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Das Lüneburger Unternehmen Datacolor stellt für andere Firmen Kundenkarten her. Foto: A
Das Lüneburger Unternehmen Datacolor stellt für andere Firmen Kundenkarten her. Foto: A

Zukunft für Datacolor

ca Lüneburg. Das angeschlagene Unternehmen Datacolor hat eine Zukunft. Die Borek Kommunikation GmbH aus Osterwieck im Harz übernimmt die Lüneburger Firma Anfang März. Damit blieben 120 Vollzeitstellen erhalten, mit Teilzeitjobs geht es nach Unternehmensangaben um insgesamt rund 150 Arbeitsplätze. Das teilte Datacolor am Montag, 10. Februar, mit.

Der Betrieb hatte im Sommer vergangenen Jahres ein sogenanntes Schutzschirmverfahren beantragt, ein Insolvenzverfahren in Eigenregie. Damals beschäftigte man im Lüneburger Hafen 180 Mitarbeiter. Ein Teil sei inzwischen entlassen worden oder habe selbst gekündigt.

Datacolor stellt für andere Unternehmen beispielsweise Telefon-, Versicherten-, Club- und Kundenkarten her. Borek arbeitet in einem ähnlichen Bereich. Der neue Eigentümer Henning Borek sagt, beide Firmen passten ,,perfekt zusammen bei Print-, Logistik-, Marketing- und Fulfillment-Lösungen. Wir haben die Chance ergriffen, und können künftig unseren Kunden einen einzigartigen Leistungsverbund mit zirka 400 erfahrenen Mitarbeitern anbieten.“ Man wolle neue Kunden gewinnen und das Geschäft mit bestehenden Partnern ausbauen.

Datacolor soll unter dem bekannten Namen weiterarbeiten. Allerdings soll nach Auskunft einer Unternehmenssprecherin ein Umzug innerhalb des Gewerbegebiets Hafen anstehen. Das alte Gebäude sei angesichts der gesunkenen Mitarbeiterzahl inzwischen zu groß geworden.

Ins Trudeln geraten war die im Jahr 1978 gegründete Firma Datacolor, als das Unternehmen zwei seiner Filialen in Süddeutschland schloss und einen Teil der 116 Beschäftigten in die Zentrale nach Lüneburg holen wollte. Was als Rettung geplant war, endete in der Insolvenz. Geschäftsführer Thomas Becker hatte im August vergangenen Jahres erklärt: ,,Die Kosten fallen höher aus als ursprünglich geplant.“