbeiter auch beim Edeka Hand anlegen können, um den Markt zu erweitern, fordern die Barendorfer Ratspolitiker noch einige planerische Änderungen ein: Sei es bei der Dachgestaltung, sei es bei der Gestaltung der Seitenwand: Rankhilfen und Gehölze, so die Ausschussmitglieder, sollen die Wand des Marktes entlang der B 216 nicht nur optisch attraktiver machen, sondern auch dem Schallschutz dienen. Auch bei der Farbgestaltung des Baus wollen die Ratsherren ein Wörtchen mitreden.

Mit Spannung beobachten wird auch die Sparkasse die weitere Entwicklung in Barendorf. Denn auch das Geldinstitut plant, auf die andere Straßenseite zu wechseln. Ein Vorhaben, das in dem Augenblick Realität werden könnte, wenn die 5800 Quadratmeter große Freifläche erschlossen wird. Der Charme an diesem Plan: „Der Umzug der Sparkasse wird nicht in die Quadratmeter-Obergrenze eingerechnet“, erläutert Dennis Neumann und setzt nach: ,,Klar ist allerdings auch, dass im Falle des Standortwechsels eine Nachnutzung für das jetzige Sparkassen-Areal gefunden wurden muss.“