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Profas investiert 15 Millionen

rast Lüneburg. Mehr als 100 000 Paar Schutzhandschuhe für die Industrie verlassen täglich das Werk der Profas GmbH & Co. KG an der Elso-Klöver-Straße, es beliefert Kunden wie VW, Mercedes, Bayer, Bosch oder BASF. Nun will das Unternehmen aus dem Industriegebiet Hafen – das sich jetzt „Top-Innovator 2013“ der deutschen Mittelstandsunternehmen nennen darf – gleich neben dem alten Werk expandieren. Geschäftsführer Franz Keller beziffert das gesamte Investitionsvolumen für Gebäude und Anlagen auf mehr als 15 Millionen Euro. Der erste Spatenstich soll Anfang August, die Fertigstellung bis Juni 2014 gelaufen sein.

Nach dem Kauf der zusätzlichen Fläche von 15 000 Quadratmetern ist die Planung für den Bau einer neuen Halle und eines Bürogebäudes in vollem Gange. Franz Keller verspricht: „Durch Ausweitung von Produktion und Verwaltung entstehen mittelfristig 50 neue Arbeitsplätze.“ Das vor 27 Jahren gegründete Unternehmen, das seit 22 Jahren an der Elso-Klöver-Straße sitzt, hat sich zu einem der großen Lüneburger Arbeitgeber entwickelt. Keller: „Angefangen hatten wir mit rund 30 Mitarbeitern. Aktuell sind es 220.“

Hinter der neuen Bauphase steckt laut Keller der bereits fünfte Expansionsabschnitt: „Wir sind in den vergangenen zehn Jahren dank neuer Technologien kontinuierlich gewachsen. Unsere Schutzprodukte ,Made in Lüneburg‘ werden heute unter der Marke uvex in mehr als 25 Länder exportiert. Wir sind eine eigenständige Geschäftseinheit der uvex-Gruppe, die ihren Sitz im bayerischen Fürth hat.“

In Lüneburg werden ausschließlich Schutzhandschuhe produziert: „Schwerpunkt der Forschung und Entwicklung sind Produkte mit höchstem Gesundheitsanspruch und höchstem Komfort für die Anwender.“ Das Werk verfügt unter anderem über eine eigene Näherei: „Von der Entwicklung innovativer Garnmischungen über das Stricken bis hin zu neuen Beschichtungsrezepturen bilden wir die gesamten Prozesse in unserem Haus ab.“ Darüber hinaus verfüge Profas über sämtliche Prüfeinrichtungen für mechanische und chemische Risiken, sodass die Lüneburger speziell abgestimmte Produkte für den jeweiligen Kunden liefern könnten.

Profas sei in seinem Marktsegment der größte Hersteller in Europa. Zum Kundenkreis gehören die Automobil-, Elektro- und Chemieindustrie. Die Expansion ist laut Keller auch ein Bekenntnis zum Standort Lüneburg: „Entgegen dem Branchentrend zur Verlagerung der Produktion an Niedriglohnstandorte können wir uns dank konsequenter Qualitätspolitik erfolgreich behaupten.“