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Interview mit dem Londoner Streetart-Künstler Ben Eine
"Ich hatte schon oft Ärger mit der Polizei"
In einer gefährlichen Rettungsaktion konnte Ben Eine gestern von seiner feststeckenden Hebebühne geborgen werden. Der Londoner Street-art-Künstler ist Teil der ARTotale. Er sprüht in dieser Woche ein großes Graffiti an die Parkhauswand des Lüneburger Karstadt. Startwochenzeitungs-Redakteurin Susanna Andrick sprach mit ihm.
LSZ: Ben Eine, was bedeutet Ihr Name?
Eine: Eine steht für das deutsche Zahlwort, hat aber keine tiefere Bedeutung.
LSZ: Wie gefällt Ihnen Lüneburg bisher?
Eine: Ich habe bisher nur den Weg vom Hotel bis zu diesem Parkhaus gesehen, aber der war schön (lacht). Mein erster Eindruck ist positiv, es gibt so viele historische Gebäude, das gefällt mir sehr.
LSZ: Warum nehmen Sie an der ARTotale teil?
Eine: Ich wurde eingeladen.
LSZ: Wie sind Sie mit Kunst in Kontakt gekommen?
Eine: Ich habe Kunst von klein auf geliebt. Mit 13 habe ich angefangen, Graffiti zu sprayen. Das war genau die richtige Zeit, das richtige Alter, um damit anzufangen.
LSZ: Was wollen Sie durch Ihre Kunst bewirken?
Eine: Ich möchte Orte verschönern und triste Wände aufhellen. Sie sollen interessant aussehen und Menschen zeigen, dass Streetart etwas Gutes ist.
LSZ: Was ist Ihr Lieblingsprojekt?
Eine: An einer Wand in dem Londoner Stadtteil Shoreditch habe ich aus Buchstaben die Wörter "scary" und "vandalism" gesprayed. Durch die farbenfrohen Buchstaben wurden die Leute herausgefordert, ihre Vorurteile über Graffiti zu überdenken.
LSZ: Hatten Sie schon einmal Probleme mit der Polizei?
Eine: Als ich jünger war, hatte ich oft Ärger mit der Polizei. Ich wurde mehrmals verhaftet und musste einmal sogar zwei Tage im Gefängnis bleiben. Aber das war nicht schlimm für mich. Ich habe die Zeit einfach genutzt, um zu schlafen. Mittlerweile rede ich einfach mit der Polizei, falls sie mich verhaften wollen. Wenn ich ihnen erkläre, was ich mache, lassen sie mich meistens in Ruhe.
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