Aktuell
Home | Lokales | lokale Wirtschaft | 32 Mitarbeiter bangen um Jobs
3107690.JPG

32 Mitarbeiter bangen um Jobs

ca Lüneburg. Nach mehr als 90 Jahren Firmengeschichte droht dem Lüneburger Zulieferbetrieb für die Druck-Industrie Barenschee das Aus. 28 Mitarbeiter sowie vier Aushilfen bangen aktuell um ihre Jobs. Die Geschäftsführung musste jetzt den Gang zum Insolvenzgericht antreten.

Das Gericht hat bereits den Lüneburger Juristen Thomas Becker zum vorläufigen Verwalter berufen. Der berichtet, dass der Betrieb an der Bleckeder Landstraße seit einiger Zeit in Schwierigkeiten stecke: Da viele Verlage mit sinkenden Zeitungsauflagen zu kämpfen haben, werden weniger Druckmaschinen benötigt und dementsprechend auch weniger Automaten für die Druckvorstufe. Da nutze es auch wenig, dass die Lüneburger in dieser Sparte zu dem halben Dutzend führender Spezialisten in der Welt zählten, sagte Becker gegenüber der LZ, es kämen zu wenig Aufträge herein.

Seit Anfang des Jahres fährt Barenschee Kurzarbeit, im Februar konnten die Gehälter nicht vollständig gezahlt werden. Becker bemüht sich nun bei der Agentur für Arbeit um Insolvenzausfallgeld, das maximal drei Monate gewährt wird. Die Verbindlichkeiten des Unternehmens sollen sich auf rund 350 000 Euro belaufen, plus der nicht gezahlten Gehälter.

In seiner bisherigen Form dürfte das 1919 als Werkstatt für Landmaschinen gegründete Unternehmen nur wenig Chancen haben, sagt Becker. Sein Ansatz: Neben der Drucksparte muss eine weitere Nische für die Maschinenbauspezialisten gefunden werden. „Dafür braucht es Partner, die Produktion nach Lüneburg geben“, sagt Thomas Becker, der sich nun auf die Suche nach Interessenten macht: „Sonst droht die Schließung.“