- Hochschule
Drei frisch gewählte Senatoren vertreten die Interessen der Studenten
Kleine Erfolge zählen
st Lüneburg. Im Senat sind sie immer in der Minderheit. Gerade einmal drei der 19 Mitglieder des höchsten gewählten Gremiums der Leuphana gehören der zahlenmäßig größten Statusgruppe der Uni an - den Studenten. Doch das entmutigt die frisch gewählten Senatoren Johannes Engelke, Thies Johannsen und Oliver Engelken keineswegs.
"Wir wollen den Studenten bei der Uni-Leitung und bei den Professoren Gehör verschaffen", sagt Engelken. Und Johannsen ergänzt: "Wir werden uns für die Interessen der Studenten vehement einsetzen."
Das ist nicht ganz einfach in Zeiten, in denen die Uni-Leitung gestärkt und der Senat geschwächt dasteht. "Es sind ganz klar Kompetenzen vom Senat an die Uni-Leitung übergegangen", meint Engelke. Johannsen sagt dazu: "Da muss man Kritik am Gremium üben. Der Senat findet sich mehr und mehr mit seiner Rolle ab."
So einfach lässt sich der Studentenvertreter nicht entmutigen: "Es ist ein Kampf gegen Windmühlen, das muss man klar sehen. Aber es ist wichtig. Das Präsidium hat eine klare Linie und zeigt sich leider wenig kompromissbereit. Wir haben ebenfalls klare Vorstellungen, die davon vielleicht abweichen, wir wollen eine faire, freie, soziale und barrierefreie Uni." Für die Studenten heißt es, die kleinen Erfolge zu feiern, etwa bei Härtefallregeln in den Zugangs- und Zulassungsordnungen oder dass es ein Teilzeitstudium gibt.
Bei den großen Themen fällt es den Studenten schwer, Änderungen durchzusetzen. Doch das hindert sie nicht, eine Meinung zu haben: Dass eine neue Rahmenprüfungsordnung vom Senat verabschiedet, aber vom Präsidium noch nicht veröffentlicht wurde, empört die drei studentischen Senatoren. Die externen Berufungskommissionen beäugen sie kritisch.
Beim Thema Campusentwicklung gehen die Meinungen auseinander: Während Engelken das Audimax für ein "gutes Projekt für Hochschule und Stadt" hält, geben sich seine beiden Mitstreiter zurückhaltender. "Wir haben noch keine Meinung dazu. Wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind, etwa der Raumbedarf belegt und die Finanzierung geklärt, würden wir das mit den Studenten diskutieren", erklärt Johannsen. Eines sei aber klar, stellt Engelke heraus: "Der Prozess läuft bisher sehr unbefriedigend: Er ist sehr wenig transparent."
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Kommentare
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.. bin ich doch nicht gegen Veränderung, wenn ich...
mehr 20.04.2012--16:49
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