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Lüneburg in Zahlen
Zahlen, bitte
Schon Goethes Faust hat erkannt: „Ich kann das Wort so hoch unmöglich schätzen, ich muss es anders übersetzen“ – zum Beispiel in Zahlen. Denn Zahlen sagen manchmal mehr als 1000 Worte, hat Startwochenzeitungs-Redakteurin Marleen Kort herusgefunden:
- 70,38 Quadratkilometer nennen die Lüneburger ihr Revier. Damit ist das Stadtgebiet um das 2,5-fache größer als die Insel Hawaii, aber nur halb so groß wie das geplante Freizeitareal „DubaiLand“ in der Wüste Dubais. Lüneburgs Fläche ist rund zehnmal kleiner als die der Metropole Hamburg und entspricht 10 000 Fußballfeldern.
- 588 Fahrräder wurden im vergangen Jahr im Lüneburger Fundbüro abgegeben. Bei der Polizei als gestohlen gemeldet wurden 1192 Drahtesel. In Lüneburg wechseln Räder sechsmal häufiger illegal ihren Besitzer als in Hamburg – in der Fahrradstadt Lüneburg sollte man daher sein Fahrrad immer ab- und besser auch anschließen.
- 40 – bis zu 40 Kilometer weit kann man bei optimalen Sichtverhältnissen von der Aussichtsplattform des Wasserturms schauen. Im Nordwesten tauchen dann schon die ersten Häuser Hamburgs auf, im Südsüdwesten kann man bis nach Uelzen sehen. Zum Vergleich: Die Aussicht vom Eiffelturm in Paris, der achtmal so hoch ist wie der Wasserturm, beträgt rund 67 Kilometer.
- 10 481 Mal waren im vergangenen Jahr die historischen Pferdekutschen in Lüneburg unterwegs. Zu Fuß haben Besucher die Hansestadt bei 4772 Rundgängen erkundet, also im Schnitt 13 Mal pro Tag. In diesem Jahr können Interessierte auf 27 verschiedene Arten Lüneburg entdecken.
- 56 – so viele Meter ist der Wasserturm hoch. Beziehungsweise so klein, denn die Türme der drei großen Kirchen sind um einiges höher: Die St. Michaeliskirche ragt 79 Meter in den Himmel und der Turm der St. Nicolai ist 92,7 Meter hoch. Spitzenreiter ist die St. Johanniskirche mit vormals 110 Metern, durch Senkung bedingt heute nurmehr 108,7 Metern. Dass der Wasserturm nur halb so hoch ist wie die St. Johannis hat auch einen Grund: Der Architekt Franz Krüger wollte nicht in den Wettstreit mit den drei Kirchtürmen geraten.
- 584 – das ist die Zahl der im September und Oktober vergangenen Jahres in der Hansestadt neu gemeldeten Lüneburger – inklusive Nebenwohnsitzanmeldungen. Aber: Mehr als doppelt so viele haben in dem Zeitraum ein Studium an der Leuphana begonnen. Rein rechnerisch hat damit jeder zweite Neustudent gegen das Gesetz verstoßen, das die Anmeldung des neuen Wohnsitzes innerhalb der ersten Woche beim Bürgeramt verlangt. Dass ein Großteil der Leuphana-Studierenden in Hamburg wohnt, ist dabei natürlich nicht berücksichtigt.
- 2,04 Tage verbringt ein Tourist statistisch gesehen durchschnittlich in Lüneburg – das sind 48 Stunden, 57 Minuten und 36 Sekunden. Klingt wenig, aber in einer Großstadt halten sich Touristen nur rund 45 Stunden auf.
- 70 – um so viele Zentimeter sind die Rundpfeiler der St. Michaeliskirche aus dem Lot geraten, weil die Kirche auf der Abbruchkante eines Salzstocks errichtet wurde. Doch auch wenn die Pfeiler fast schon bedrohlich schief wirken – der Helm der St. Johanniskirche ist wesentlich schiefer: 1,30 Meter weicht die Turmspitze nach Süden ab, nach Westen sogar 2,20 Meter.
- 1/4 – die Zahl der Bewohner im Bezirk Lüneburg schrumpft statistisch gesehen jährlich um ein Viertel: Im Schnitt werden jede Stunde 1,5 Kinder geboren, im gleichen Zeitraum sterben aber zwei Bürger.
- 11,7 Kilometer lang ist der Flusslauf der Ilmenau im Stadtgebiet Lüneburgs. Das entspricht mehr als fünf Runden zu Fuß um den Campus oder zweimal der Strecke vom Leuphana-Campus zum Bahnhof und zurück. Wer auf der Ilmenau gemütlich flussabwärts paddelt, braucht für die Strecke durch Lüneburg etwa 4,2 Stunden; für die Gesamtlänge des Flusses von 107 Kilometern wären fleißige Paddler mehr als einen ganzen Tag auf dem Wasser.
- 124 252 – so viele Besucher kamen vergangenes Jahr laut Touristenbüro nach Lüneburg. Knapp 90 Prozent davon waren Deutsche. Von den rund 11 000 ausländischen Touristen kamen die meisten (1287) aus den Niederlanden, aus Japan reisten knapp 200 Touristen nach Lüneburg. Doch nur einmal wurden sie auf Japanisch durch die Stadt geführt.
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Kommentare
Mehr Taschentücher, bitte!
(Gast) querulant
Nur selten schluchze ich beim Leser der...
mehr 16.09.2011--19:56
Vergessen ...
(Gast) Caroline Z.
... haben Sie, einen ganz wichtigen "link" auf...
mehr 16.09.2011--17:30
Weiter so HS 1
(Gast) unbeteiligte Stude
obwohl der Großteil sich nicht direkt an den...
mehr 15.12.2009--21:23
Leupahan-Homepage in Ostfalia
(Gast) Caspar Heybl
Nicht nur das Schild sieht falsch aus, auch ein...
mehr 08.10.2009--16:21


