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Konjunkturelles Frühlingserwachen

lz Lüneburg. Die regionale Wirtschaft zeigt sich trotz widriger Witterungseinflüsse im ersten Quartal stabil. Der Konjunkturklimaindex, den die Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg bei rund 320 Unternehmen ermittelt, blieb mit 110 von 200 möglichen Punkten konstant. Zwar beurteilen die Unternehmen ihre gegenwärtige Geschäftslage schlechter als noch im Herbst, doch mit dem einsetzenden Frühling wächst zugleich auch der Optimismus. Jeder vierte Betrieb rechnet nach dieser Umfrage in den nächsten Monaten mit besseren Geschäften.

„Die regionale Wirtschaft konnte der schlechten Witterung, der Euro-Krise und den hohen Energie- und Rohstoffpreisen erfolgreich trotzen. Die Beschäftigungs- und Investitionsplanungen zeigen nach oben“, fasst IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert die Ergebnisse der Umfrage zusammen.

Die Industrie – im Herbst 2012 noch Schlusslicht unter den Hauptbranchen – legte kräftig zu. Der Indexwert kletterte um vier Punkte auf 113 Punkte und liegt damit 18 Punkte über dem Drei-Jahres-Tief von vor einem halben Jahr. 38 Prozent der Betriebe berichten von gestiegenen Auftragseingängen, allerdings beurteilt nahezu jedes dritte Unternehmen den Auftragsbestand als zu klein.

Im Baugewerbe standen aufgrund des ungewöhnlich kalten und langen Winters viele Baustellen still. Der März fiel somit fast komplett aus und sorgte in vielen Unternehmen für Liquiditätsengpässe. Allerdings äußern sich die Betriebe im Bezirk der IHK Lüneburg-Wolfsburg bedingt durch die verbesserte Witterung für die kommenden Monate überwiegend optimistisch.

Der Einzelhandel blickt auf einen schwierigen Start ins Jahr 2013 zurück. Aufgrund der kalten Witterung blieb die Frühlingsware in den Regalen liegen. Deutliche Preisabschläge waren die Folge. 30 Prozent der befragten Betriebe beurteilen ihre derzeitige Lage als schlecht. Vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei 13 Prozent. Viele Händler rechnen allerdings damit, dass das wärmere Wetter die Kunden zurück in die Geschäfte bringt.

Im Großhandel gehen die Meinungen weit auseinander: 43 Prozent bewerten ihre Lage als gut, 30 Prozent als schlecht. Vor allem bei konsumnahen Sortimenten bekommt der Großhandel die Kaufzurückhaltung im Einzelhandel deutlich zu spüren.

Das Dienstleistungsgewerbe konnte sich vom konjunkturellen Rückgang Mitte letzten Jahres noch nicht erholen. Besonders die Bewertung der aktuellen Geschäftslage fällt im Bereich der unternehmens-bezogenen Dienstleister schlecht aus. 37 Prozent der Betriebe rechnen aber auch hier laut dem IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert mit besseren Geschäften im Jahresverlauf.