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Ausbaupläne der Firma Fuller ernten viel Lob

as Lüneburg. Große Zustimmung gab es im Bauausschuss für die Erweiterungspläne des Klebstoffproduzenten H.B. Fuller, der an seinem Lüneburger Standort ein Verwaltungs-, Kunden- und Forschungszentrum bauen möchte. Die Politiker nahmen den Entwurf des Bebauungsplanes zustimmend zur Kenntnis, der nun in die öffentliche Auslegung geht, sodass Bürger noch Anregungen und Wünsche einbringen können.

Geplant ist ein Komplex mit drei Gebäudeteilen und 2300 Quadratmetern Gesamtnutzfläche auf dem Areal, auf dem bisher die Zubringer-Gleise zum Betriebsgelände verliefen. Im westlichen Riegel mit drei Geschossen sollen vorwiegend Büros und Laborräume untergebracht werden, im eingeschossigen Mittelbau Kantine, Besprechungsräume und Haustechnik, der östliche Teil soll für Forschungszwecke genutzt werden. Hinter den Gebäuden sollen Parkplätze entstehen, gegenüber eine Lkw-Stellplatzschleife. Geplant ist auch eine neue Zufahrt mit Ampel von der Willy-Brandt-Straße, die zwischen dem Erweiterungsbau und dem Discounter Lidl liegt. Diese wird die bestehende Zufahrt zu Lidl – der Discounter hat ebenfalls Erweiterungspläne – ersetzen. Im Zuge des Fuller-Projektes ist eine 85 Meter lange und 2,50 Meter hohe Lärmschutzwand entlang der Häuser Wilschenbrucher Weg 108 bis 102 geplant.

Als externe Ausgleichsfläche soll eine fünf Hektar große Ackerfläche bei Oedeme genutzt werden. Eigentümer ist die Stiftung „Hospital zum Großen Heiligen Geist“, die von der Stadt verwaltet wird. Ulrich Löb (Grüne) machte deutlich, dass er sich eine solche Fläche in unmittelbarer Nähe gewünscht hätte. Oberbürgermeister Ulrich Mädge verwies darauf, dass das ganze Ilmenautal bereits als Ausgleichsfläche genutzt werde.

Löb appellierte auch an Fuller, dass die Eisenbahnbrücke, die laut dem Landesamt für Denkmalpflege ein Denkmal ist, nicht abgerissen wird. Stadtbaurätin Heike Gundermann hatte zuvor erklärt, dass es Sache der Firma sei, wie sie damit umgehe. Eberhard Manzke sagte für die CDU: „Wir begrüßen die Entwicklung bei Fuller, weil dort Arbeitsplätze geschaffen werden.“ Wenn Löb die Eisenbahnbrücke so am Herzen liege, solle Fuller sie der Stadt schenken, meinte Manzke süffisant mit Blick auf mögliche Kosten für den Erhalt. Mädges Kommentar: „Manche Geschenke würde ich ablehnen.“

Grünes Licht gab es im weiteren Verlauf der Sitzung für den Bebauungsplan des Quartierzentrums Hanseviertel.