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CDU, SPD, Grüne und Kommunalpolitische Alternative (KA) sind bereits im Rat Bienenbüttel vertreten. Mit der FDP stellt sich eine weitere Partei zur Wahl, Hans Otto Gäthje kandidiert als Einzelwahlvorschlag. Foto: phs
CDU, SPD, Grüne und Kommunalpolitische Alternative (KA) sind bereits im Rat Bienenbüttel vertreten. Mit der FDP stellt sich eine weitere Partei zur Wahl, Hans Otto Gäthje kandidiert als Einzelwahlvorschlag. Foto: phs

40 Kandidaten auf Stimmenfang in Bienenbüttel

Von Emilia Püschel
Bienenbüttel. Vier Parteien, eine Wählergemeinschaft und ein Einzelbewerber — insgesamt 40 Kandidaten — treten am Sonntag zur Gemeinderatswahl in Bienenbüttel an. CDU, SPD, Grüne und Kommunalpolitische Alternative (KA) sind bereits in dem Gremium vertreten. Neu zur Wahl stellen sich Thomas Gissel für die FDP sowie Hans Otto Gäthje als Einzelwahlvorschlag.

Mit sieben Sitzen ist die CDU aktuell die stärkste Fraktion im Rat, gefolgt von der KA mit fünf Sitzen. Die Grünen sowie die Gruppe SPD/Stefan Waltje stellen derzeit jeweils drei Sitze. Die meisten bisherigen Ratsmitglieder treten erneut an (siehe Kandidatenliste). Vergeblich auf den Wahllisten sucht man Thomas Weigelt (zuletzt CDU-Fraktion), Stefan Waltje (Gruppe SPD/Waltje) und Petra Andreas-Siller (Grüne).

Der Posten des Bienenbütteler Bürgermeisters steht nicht zur Disposition. Seit 2013 leitet Dr. Merlin Franke (CDU) die Geschicke der rund 6700 Einwohner zählenden Gemeinde, bestehend aus dem Kernort Bienenbüttel sowie 14 Ortsteilen, seine Amtszeit dauert acht Jahre.

Bei der Kommunalwahl wählen die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Bienenbüttel nicht nur ihre Abgeordneten für den neuen Rat, sondern auch für den Uelzener Kreistag. Wahlberechtigt für den Rat Bienenbüttel sind 5503 Bürgerinnen und Bürger, ihre Stimmen werden in 18 Wahllokalen gesammelt. Wer am Wahlsonntag Fragen oder Probleme hat, kann sich von 8 bis 18 Uhr im Rathaus melden unter: Tel.05823/9800-0.

Eine Premiere gibt es für die Wählerinnen und Wähler im Kernort. Mit ihrer Stimme entscheiden sie indirekt auch darüber, wer der neue Ortsteilvorsteher in ihrem Wahlbereich wird: Denn die Gruppierung, die jeweils die meisten Stimmen in den vier Wahlbereichen Bienenbüttel Nord, Ost, West und Mitte erhält, hat das Vorschlagsrecht für den neuen Ortsteilvorsteher — vier sollen erstmalig ab dem 1. November 2016 bestellt werden.

Im Vorfeld der Wahl hat die LZ Vertreter von Parteien und Wählergemeinschaft sowie Einzelbewerber gebeten, ihre Ziele für Bienenbüttel zu skizzieren:

CDU

Die CDU will die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern, etwa eine Frühbetreuung für Schulkinder einrichten. Weitere Ziele: Errichtung einer neuen Mehrzweckhalle, kurzfristiger Anschluss an schnelles Internet, HVV-Beitritt, mehr Pendlerparkplätze, Einrichtung einer zentralen Annahmestelle für Grünabfälle, Erweiterung des Wohn-raumangebots, Schaffung altersgerechten Wohnraums. Erhalten werden sollen die Ortsfeuerwehren, die Attraktivität des Ortskerns und die Eigenständigkeit Bienenbüttels.

SPD

Die SPD setzt sich ein für den HVV-Beitritt, den Bau weiterer Radwege und den Aufbau eines freien WLAN-Netzes in der Gemeinde. Weitere Ziele sind der Bau einer zeitgemäßen Halle für Vereine und Verbände, die Weiterentwicklung des Bürgerbusses sowie kostenlose Krippen- und Kitaplätze. Schulsozialarbeit und Kinderfrühbetreuung sollen ermöglicht werden. Gefordert wird die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für Familien und Ältere und eine „transparente Personalpolitik im Rathaus“.

Grüne

Die Grünen wollen eine „durchdachte Weiterentwicklung Bienenbüttels. Vor der Ausweisung neuer Baugebiete sind Lücken im Ortskern zu schließen“, sagt Grünen-Spitzenkandidat Reinhard Schelle-Grote. Weitere Ziele: mehr Bürgerbeteiligung bei Entscheidungen, Stromversorgung gemeindeeigener Gebäude aus erneuerbarer Energie, Radwege- und Stellplatzkonzept, familienfreundliche Gestaltung des Marktplatzes, Tempo-30-Zone vor Schule und Kindergarten, Senkung der Kita-Beiträge, mehr Unterstützung für Kultur.

KA

Um die „Lebensqualität im Ort“ geht es der Spitzenkandidatin der Kommunalpolitischen Alternative, Diana Wendt-Dittmer: „Menschen sollen hier gut und selbstbestimmt leben und alt werden können: Dafür haben wir einiges getan“, etwa: „Krippenbau, Schulsanierung, Gewerbegebiete, Haushaltskonsolidierung, HVV-Anschluss 2018.“ Weitere Ziele der KA: Ausbau der fachärztlichen Versorgung, maßvolles Bevölkerungswachstum, Schaffung von Arbeitsplätzen, Realisierung einer Mehrzweckhalle, Bürgerbeteiligung.

FDP

Die FDP will Mobilität fördern, um Bienenbüttel für auswärts Arbeitstätige und junge Menschen attraktiv zu halten. Die Liberalen setzen sich ein für den A39-Ausbau mit daraus resultierenden Vorteilen und für die Erarbeitung eines Beförderungskonzepts für junge Menschen. Weitere Ziele: Bau einer neuen Sporthalle, breit aufgestellter TSV, Wirtschaftlichkeit und Streben nach einem ausgeglichenen Haushalt, Erhalt und Förderung der Grundschule und des Ganztagsangebots, Glasfaser als Standard in Bienenbüttel.

Einzelbewerber

Hans Otto Gäthje will sich als Einzelbewerber für ein Leerstand-Kataster sowie -Management in der Gemeinde einsetzen: „So müssen auch weniger Neubaugebiete ausgewiesen werden.“ Der Rentner möchte für Aufklärung zum Thema Ökostrom sorgen, denn: „Die Bürger müssen die Kosten tragen.“ Unterstützen will er die Feuerwehr als „Sicherheitsunternehmen“ der Gemeinde. Priorität hat der Bürgerbus: „Als Fahrer kümmere ich mich um Mitbürger, die auf Hilfe angewiesen sind, fahre sie etwa zum Einkaufen und zum Bahnhof.“

Listen und Bewerber in Bienenbüttel

CDU: Christopher Tieding, Dr. Heike Schweer, Udo Hinrichs, Michelle Leprich, Alfred Meyer, Silke Habig, Frank Schulz, Andreas Feige, Andreas Meyer, Heinrich Hellbrügge, Peter Dittrich, Hannelore Diminoi, Cord-Wilhelm Müller, Bernd Ellenberg und Rebecca Jacobs.
SPD: Arnold Witthöft, Kirsten Piepenburg, Gabriel Siller, Silke Mittermaier, Jakob Blankenburg und Reinhard Worbs.
Bündnis 90/Die Grünen: Reinhard Schelle-Grote, Renate Niemann, Victoria Koke, Heiner Scholing, Johan Jambor, Petra Stefan-Gritsch und Eckehard Niemann.
Kommunalpolitische Alternative (KA): Diana Wendt-Dittmer, Holger Janßen, Hans-Jürgen Franke, Mathias Jeßen, Eberhard Stock, Karl-Heinz Braunholz, Helge Skeisgerski, Henning Simon, Michael Skeisgerski und Uwe Seehafer.
FDP: Thomas Gissel.
Einzelwahlvorschlag: Hans Otto Gäthje.