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Lüneburger Forscher legen Handbuch für Nachhaltigkeitsmanagement in öffentlichen Verwaltungen vor

Behörden sollen Vorreiter spielen

st Lüneburg. Auf dieser Liste können Behörden abhaken, ob sie genug für Nachhaltigkeit tun - und wo sie noch Nachholbedarf haben. Das Centre for Sustainability Management (CSM) der Leuphana Universität Lüneburg hat in einer umfassenden Studie erstmals das Nachhaltigkeitsmanagement in der öffentlichen Verwaltung untersucht.

Im Auftrag des Rates für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung haben die Wissenschaftler des CSM praktische Handlungsmöglichkeiten zusammengestellt - zuerst mit Blick auf die Bundesbehörden. "Die Ergebnisse sind aber übertragbar auf Landes- und Kommunalverwaltungen. Die Studie skizziert Ansatzpunkte zur Beantwortung der Frage, wie öffentliche Einrichtungen mit Nachhaltigkeitsmanagement weitreichende Wirkungen für das Gemeinwohl erzielen können", erläutert Prof. Dr. Stefan Schaltegger, Leiter des CSM.

Zu den praktischen Beispielen für Methoden zählen "klimaneutrale" Dienstreisen, umweltfreundliche Fahrzeugflotten oder gar die Vermeidung oder Reduzierung von Reisen überhaupt. Handlungspotenzial sehen die Wissenschaftler des CSM auch bei Neu- oder Umbau öffentlicher Gebäude, denn auf diesem Gebiet könnten Innovationen angeregt und neue Standards gesetzt werden. Weiterbildung, Ziel- und Leistungsvereinbarungen sollen Ansporn und Wegbereiter für eine Nachhaltigkeitskultur sein. Besonders wichtig sei dabei das Vorleben des Nachhaltigkeitsgedankens durch Führungspersonal (Leadership).

Wie schneidet Lüneburg dabei ab? Gut, meint Stadtsprecher Daniel Steinmeier und zählt Beispiele auf:

  • Bauen: Die Gebäudewirtschaft wendet die Energieeinsparverordnung 2008 an. Das heißt: Neue Gebäude müssen rund 30 Prozent mehr Energie einsparen als bisher.
  • Dienstwagen und -reisen: Bei langen Fahrten gilt der Grundsatz: "Bahn vor Auto". Einen Anreiz setzt die Stadt bei der Kostenerstattung: Fahren die Mitarbeiter mit der Bahn, erstattet die Stadt den vollen Preis. Fahren sie mit dem Auto, gibt's maximal 20 Cent pro Kilometer.
  • Einkauf: Seit Februar 2009 gilt eine neue Richtlinie. Sie besagt unter anderem, dass die Stadt Produkte mit kurzen Transportwegen ebenso bevorzugt wie Waren, die leicht zu entsorgen oder wiederverwertbar sind. Mitarbeiter sind außerdem angehalten, sparsam mit Energie umzugehen.

Schaltegger bewertet die Bemühungen Lüneburgs durchaus positiv, vermisst aber die große Vision: "München hat das Ziel ausgerufen, bis 2015 klimaneutral zu sein. So hohe Ziele könnte sich Lüneburg auch setzen." Denn er ist überzeugt: "Die öffentliche Verwaltung von Bund, Ländern und Kommunen kann Vorreiter und Vorbild in Sachen nachhaltiger Entwicklung sein." Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge kontert trocken: "Wir orientieren uns nicht an Hochglanzzielen, sondern an der Machbarkeit."

Das rund 200 Seiten umfassende Nachschlagewerk "Nachhaltigkeitsmanagement in der öffentlichen Verwaltung. Herausforderungen, Handlungsfelder und Methoden" steht auf der Internetseite des CSM unter www.leuphana.de/csm zur Verfügung.

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10.03.2010
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(Gast) Kellerkind
Na, da kann man sich ja schon auf das...

mehr 07.02.2012--20:34

Na klar.

(Gast) LZ-Redaktion
Wir schauen tatsächlich ab und an bei...

mehr 06.02.2012--18:47

Watchblog gelesen?

(Gast) nur so
Hat die LZ vorher Watchblog gelesen? Weiter...

mehr 04.02.2012--19:01

Mehr Taschentücher, bitte!

(Gast) querulant
Nur selten schluchze ich beim Leser der...

mehr 16.09.2011--19:56

Vergessen ...

(Gast) Caroline Z.
... haben Sie, einen ganz wichtigen "link" auf...

mehr 16.09.2011--17:30