Donnerstag , 8. Dezember 2016
Aktuell
Home | Lokales | lokale Wirtschaft | Mehr Arbeit für Lüneburg
3250430.jpg

Mehr Arbeit für Lüneburg

ca Lüneburg. Die Lage der Autoindustrie schaut für viele Unternehmen nicht gut aus, das gilt auch für Johnson Controls. Doch Lüneburg profitiert davon: „Wir planen den Ausbau des Standorts“, sagt Unternehmenssprecherin Astrid Schafmeister. „Wir verlagern die Herstellung von Formhäuten für Instrumententafeln, von sogenannten Slush-Häuten, von Peine nach Lüneburg.“ So sollen Kosten für die Logistik gesenkt, Materialbestände reduziert und Abläufe verbessert werden. Der Betrieb gehört zu den größten Lüneburger Arbeitgebern, rund 1000 Männer und Frauen zählt die Belegschaft, dazu kommen rund 50 Leiharbeiter.

Hintergrund der Entscheidung seien die stark rückläufige Auftragslage und fehlende Neuaufträge beziehungsweise das Auslaufen von Modellreihen, erklärt die Sprecherin. Projekte, die derzeit noch in Peine liefen, sollten künftig in den Werken an der Lüner Rennbahn und in der Goseburg betreut werden. In Peine liefen Verhandlungen über einen Sozialplan, Ende des Jahres soll der Betrieb dort eingestellt werden. Peine war im Jahr 2010 zum Reich des weltweit agierenden Johnson-Controls-Konzerns dazugekommen, damals hatten die Amerikaner einen anderen Hersteller übernommen.

Es ist nicht die einzige Schließung. Johnson Controls lässt einem Bericht der Westdeutschen Zeitung zufolge im nächsten Jahr auch in Grefrath in Nordrhein-Westfalen die Lichter ausgehen, obwohl man dort rentabel arbeite. Der dortige Geschäftsführer soll die Lage so umrissen haben: „Wir haben in Deutschland zehn Standorte, aber nur Arbeit für sieben.“

Auch in der Hansestadt sind Auswirkungen der wirtschaftlich angespannten Lage der Autobranche zu spüren. Da man aus Lüneburg Teile für Opel liefert, dieses Unternehmen bekanntlich aber Probleme hat, sei die „Opel-Line von drei auf zwei Schichten“ heruntergefahren worden.