Aktuell
Home | Lokales | lokale Wirtschaft | Ortsumgehung soll sicherer werden
3268672.jpg

Ortsumgehung soll sicherer werden

kre Dahlenburg. Straßen gelten als Lebensadern der Wirtschaft: Das sehen auch die Landkreise Lüneburg und Lüchow-Dannenberg so, die 2007 eine Untersuchung in Auftrag gaben mit dem Ziel, die Bundesstraße 216 verkehrssicherer zu machen. Das soll jetzt passieren – und gleichzeitig der Landkreis Lüchow-Dannenberg besser an Lüneburg und die Metropolregion Hamburg angebunden werden. Mit dem Ausbau der Bundesstraße 216 – und hier konkret mit dem Ausbau der 2003 eingeweihten Ortsumgehung Dahlenburg. Das Planfeststellungsverfahren läuft. Die Ratsmitglieder der Samtgemeinde Dahlenburg werden sich mit den Ausbauplänen in ihrer nächsten Sitzung am kommenden Dienstag, 28. Mai, um 19.30 Uhr im Gasthaus Adam befassen.

Geplant ist der Bau von zusätzlichen Überholfahrstreifen in beide Richtungen. Die sogenannte 2+1-Lösung, die Autofahrer auch von der Ortsumgehung Uelzen her kennen. „Der Entwurf steht“, sagt Dirk Möller, Leiter des Fachbereichs Lüneburg bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Er hofft, dass das Planfeststellungsverfahren bis Anfang nächsten Jahres abgeschlossen sein wird, mit den Bauarbeiten dann 2015 begonnen werden kann. „Letztlich hängt das aber von den Haushaltsmitteln ab“, erläutert Möller, der zu den Kosten des Projektes gestern noch nichts sagen konnte.

„Die westliche Überholspur in Richtung Dannenberg ist geplant von der Einmündung Lüneburger Landstraße bis nördlich zum Ziegelwerk am Klärwerk“, erläutert Kreissprecherin Frauke Noweck, in Richtung Lüneburg ist die zusätzliche Spur von der Einmündung „Zum Kiebitzberg“ bis zur Brücke Neetzetal-Straße vorgesehen.

Durch die zusätzliche Spur verbreitert sich die Fahrbahn von derzeit 8,50 Meter auf dann 12 Meter. An den Brückenbauwerken, die über die Umgehung führen, muss allerdings nichts verändert werden. „Die sind breit genug“, sagen Möller und Noweck übereinstimmend.

Mit 50,8 Kilometer Länge ist die Bundesstraße 216 zwar die kürzeste Bundesstraße der Republik. Doch seit der Wiedervereinigung hat der Verkehr auf der B 216 deutlich zugenommen. Schon lange fordern Politiker deshalb den Ausbau der Bundestraße: „Vorneweg Trecker und Lkw, dahinter lange Pkw-Schlangen, die nicht überholen können.“ So beschreiben sie die Situation der Pendler.

Dass jetzt konkret ein Ausbau der Ortsumgehung Dahlenburg geplant ist, begrüßt Norbert Runge, Leiter der Polizeistation in Dahlenburg. Immer wieder erlebt der Beamte brenzlige Situationen, weil ungeduldige Autofahrer zu riskanten Überholmanövern ansetzen. Mit dem Ausbau hofft Runge auf Entspannung: „Wenn die Autofahrer wissen, wo sie langsamere Lkw und Trecker überholen können, wird der Verkehr auch stressfreier fließen“, ist der Polizist überzeugt.