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Familienfest am Inselsee

ina Scharnebeck. Selbst mit über hundert Besuchern wirkt die Gegend um den Scharnebecker Inselsee idyllisch. Leises Plätschern, Kinderlachen, sattes Grün, wohin das Auge schaut. Ein Idyll, das es zu erhalten gilt. Das dachte sich vor rund acht Jahren der Förderverein Inselsee und gründete eine vitale Gemeinschaft. Seitdem ist viel passiert: Rodungen, Sanierungsarbeiten, Wiederaufbau des abgebrannten DLRG-Hauses. Und die Einführung eines einmal jährlich stattfindenden Familienfestes am Nordufer.

„Wir sind froh, dass das Wetter hält“, sagt Joachim Pflücker, der als zweiter Vorsitzender des Fördervereins maßgeblich an der Organisation des jüngsten Festes beteiligt war. Die erste Vorsitzende Karin-Ose Röckseisen, die neben ihm in der Sonne sitzend das bunte Treiben beobachtet, ergänzt: „Wir haben schon jede Menge Spiele gemacht. Gleich ist das Flossenrennen dran.“

Zahlreiche Sandburgen zieren das Ufer, gewonnene Wasserpistolen, Sandeimer und Buntstifte liegen auf den Tischen herum, ein dickes Tau diente gerade einem Wettkampf zwischen Jungen und Mädchen, Männern und Frauen. Den ersten Durchgang konnte die Bikini-Mannschaft für sich verbuchen, im zweiten setzten sich – mit SPD-Bürgermeister Dr. Dieter Heidelmann am Seil – die stärkeren Männer durch.

Rund 150 000 Euro kostete einst die Gesamtsanierung des heruntergekommenen Geländes. „Um den See war ein Zaun gebaut, und die Ufer waren voll Müll und verwildert“, erinnert sich Karin-Ose Röckseisen, die für ihr „besonderes Engagement und ihre vorbildlichen Verdienste um den Nächsten“ im Februar 2012 das Bundesverdienstkreuz erhielt.

Vor zehn Jahren rutschte bei Arbeiten am Ufer im Westen des Sees eine Böschung mit Frontlader, Traktor und Hänger ab – ein Gemeindearbeiter ertrank (LZ berichtete). Doch trotz dieses tragischen Ereignisses gelang dem Förderkreis 2005 die Wiedereröffnung des Sees, der heute Anziehungspunkt für zahlreiche Besucher ist. „An einem Wochenende kommen bestimmt über tausend Badegäste“, sagt Geländewart Gerhard Budde. „Mister Inselsee“, wie die erste Vorsitzende ihn lobend nennt.

Das nächste Ziel des Vereins ist ein stabiles Klettergerät für Kinder. „Das kostet mehrere Tausend Euro“, sagt Karin-Ose Röckseisen: „Sponsoren habe ich schon, aber das Geld reicht leider noch nicht aus.“ Spenden sind also weiter willkommen.