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Ex-Minister Lahnstein lobt die Leuphana - Mangelnde Führung als Ursache der SPD-Misere

Israel hat den Inkubator vorgemacht

st Lüneburg. Die Startwoche schlägt die richtige Richtung ein, findet Prof. Manfred Lahnstein. Die Studenten drehen Filme und veröffentlichen sie im Internet. Vom reinen Konsumenten werden sie zu Medienschaffenden, erzeugen selbst Inhalte. "Ich finde sowieso, dass die Menschen viel zu sehr durch den reinen Medienkonsum geprägt sind", meint der ehemalige Minister und Bertelsmann-Vorstand für Neue Medien, der nun die Startwoche der Leuphana eröffnete.

Der Schritt zum aktiven Nutzer ist in seinen Augen eine Gegenbewegung zum aktuellen Trend in der Branche: "Denn wir leben in einer Zeit, in der das Qualitätsniveau der Medien ständig sinkt, die Tageszeitungen mal ausgenommen. Reflektion kommt da oft nicht mehr zustande."

Kritik an den Medien äußert der ehemalige Finanzminister auch mit Blick auf die Politik: "Es ist eine Fehlentwicklung in den Medien, dass sie es heute oft versäumen, auf die Notwendigkeit von Kompromissen hinzuweisen." Viele Themen würden darauf reduziert, wer seinen Willen durchgesetzt habe. Um den Job des Bundesfinanzministers würde er sich heute nicht mehr reißen: "Der muss eine Schuldenbremse beachten, bis 2016 das Defizit auf 10 Milliarden Euro drücken. Jetzt sind es 80 Milliarden."

Probleme in der Politik sind oft aber hausgemacht. Das gilt derzeit für Lahnsteins politische Heimat, die SPD. Im Herbst werden sie ihm eine Ehrennadel verleihen, dann ist er seit 50 Jahren Mitglied: "Was am Wahlsonntag und seitdem passiert ist, ist bestimmt kein Grund zur Freude." Die Misere der Sozialdemokraten sei mit einer Gegenmaßnahme allein nicht aufzufangen. "Die letzten sieben, acht Jahre gehören nicht zu den besten in der Geschichte der SPD. Schauen Sie sich nur die Amtszeiten der Parteivorsitzenden an", meint Lahnstein.

In den ersten 41 Jahren nach dem Krieg seien drei Vorsitzende im Amt gewesen, in den vergangenen 20 Jahren seien es elf gewesen. "Da kann keine Führung zustande kommen. Nicht mal ein Wanderclub kommt ohne Führung aus, geschweige denn eine Partei."

Mehr Freude als die SPD bereitet ihm der Blick nach Lüneburg. Den Leuphana-Bachelor hält er für "den besten, den ich kenne". Und über die Idee des Innovations-Inkubators ist er aus Israel im Bilde: "In Haifa gründen etwa Wissenschaftler Unternehmen, werden gezielt mit Steuerbefreiung, Büros oder Werkstätten gefördert. Das funktioniert prächtig." Wieder ein Projekt, bei dem Lahnstein die Uni auf dem richtigen Weg sieht.

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02.10.2009
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Nach 6 Jahren Leuphana...

(Gast) Student
.. bin ich doch nicht gegen Veränderung, wenn ich...

mehr 20.04.2012--16:49

finaler Denkfehler

(Gast) Benedikt XXVII
Ob Konsens in einer Demokratie wichtiger ist als...

mehr 20.04.2012--07:30

Demokratie lebt nicht vom Konsens

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Was für ein fatales Demokratieverständnis!...

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(Gast) Benedikt XXVII
So macht man Demokratie kaputtt! Lieber...

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