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Sönke Möhring

"Zweiohrküken" ist einfach herrlich

Nach dem überwältigenden Erfolg der Komödie "Keinohrhasen" rief Produzent und Hauptdarsteller Til Schweiger die Fans auf, selbst eine Geschichte für die Fortsetzung zu schreiben. Die Resonanz war groß, hunderte Einsendungen wurden gelesen – allerdings bekam nur eine den Zuschlag. Dass diese, namens „Zweiohrküken“, ab dem 3. Dezember die Kinosäle füllt, sollte niemanden überraschen – denn die Liste der Hauptdarsteller liest sich wie das „Who is Who“ des deutschen Films. Neben Til Schweiger, Nora Tschirner, Matthias Schweighöfer oder Uwe Ochsenknecht und Heiner Lauterbach, spielt der 37-jährige Sönke Möhring eine kleine Gastrolle als „Asozialer“, der in einen heftigen Streit mit Ludo (Til Schweiger) gerät.

 

Für Möhring selbst nur ein weiterer Schritt auf der Karriereleiter, denn im Jahr 2009 spielte der gebürtige Unnaer bereits in Quentin Tarantinos Kriegsfilm „Inglourious Basterds“ eine Doppelrolle neben Hauptdarsteller Brad Pitt und in dem Sat.1 Comedy-Quotenbringer „Schillerstraße“ den Agenten von Jürgen Vogel.

 

Vor der Kinopremiere von „Zweiohrküken“ sprach das CLEVERmagazin exklusiv mit dem in Berlin lebenden Schauspieler.

CKM: Herr Möhring, die Vorfreude auf die Kinokömödie „Zweiohrküken“ ist riesengroß – zu Recht?

Sönke Möhring: In jedem Fall! „Zweiohrküken“ ist ein toller Film und schließt nahtlos an den großen Erfolg „Keinohrhasen“ an. Ich bin sehr froh, dass ich in einer Gastrolle mitwirken durfte. Der Film ist einfach herrlich.

 

CKM: Welche Rolle spielen Sie in dem Film?

Sönke Möhring: Ich spiele einen „Asozialen“, der Ludo auf dem Weg zu einem Maskenball mit dem Handy filmt. Er ist als Frau verkleidet und findet die ganze Sache nicht komisch. Das Ganze endet schmerzhaft für mich und ich liege auf der Nase. Die Szene ist ein kleiner Seitenhieb auf die junge Generation, die ja heutzutage alles und jeden mit ihren Handy filmt.

 

CKM: Wie kam es zu Ihrer Rolle in „Zweiohrküken“?

Sönke Möhring: Diese Rolle habe ich sicherlich der Verbundenheit und der Freundschaft mit Til Schweiger zu verdanken. Wir verstehen uns gut und seit den Dreharbeiten zu Tarantinos „Inglourios Basterds“ ist unser Kontakt eng. Es macht Freude mit ihm zusammenzuarbeiten. Er ist für viele Dinge offen, auch für Änderungen von eigentlich festgelegten Szenen. Wie bei „Zweiohrküken“, da wurde die Szene sogar noch ausgebaut.

 

CKM: War das Jahr 2009 für Sie der große Durchbruch im Filmgeschäft?

Sönke Möhring: Das kann ich so nicht sagen. Sicherlich hatte ich mit meinen Engagements in „Inglourios Basterds“, „Phantomschmerz“ und „Zweiohrküken“ ziemlich gute, wenn auch nicht immer große Rollen. Auch der Dreh in der „Schillerstraße“ als Agent von Jürgen Vogel war ein ziemlich großes Ding für mich. Ob es der Durchbruch war, weiß ich nicht – Fakt ist: Alle Rollen haben Spaß gemacht und waren eine Bereicherung für mich.

 

CKM: Apropos Bereicherung, wie sieht es mit Bühnenaktivitäten als Schauspieler aus?

Sönke Möhring: Bis auf die „Schillerstraße“ habe ich noch keine Bühnenerfahrung. Ich bin ein absoluter Quereinsteiger. Eigentlich bin ich vor siebzehn Jahren aus dem Ruhrgebiet nach Berlin gezogen, um zu studieren. Nach einem Semester Psychologie war aber Schluss, ich brauche jemanden, der mir auch einmal in den Hintern tritt. Da ist ein Regisseur schon deutlich besser für mich, als ein Professor. Es tut sich derzeit aber ziemlich viel in Deutschlands Bühnenlandschaft – reizen würde mich die Bühne schon.

 

CKM: Welches Projekt steht bei Ihnen in Zukunft an?

Sönke Möhring: Seit einiger Zeit stehe ich in Köln für das Drama „Hindenburg“ zusammen mit meinem BruderWotan vor der Kamera. Darin geht es um das Zeppelin-Drama von 1937. Das ist eine recht große Produktion von RTL. Der Film kommt aber erst 2011 auf den Bildschirm. Außerdem bin ich demnächst mit Mars Saibert, der ja auch in „Zweiohrküken“ mitspielt, in „Sex and Zaziki“, der ersten Webserie für den Mann, zu sehen.

 

Toi, toi, toi wünscht das CLEVERmagazin für Ihre weiteren Projekte und schon mal ein frohes Weihnachtsfest.

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17.12.2009
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