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Prof. Dr. Ute Stoltenberg von der Leuphana Uni begleitet größtes Projekt zur Umsetzung von Bildung für eine nachhaltige Entwicklung in Deutschlands Kindergärten

Bildung für nachhaltige Entwicklung im Kindergarten

red Lüneburg. rof. Dr. Ute Stoltenberg, Leiterin des Instituts für integrative Studien (infis) der Leuphana Universität Lüneburg, begleitet mit ihrem Team das größte Projekt zur Umsetzung von Bildung für eine nachhaltige Entwicklung in Kindergärten in Deutschland.

Innerhalb von vier Jahren soll Leuchtpol mindestens 4.000 Kindergärten in Deutschland erreichen. Die Arbeitsgemeinschaft Natur und Umweltbildung (ANU) als größter Umweltverband in Deutschland wird mit ihrer gemeinnützigen Projektgesellschaft "Leuchtpol" für Erzieherinnen und Erzieher Fortbildung zum Themenfeld Energie und Umwelt, Materialien für die Bildungsarbeit und Beratung anbieten. Dazu werden Regionalstellen in den Bundesländern eingerichtet, um die länderspezifischen Vorgaben und Entwicklungen im Elementarbereich berücksichtigen zu können.

Prof. Dr. Ute Stoltenberg, Institut für integrative Studien der Leuphana Universität Lüneburg, ist mit ihrem Team für die wissenschaftliche Beratung, Evaluation und Forschung zu spezifischen Fragestellungen des Vorhabens verantwortlich. Dafür stehen ihr 900.000 Euro zur Verfügung. Begleitend werden die Fortbildung und die praktische Arbeit in den Kindergärten evaluiert, um die dabei gewonnenen Einsichten für die Entwicklung des Vorhabens fruchtbar zu machen. Fragen nach dem Energieverständnis von Kindern und ihren Erzieherinnen und Erziehern oder Fragen nach der Möglichkeit, Bildung für eine nachhaltige Entwicklung auch für die Qualitätsentwicklung von Kindergärten zu nutzen, werden parallel verfolgt.

"Zukunft gestalten wir heute - und deshalb ist es verantwortlich, Kindern von Anfang an zu ermöglichen, sich mit Zukunftsthemen zu beschäftigen und sich aktiv an der Weltaneignung und Gestaltung ihres eigenen Lebens zu beteiligen. Das ist der Sinn einer Bildung für eine nachhaltige Entwicklung", begründet Prof. Dr. Ute Stoltenberg ihr Engagement für das Projekt. In dem interdisziplinären Team arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Sozialwissenschaft, Bildungswissenschaft, Physik und Umweltwissenschaft zusammen. Damit wird auch ein innovativer Forschungsansatz für Fragen im Lüneburger Forschungsschwerpunkt Nachhaltigkeitswissenschaft zum Ausdruck gebracht: Komplexe Fragen aus der gesellschaftlichen Praxis können nur inter- und transdisziplinär bearbeitet werden.

 

Mit einer großen öffentlichen Veranstaltung im Museum für Kommunikation in Frankfurt wurde das Projekt "Leuchtpol - Energie und Umwelt neu erleben" der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Projekt wird vom Energieversorger E.ON finanziert, der damit seiner gesellschaftlichen Verantwortung Ausdruck verleihen möchte. E.ON-Vorstandsmitglied Christoph Dänzer-Vanotti begründete bei der Vorstellung des Projekts die Motivation dafür: "Das Projekt zielt zum einen auf das noch relativ junge und unerforschte Feld der frühkindlichen Bildung, das jedoch gerade in Deutschland seit den Bildungsvergleichsstudien der OECD als Handlungsfeld viel diskutiert wurde und hochrelevant ist. Zum zweiten will das Projekt unter dem Titel “Bildung für nachhaltige Entwicklung" auch inhaltlich neue Impulse setzen. Denn es fördert ein für unsere Zukunft zentrales Kompetenzfeld, das speziell im Elementarbereich in Deutschland noch kaum implementiert ist. Dieser Ansatz entspricht auch dem Handlungsauftrag der Vereinten Nationen, die im Rahmen der UNESCO Dekade “Bildung für nachhaltige Entwicklung" eine stärkere Verankerung des Themas bereits im Elementarbereich fordert."


Die ersten Erzieherinnen haben jetzt in Hessen im Rahmen einer Pilotphase erste Fortbildungsveranstaltungen besucht. Die Motivation ist hoch, das Gelernte in die Praxis umzusetzen. Das Lüneburger Institut wird sie dabei begleiten.

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15.04.2009
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