• Hochschule

TV-Regisseur Jan Lackner gibt Tipps fürs Filmprojekt

Erst der Plan, dann der Film

Startwochenzeitungs-Redakteurin Lilith Marie Schubert hat den Hamburger Regisseur Jan Lackner gefragt, welche Tipps und Tricks er für die Erstis parat hat, um Lüneburg zu einem zweiten Hollywood zu machen.

„Fest steht: Die Erstsemester werden unter Zeitdruck arbeiten. Daher sollten sie Pragmatik an den Tag legen und sich zunächst einen Plan erstellen. Die erste Frage lautet: Was für einen Film will ich eigentlich machen? Eine Reportage? Ein Feature? Abraten würde ich definitiv von dem Plan, einen kleinen Spielfilm zu drehen.

In den Anfängen meines Jobs als Regisseur habe  ich mich auch einige Zeit daran versucht und festgestellt, dass man für die perfekte Inszenierung den Rest seines Lebens opfern müsste.  Mein Tipp ist es daher, zuerst einen Text zu schreiben und diesen anschließend zu bebildern. Auf dem Drehplan sollten die verschiedenen Einstellungen aufgelistet und auf einer für Studierende typischen To-Do-Liste abgehakt werden.

Direkt vor Ort gilt es, das richtige Auge für Außergewöhnliches zu besitzen und sich zu fragen: Was ist ein Alleinstellungsmerkmal für unseren Film? Wie kann sich unsere Arbeit von den vielen anderen abheben? Die Studierenden dürfen nicht vergessen: Sie nehmen an einem Wettbewerb teil. Vielleicht bekommen sie einen verrückten Künstler vor die Kamera, um ihn zu interviewen? Der Reporter sollte dabei darauf achten, keine Fragen zu stellen, die nur mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden können. So etwas will keiner sehen.

Beim Schnitt ist ebenfalls von großem Vorteil, einen Plan anzufertigen. Da man mittlerweile schon auf Handys oder auf MP3-Playern schneiden kann, werden einige Erstsemester sicherlich schon ein Gespür für die Schnitt-Technik entwickelt haben. Trotzdem sollten sie die Arbeit am Schnittplatz nicht unterschätzen und am besten vorher jemanden auswählen, der dafür zuständig ist. Arbeitsteilung ist bei diesem Projekt in jedem Fall wichtig!

Dagegen sollten die Nachwuchs-Filmer tunlichst vermeiden, den Ton zu vernachlässigen – der entscheidet letztlich immer über Erfolg oder Misserfolg. Und zu guter Letzt: Niemals die Requisiten aufessen oder mit den Komparsen ins Bett gehen!“

Mehr zum Thema

05.10.2009
DIESEN ARTIKEL>>   
BEWERTEN>>
  • Kommentare (0)
Heute

4 - 12

Morgen

6 - 16

Suche

DAX-Chart

Magazine der Landeszeitung

Flash ist Pflicht!

Kommentare

Nach 6 Jahren Leuphana...

(Gast) Student
.. bin ich doch nicht gegen Veränderung, wenn ich...

mehr 20.04.2012--16:49

finaler Denkfehler

(Gast) Benedikt XXVII
Ob Konsens in einer Demokratie wichtiger ist als...

mehr 20.04.2012--07:30

Demokratie lebt nicht vom Konsens

(Gast) Student
Was für ein fatales Demokratieverständnis!...

mehr 19.04.2012--22:01

Demokratie lebt nicht vom Dagegensein, sondern vom Konsens!

(Gast) Benedikt XXVII
So macht man Demokratie kaputtt! Lieber...

mehr 19.04.2012--19:14

Wo bleibt die Entschuldigung?

(Gast) Benedict
Wenn eine Wahl mit Rechtsunsicherheit verbunden...

mehr 19.04.2012--14:47