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Oberschuldirektor Rainer Griebel (l.) und Bauhofleiter Frank Offenmüller (r.) sowie die am Bau Beteiligten umrahmen das 1:100-Modell des Scharnebecker Schiffshebewerks, das in den zurückliegenden zwei Jahren entstanden ist. Foto: be
Oberschuldirektor Rainer Griebel (l.) und Bauhofleiter Frank Offenmüller (r.) sowie die am Bau Beteiligten umrahmen das 1:100-Modell des Scharnebecker Schiffshebewerks, das in den zurückliegenden zwei Jahren entstanden ist. Foto: be

Schiffshebewerk ganz klein +++ mit Fotos

pet Scharnebeck. Es ist ein bisschen wie im Miniatur Wunderland in Hamburg: Jahrelang ist an dem maßstabsgerechten Nachbau gearbeitet worden, auf Knopfdruck bewegen sich die Tröge des Scharnebecker Schiffshebewerks, in der Realität 100 Meter lang, im Modell messen sie 100 Zentimeter, auf und ab. Autos unterqueren den Kanal, winzige Fußgänger bestaunen das technische Wunderwerk. Entstanden ist das Ganze in einer Kooperation zwischen der Oberschule am Schiffshebewerk in Scharnebeck und dem Bauhof des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Uelzen am Schiffshebewerk.

,,Ein außergewöhnliches Projekt, in das ungezählte Stunden Arbeit geflossen sind. Das ist ein echter Hingucker mit ganz vielen Details“, erklärte Rainer Griebel, Direktor der Oberschule, bei der Einweihung des Modells. Das wird jetzt in der Schule ausgestellt. Und auch Frank Offenmüller, Leiter des Bauhofs, war ,,froh, glücklich und stolz“, vor dem fertigen Modell zu stehen.
Vor zwei Jahren hatten die Oberschule und das WSA, vertreten durch den Bauhof am Schiffshebewerk, einen Kooperationsvertrag geschlossen. Eine solche Vereinbarung hatte es schon zwischen Hauptschule und WSA gegeben. Als die Hauptschule aufgelöst wurde, ,,blieb dann auch die Kooperation auf der Strecke“, so Griebel. Bestandteile der im Sommer 2012 geschlossenen neuen Kooperation sind Besuche aller fünften Klassen der Oberschule im Schiffshebewerk und ein gemeinsames Foto aller Angehörigen von Schule und Betriebshof, das im September 2012 gemacht wurde.

Ein weiteres Element der Kooperation ist das Angebot für Schüler des 9. Jahrgangs, regelmäßig in der Lehrwerkstatt des Schiffshebewerks zu arbeiten. Schulleiter Griebel hatte schon bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags orakelt: ,,Vielleicht kommt am Ende sogar ein kleines Modell des Schiffshebewerks dabei heraus.“

Griebel behielt Recht: Im vergangenen und im laufenden Schuljahr machten sich an jedem Mittwoch jeweils vier der 16 Neuntklässler, die als Wahlpflichtkurs das Profil ,,Technik“ gewählt hatten, regelmäßig auf den Weg zum nahen Schiffshebewerk. Dort arbeiteten sie für vier Schulstunden gemeinsam mit den Lehrlingen des ersten Lehrjahrs an dem Hebewerks-Modell im Maßstab 1:100. Die Lehrer Stephanie Willner, Ulrich Holländer und Steffi Rahming betreuten die Schüler, die Ausbilder Lothar Käding, Arne Möller und Florian Mesenbrink sorgten für die fachliche Anleitung.

,,Unser Ziel ist es, im Rahmen der Berufsorientierung möglichst realitätsnahe Angebote im Bereich der Wahlpflichtkurse anzubieten“, erklärte Schulleiter Griebel. Dafür sei die Lehrwerkstatt, wo junge Leute in dreieinhalb Jahren zu Mechatronikern und Elektrikern für Betriebstechnik ausgebildet werden, ideal.

Das Modell des Schiffshebewerks ist ein gelungener Anfang, aber die gemeinsame Arbeit in der Lehrwerkstatt soll weitergehen, wie Schulleiter Griebel und Bauhofleiter Offenmüller erklärten. Eine ,,Zeitmaschine“, so Frank Offenmüller, soll ab dem nächsten Schuljahr in Gemeinschaftsarbeit entstehen. Ein kompliziertes und ausgeklügeltes System von Zahnrädern unterschiedlicher Größe soll die sechs Jahre, die ein Schüler von der fünften Klasse bis zur Mittleren Reife braucht, abbilden.