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Gesetz lässt das in Lüneburg nicht zu
Bamberg senkt Campus-Maut
st Lüneburg. Bamberg senkt die Campus-Maut: Der Senat der Universität hat jetzt beschlossen, die Studienbeiträge von 500 auf 400 Euro zu senken. Damit kann die Beitragssenkung zum April in Kraft treten, berichtet die Uni in einer Presseinformation. Ein Modell auch für Lüneburg? Die Leuphana sagt Nein.
Der Hintergrund: Die Bamberger Univerwaltung hat Zahlen vorgelegt, nach denen ein "nicht unerheblicher Teil" der seit 2007 eingenommenen Studienbeiträge bislang nicht ausgegeben worden ist. Vor diesem Hintergrund hatte der Senat zwischen dem Interesse der Universität an Mitteln zur Verbesserung der Studienbedingungen und dem Interesse der Studenten an einer zeitnahen Verwendung der Studienbeiträge abzuwägen - und entschied sich schließlich für die Senkung.
Die Entscheidung ist hochumstritten, der Senatsbeschluss fiel mit äußerst knapper Mehrheit. Während die Studenten darin einen ersten Schritt zur weiteren Absenkung und schließlich zur Abschaffung der Studienbeiträge sehen, halten Fachvertreter den Beschluss für politisch unklug und sehen die mit Hilfe von Studienbeiträgen erreichten Verbesserungen der Studienqualität in Gefahr. Die Uni argumentiert: Es sei einerseits unbestritten, dass Lehrangebot und Studienbedingungen seit Einführung von Studienbeiträgen 2007 erheblich verbessert werden konnten. Auf der anderen Seite hätten zahlreiche Studenten deutlich gemacht, dass Studienbeiträge in Höhe von 500 Euro pro Semester insbesondere für einkommensschwache Familien und für diejenigen, die sich ihr Studium ganz oder teilweise durch Arbeit selbst finanzieren müssen, eine ernstzunehmende Belastung darstellen.
Das ist in Lüneburg nicht anders. Aber die Rahmenbedingungen unterscheiden sich stark. Genauer gesagt: Schon das Hochschulgesetz lässt hier einen solchen Schritt nicht zu, erklärt Uni-Pressesprecher Henning Zühlsdorff auf LZ-Anfrage: "In Niedersachsen regelt das Niedersächsische Hochschulgesetz die Erhebung der Studienbeiträge für grundständige Studiengänge und konsekutive Masterstudiengänge. An der Leuphana werden die Beiträge für zahlreiche Projekte zur Verbesserung der Studierendenbetreuung verwendet."
In Lüneburg schlummern keine Millionenreste auf den Konten, erklärt Zühlsdorff: "Jährlich werden in Lüneburg Studienbeiträge in Höhe von rund vier Millionen Euro eingenommen und auch nahezu vollständig verausgabt. Derzeit besteht eine Planungsreserve von etwa 100 000 Euro. Sie ist erforderlich, um zum Beispiel unerwartete Mehrausgaben zu kompensieren." An der Leuphana wird das Geld unter anderem für zusätzliche Betreuungsstunden oder Stipendien verwendet. Laut Zühlsdorff ist das Verfahren in Lüneburg besonders transparent: "In einem Internet-Portal werden Anträge zur Diskussion gestellt und ausführliche Informationen über die Verwendung gegeben."
Auch in Bamberg ist die Senkung der Campus-Maut nur ein Testballon: Der Senat hat die geringeren Studienbeiträge zunächst auf zwei Semester befristet.
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Kommentare
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.. bin ich doch nicht gegen Veränderung, wenn ich...
mehr 20.04.2012--16:49
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Was für ein fatales Demokratieverständnis!...
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