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Flaute im Lüneburger Hafen

as Lüneburg. Flaute herrschte im vergangenen Jahr im Lüneburger Hafen. Die Hafen Lüneburg GmbH, deren Anteilseigner unter anderem die Stadt, die Osthannoversche Eisenbahn AG und Unikai sind, weist für 2012 zwar ein Plus von rund 4500 Euro aus. Im Jahr zuvor waren es aber noch rund 16 000 Euro. Der schiffsseitige Umschlag ist im Vergleich zum Vorjahr von 194 642 Tonnen auf 165 570 Tonnen zurückgegangen (- 14,9 Prozent), der Bahnumschlag ist von 18 316 auf 10 868 Tonnen gesunken. „Das entspricht dem Trend in vielen Binnenhäfen“, sagt Rainer Müller, Geschäftsführer der Hafen GmbH. Insgesamt liege die Jahresumschlagsmenge zwar unter dem Umschlag von 2011, aber immer noch über den Umschlagszahlen der Jahre zuvor.

Dieser und weitere Jahresabschlüsse 2012 von Gesellschaften mit städtischer Beteiligung waren Thema im Wirtschaftsausschuss.

Für die Zukunft sieht die Stadt durchaus Potenzial im Hafen, hält an einer Vermarktung eines „trimodalen Wirtschaftsstandortes“ (Bahn, Straße, Schifffahrt) fest. Dazu soll das Modell „Hafen aus einer Hand“ auf den Weg gebracht werden mittels dessen das Kapital erhöht werden soll. Die Stadt will Grundstücke in die Gesellschaft einbringen, Unikai Umschlagsgeräte, sodass die Aktivitäten rund um den Hafen in der GmbH gebündelt werden, erläutert Müller. Um das Ladungsaufkommen zu erhöhen, müsse diese Aufgabe in einer Hand konzentriert werden.

„Erfreut“ nahmen die Mitglieder des Wirtschaftsausschusses den Jahresüberschuss in Höhe von rund 148 506 Euro der gemeinnützigen Bildungs- und Kulturgesellschaft Hansestadt und Landkreis Lüneburg zur Kenntnis, unter deren Dach die Volkshochschule firmiert. Im Bericht heißt es: „Eine Umsatzsteigerung von 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist durch den Wiederanstieg der Kurse im Bereich der Schulabschlüsse erfolgt, sie konnten den Rückgang bei den Integrationskursen auffangen. Aus dem Bereich der Schulabschlüsse erfolgte dann der erhöhte Zuschuss des Landes, der so nicht geplant war.“

Zur künftigen Entwicklung heißt es, dass am Weiterbildungsmarkt starke Konkurrenz herrsche. Durch personelle Neuaufstellungen seien zwar Weichen gestellt worden, gleichwohl schlagen Tariferhöhungen zu Buche, und die Anpassung von Honorarsätzen stünde an. Landesmittel, 2012 beliefen sich diese immerhin auf 600 000 Euro, dürften nicht „wegen eines untertariflichen Vergütungssystems gefährdet werden“. Unterm Strich geht der Wirtschaftsplan 2013 erstmal von einem Minus in Höhe von 218 000 Euro aus – doch die Hoffnung bestehe, dass der Fehlbetrag geringer ausfällt. Oberbürgermeister Ulrich Mädge sagte, dass die Gesellschaft erfolgreich sei. Auch darauf, dass der Mietvertrag für das zentrale Gebäude an der Haagestraße 2014 auslaufe – danach ist mit einer Mieterhöhung von 25 Prozent zu rechnen (40 000 Euro pro Jahr) – habe man sich eingestellt. „Wir wollen einen mittelfristigen Mietvertrag, um dann in zehn Jahren eventuell in das Gebäude der Rabeler-Schule umzuziehen.“

Die Abwasser, Grün & Lüneburger Service GmbH fuhr 2012 einen Überschuss von rund 45 274 Euro ein. Vom Bilanzgewinn in Höhe von 120 243 Euro sollen 100 000 in die Rücklage gehen, der Rest aufs Geschäftsjahr 2013 vorgetragen werden.