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Die Gründungsmitglieder des Vereins: (h.,v.l.) Monika Leven, Richard Stegen, Karsten Reich, Heinrich Schröder, Lothar Schmidt, Frank Maruhn, (v.v.l.) Christian Soetebeer, Peter Moldenhauer, Marie-Christin Liersch, Iris Meyer, Dr. Elize Bisanz, Ricarda Meyer-Moritz. Foto: cw
Die Gründungsmitglieder des Vereins: (h.,v.l.) Monika Leven, Richard Stegen, Karsten Reich, Heinrich Schröder, Lothar Schmidt, Frank Maruhn, (v.v.l.) Christian Soetebeer, Peter Moldenhauer, Marie-Christin Liersch, Iris Meyer, Dr. Elize Bisanz, Ricarda Meyer-Moritz. Foto: cw

Sie wollen gestalten ohne Parteipolitik

cw Reinstorf. In Zeiten von Politikverdrossenheit und der Unzufriedenheit mit „denen da oben“ macht sich ein kleiner Reinstorfer Verein auf, um Demokratie neu zu erfinden. „Reinstorfer Dialog“ ist der Name des Vereins und das ist auch das Programm: Reden, mitreden, informieren und gestalten könnte man die Idee zusammenfassen, die sich die Mitglieder auf die Fahne geschrieben haben.

„Natürlich treten unsere Kandidaten bei der Kommunalwahl an“, sagt Vorsitzende Dr. Elize Bisanz. „Aber wenn man über das Kandidieren hinaus etwas erreichen möchte, muss man das auf eine breitere Basis stellen.“ Deshalb ist der Reinstorfer Dialog nicht nur eine Wählergemeinschaft, sondern nun auch ein eingetragener Verein mit Mitgliedern aus allen sieben Dörfern des Ortes. „Wir wollen unabhängig von den Wahlen lebendige Demokratie vorleben“, erklärt Dr. Elize Bisanz. „Denn echte Demokratie ist unser höchstes Gut und muss stets erneuert und gepflegt werden.“

Selbst wenn nicht ein einziger der Kandidaten gewählt wird, wird der Verein daran arbeiten, die Interessen und Stimmen der Einwohner in die Gestaltung der Gemeinde mit einzubringen. „Wir werden die Politik verfolgen“, so die Vorsitzende. „Das loben, was gut gemacht wird, und das, was falsch läuft, veröffentlichen, diskutieren und nach Lösungen suchen.“

Basisdemokratie ohne Parteifähnchen ist das Ziel des Vereins

Dabei erfindet der Verein das Rad nicht neu, er gibt ihm nur wieder neuen Schwung, indem er politische Arbeit unabhängig von Parteipolitik macht und bis in die Basis vernetzt. „Die Interessen einer Partei sind nicht unbedingt deckungsgleich mit denen der Gemeinde“, so Dr. Elize Bisanz. „Es ist eine wahre Befreiung, nicht mehr in Parteischubladen gesteckt zu werden und einfach nur gute Arbeit zu machen.“ Denn viele der Vereinsmitglieder bringen reichlich Erfahrung in der Kommunalpolitik mit — andere wiederum wollen sich einfach nur für die Dorfgemeinschaft engagieren, ohne sich politisch binden zu müssen.

Basisdemokratie ohne Parteifähnchen ist das Ziel des Vereins und Dr. Elize Bisanz ist überzeugt, dass das funktioniert. Das habe man bereits bei der Arbeitsgruppe Dorferneuerung gesehen. „Das lief unabhängig von Parteiinteressen, es hat nie Streit darüber gegeben“, sagt sie. Sollte es nach dem 11. September eine Fraktion „Reinstorfer Dialog“ geben, werden die Gewählten ihrem Gewissen und den Ergebnissen der Vereinsarbeit verpflichtet sein. Da letztere auf dem Dialog mit den Bürgern basieren, schließt sich für Dr. Elize Bisanz der Kreis. „Demos ist das altgriechische Wort für Dorfgemeinde und Demokratie nichts anderes als eine Staatsform, die den Willen dieser Gemeinde umsetzt.“

Informationen zum „Reinstorfer Dialog“ gibts auch bei Facebook unter „Gemeinsam für die Gemeinde Reinstorf“.