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Vor zahlreichen Gästen montierten Zimmermeister Ron Meincke und seine Kollegen Thomas Auber und Ulrich Matthies (v.l.) kurz nach dem Fototermin den vom Landfrauenverein Echem geschmückten Richtkranz an einem Hallenneubau. Foto: t&w
Vor zahlreichen Gästen montierten Zimmermeister Ron Meincke und seine Kollegen Thomas Auber und Ulrich Matthies (v.l.) kurz nach dem Fototermin den vom Landfrauenverein Echem geschmückten Richtkranz an einem Hallenneubau. Foto: t&w

Richtkranz am Millionenbau

kre Echem. Ein ,,Leuchtturmprojekt“ soll es werden. Mit ,,Strahlkraft über die Grenzen Niedersachsens hinaus“, ein ,,Aushängeschild“: An Superlativen sparte man gestern nicht bei der Richtfestfeier in Echem, auch nicht an selbstbewusstem Auftreten. Rund 25 Millionen Euro werden zurzeit auf dem Gelände des Landwirtschaftlichen Bildungszentrums (LBZ) ausgegeben für Neubau und Modernisierung der Bildungsstätte für die Schweine- und Rinderhaltung.

,,Wir bewegen uns im zeitlichen und im finanziellen Rahmen, was für ein so großes Bauvorhaben nicht selbstverständlich ist“, freute sich LBZ-Geschäftsführerin Martina Wojahn. Immerhin handle es sich bei dem Projekt in Echem um das größte Bauvorhaben, das die Landwirtschaftskammer Niedersachsen bislang bewältigen musste. ,,Wir haben das Ziel, ein Bildungszentrum für landwirtschaftliche Nutztierhaltung mit einer Strahlkraft weit über die Grenzen Norddeutschlands hinaus zu werden“, legte die Geschäftsführerin die Messlatte hoch und fügte hinzu: ,,In der Klauenpflege sind wir das bereits. Jetzt werden wir mit weiteren Schwerpunkten nachziehen.“

Ziel der LBZ sei es, den Landwirten Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Ökologie und Tiergerechtigkeit, Ökonomie und soziale Aspekte zusammengehen: ,,Wir stehen für eine nachhaltige Nutztierhaltung“, beteuerte Martina Wojahn. Hintergrund: Mit der Erweiterung des LBZ in Echem wird die Landwirtschaftskammer dort die überbetriebliche Ausbildung aller angehenden Landwirte im Bereich der Schweine- und Rinderhaltung konzentrieren. Der bisherige Ausbildungsstandort für den Bereich Schwein in Wehnen bei Oldenburg wird Anfang 2016 geschlossen. Die Ausbildung findet dann in Echem statt.

„Wir sind auf einem guten Weg“, stellte auch der Präsident der Landwirtschaftskammer, Arendt Meyer zu Wehdel, fest. Er betonte, dass das LBZ Echem zu einem herausragenden Standort für die Berufsausbildung zum Landwirt weiterentwickelt werde. „Neue Erkenntnisse zu Tierhaltung und Verbraucherschutz können zukünftig von hier aus zügig in die Praxis umgesetzt werden“. Zudem solle das LBZ als „Schaufenster Landwirtschaft“ der Gesellschaft die Möglichkeit bieten, sich umfassend und realistisch über die heutigen Formen der Landwirtschaft zu informieren.

Bis zu 1800 Azubis und 5000 Kursteilnehmer jährlich sollen künftig zu Themen der Tierhaltung in Echem geschult werden. Um für sie beste Bedingungen zu schaffen, bewegen 150 Handwerker 200000 Kubikmeter Sand und Kies, 7000 Kubikmeter Beton, jede Menge Stahl und 160000 Verbundsteine.