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2,8 Zettabyte digitaler Fußabdruck

Der digitale Fußabdruck der Gesellschaft wächst. Der Speicherspezialist EMC schätzt das im Jahr 2012 erzeugte Datenvolumen auf 2,8 Zettabyte. Haben Sie schon einmal das Wort Zettabyte gehört? Wahrscheinlich nicht! Ein Zettabyte ist eine Größe in der elektronischen Datenverarbeitung – es entspricht einer 1 gefolgt von 21 Nullen. Anders ausgedrückt entspricht ein Zettabyte der Datenmenge einer Milliarde Terabyte, der Kennzahl für die Größe handelsüblicher Festplatten im Endverbraucher-Bereich. Doch durch was werden diese Daten erzeugt, es handelt sich schließlich nicht um Daten, welche Endverbraucher speichern, beispielsweise Musik oder Fotos, sondern um Log-Dateien.

Im Zeitalter von Smartphones, Tablets, Mini-PCs, HTPC, Playstation, XBOX, Wii und Co erzeugt jedes dieser Geräte Daten – ob wir nun wollen oder nicht. Ebenso werden Daten von Webseiten, Servern, Datenbanken und Co erfasst. Bei jedem Aufruf einer Internetseite werden Daten durch den Nutzer erzeugt, wenn auch unfreiwillig. Zeitpunkt des Besuchs, Browser, Sprache und mehr werden protokolliert. Das durch den Besuch nur einer Webseite auch an anderer Stelle Daten erzeugt werden wird klar wenn man bedenkt, dass bereits der Einsatz des „Gefällt Mir“-Button eines bekannten sozialen Netzwerks (Log)-Daten durch den Aufruf des Buttons erzeugt. Diese werden nicht auf der ursprünglichen Webseite welche man aufruft, sondern auf den Servern des sozialen Netzwerks gespeichert.

Und wie viele Daten sind das nun wirklich?

Nehmen wir an, dass jede Festplatte eine Größe von 15 x 10 cm besitzt – 150 cm². Die aktuell größte und zu einem humanen Preis erhältliche Festplatte besitzt eine Speicherkapazität von 3 Terabyte (TB). Demnach bräuchte man 933,33 Millionen Festplatten mit einer Fläche von 14.000.000 qm², rund 1961 Fußballfelder, um die Daten aus diesem Jahr zu speichern. Eine Menge Daten für ein Jahr!