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		<title>Landeszeitung.de - Hochschule</title>
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		<lastBuildDate>Thu, 09 Feb 2012 10:08:18 +0100</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Buch und Computer verschmelzen</title>
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			<description>st Lüneburg. Torsten Ahlers legt im Lesesaal der Uni-Bibliothek ein Buch auf den Scanner. Ein...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">st Lüneburg. Torsten Ahlers legt im Lesesaal der Uni-Bibliothek ein Buch auf den Scanner. Ein Lichtstrahl tastet die Seite ab, wenige Sekunden später erscheint der Inhalt als Datei auf dem angeschlossenen Speicherstick. Die Grenze zwischen dem gedruckten Wort und dem Digitalen ist überschritten. Und sie verschwimmt immer mehr. &quot;In den vergangenen fünf Jahren hat es einen Riesenwandel gegeben&quot;, sagt er. Es hat seinen Job verändert: Er ist jetzt Direktor des &quot;Medien- und Informationszentrums&quot;. Seit August hat die Uni ihre Bibliothek mit dem Rechen- und Medienzentrum verschmolzen. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Ahlers verspricht sich vom Zusammenwachsen der Organisationen ein &quot;Plus an Service für die Nutzer, für Studenten und Wissenschaftler&quot;. Rund 80 Mitarbeiter zählt die neue Verwaltungseinheit. Nach dem Umzug des Medienzentrums ins Gebäude 7 wird dort ein &quot;Haus der Technik&quot; entstehen, das zweite Standbein ist die Bibliothek mit ihren Außenstellen. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Mit der Umstrukturierung reagiert die Uni auf einen tiefgreifenden Wandel. In der Bibliothek der Leuphana können die Benutzer in 1200 regelmäßig erscheinenden, gedruckten Zeitschriften blättern. Setzen sie sich an den Rechner, haben sie Zugriff auf 25 000 elektronisch erscheinende Journale. Medien wie Computer, Buch und Handy wachsen auch in der Wissenschaft zusammen. In den Lesesälen haben schon lange die Laptops Einzug gehalten, über die Datenbank können auch die 50 000 Videos aus dem Medienzentrum ausgeliehen werden, bald gibt es eine Handy-Anwendung (&quot;App&quot;) für die Bibliothek, die ihren Nutzern auf ihrer Facebook-Seite unter anderem das Magazin vorstellt. &quot;Auch die Lehre ist zunehmend digitalisiert, Skripte verteilen die Dozenten heute fast ausschließlich als PDF-Datei&quot;, weiß der Direktor. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Schleppend verläuft hingegen die Entwicklung der elektronischen Bücher. Nur 20 000 der 650 000 Bände in Lüneburg liegen auf einer Festplatte. &quot;Die Mehrzahl der Bücher ist nicht zu vertretbaren Konditionen zu bekommen&quot;, erklärt Ahlers. Lehrbücher machen die Verlage teuer: Während sie davon etwa 20 gedruckte Exemplare an eine Bibliothek verkaufen, werden sie vielleicht nur eine elektronische Kopie los.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Die Besetzung der Stellvertreter des Direktors orientiert sich an den Vorgänger-Institutionen. Anne Christensen steht in der Bibliotheks-Tradition. Aber sie weiß: &quot;Wer heute bei uns den Suchbegriff 'James Bond' eingibt, findet Filme, Dokumentationen, eine Doktorarbeit oder einen Roman.&quot; Der Wandel ist eine Herausforderung für die Bibliothek: &quot;Wir haben das Monopol auf wissenschaftliche Information verloren.&quot; Im Vergleich zu Google oder Wikipedia erscheine das Info-System eher schwerfällig, seine Nutzung erfordere außerdem Schulung und Wissen: &quot;Wir müssen Land zurückgewinnen.&quot; Ein neues Katalogsystem soll helfen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Das Beispiel zeigt: Wer heute eine Bibliothek verbessern will, muss sich über Datenbanken oder Netzzugänge Gedanken machen. &quot;Wir betreiben 150 Server, bieten außerdem zum Beispiel den Dienst 'EduRome' an, mit dem man aus 200 wissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland direkt aufs Lüneburger Netz zugreifen kann&quot;, erklärt der zweite Stellvertreter des Direktors, Martin Schreiber, zuständig fürs Rechenzentrum. Nicht nur für die Uni-Verwaltung gilt: Computer und Buch sind untrennbar verschmolzen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Einig ist sich das Führungs-Trio, dass die Fusion Früchte trägt. Weniger einmütig sind die drei Experten in ihrer Prognose: Werden das Buch und die Bibliothek ihren Rang als Informationsträger Nummer 1 verteidigen? </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"> Der Informatiker Martin Schreiber glaubt: &quot;Im wissenschaftlichen Bereich wird es starke Verschiebungen geben. Informatiker und Mathematiker veröffentlichen ihre Ergebnisse schon heute fast ausschließlich elektronisch. Es ist viel einfacher, digital zu publizieren.&quot;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"> Anne Christensen verweist auf einen anderen Aspekt: &quot;Unsere Ausleihzahlen stagnieren zwar. Aber was wächst, ist die Nutzung der Bibliothek als Lernort. Die Menschen wissen die Kulisse und die Präsenz der Büchermeter zu schätzen. Die Bibliothek als Ort ist mitnichten am Ende.&quot;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"> Direktor Torsten Ahlers meint: &quot;Bisher war es immer so: Das Neue hat das Alte nie ersetzt. Aber was in fünf oder zehn Jahren sein wird, ist schwer zu prognostizieren.&quot; Unabhängig davon gelte: &quot;Wir sind jetzt in Lüneburg sehr gut für die Entwicklungen der Zukunft gerüstet.&quot;</p>]]></content:encoded>
			<category>Lüneburg</category>
			<category>Hochschule</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 10:26:26 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Lüneburg könnte die Ilmenau effektiver nutzen</title>
			<link>http://www.landeszeitung.de/lokales/lueneburg/news/artikel/lueneburg-koennte-die-ilmenau-effektiver-nutzen/</link>
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			<description>st Lüneburg. Die Kraft der Ilmenau könnte Lüneburg effektiver nutzen - und gleichzeitig der Natur...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">st Lüneburg. Die Kraft der Ilmenau könnte Lüneburg effektiver nutzen - und gleichzeitig der Natur etwas Gutes tun. Neue Turbinen in der Ratsmühle liefern mehr Ökostrom, naturnahe Aufstiegshilfen helfen neben den Fischen auch wirbellosen Tieren, der Ilmenau-Radweg führt direkt an Rats- und Abtsmühle vorbei. Ein solcher radikaler Umbau der Flusslandschaft und der Lüneburger Wehre in der Innenstadt würde sich auszahlen. Dieses Fazit haben jetzt Studenten der Leuphana zum Abschluss ihres Seminars &quot;Dezentrales Energiemanagement&quot; vorgestellt. Die Ergebnisse lösten bei Politik, Verwaltung und Umweltverbänden eine intensive Diskussion aus.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Die 22 künftigen Umweltwissenschaftler haben sich intensiv mit der Technik beschäftigt, die bisher an den beiden ehemaligen Mühlen im Herzen Lüneburgs aus der Kraft des Wassers elektrischen Strom erzeugt. An der Abtsmühle würden die Studenten nichts ändern. &quot;Aber in der Ratsmühle arbeiten drei sogenannte Francis-Turbinen. Sie sind realtiv alt und haben ein großes ungenutztes Energiepotenzial&quot;, erklärte Milena Schulz. Bisher läuft an 108 Tagen im Jahr Wasser ungenutzt an den Turbinen und Fischtreppen vorbei. Die Studenten empfehlen deshalb den Einbau moderner Kaplan-Turbinen. Vorteil: Sie haben einen höheren Wirkungsgrad, vor allem wenn die Ilmenau wenig Wasser führt. Einen 28 Prozent höheren Energieertrag haben die Seminarteilnehmer errechnet: &quot;Es ergibt sich ein enormer Gewinn übers gesamte Jahr hinweg&quot;, sagte Milena Schulz.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Doch auch bei den Fischtreppen muss Lüneburg nachbessern. &quot;Die aktuellen Aufstiegshilfen erfüllen nicht das Leitbild der neuen Wasserrahmenrichtlinie&quot;, meinte Student Lars Panzer. Sie gewährleisten nicht, dass alle Lebewesen die Hürde im Fluss überwinden können, die ein Wehr darstellt. Ihre Lösung führten die Studenten in einer Computer-Animation vor: Das Wasser schlängelt sich in einem gewundenen Lauf nach unten. Panzer: &quot;Die Lösung braucht mehr Platz, wäre aber ökologisch besser. Wir plädieren dafür.&quot;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Außerdem schlug der Seminarteilnehmer Jonas Armbruster einen Umbau vor allem des Umfelds der Ratsmühle vor. Die Studenten würden dort gerne den Ilmenau-Radweg entlangführen, Informationstafeln aufstellen und Künstler einbinden. Zur Finanzierung zählten die Studenten einige Fördermöglichkeiten wie die Bingo-Umweltstiftung oder EU-Töpfe auf.</p>]]></content:encoded>
			<category>Lüneburg</category>
			<category>Hochschule</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 15:57:45 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Poker um die Vamos-Zukunft</title>
			<link>http://www.landeszeitung.de/lokales/lueneburg/news/artikel/poker-um-die-vamos-zukunft/</link>
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			<description>st/oc Lüneburg. Nur einen Steinwurf vom Biergarten des Vamos entfernt liegen zerborstene Brocken...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">st/oc Lüneburg. Nur einen Steinwurf vom Biergarten des Vamos entfernt liegen zerborstene Brocken aus Stahlbeton. Trassierband sperrt den Parkplatz vor dem Vamos ab, schon ab März soll hier die Baugrube des neuen Zentralgebäudes ausgehoben werden. Doch die Leuphana braucht auch ein Stück des Biergarten-Geländes, das vertraglich zur Kulturhalle gehört. Der Vamos-Betreiber Campus Management hingegen sucht nach einer Perspektive über das Auslaufen des Mietvertrages im Jahr 2014 hinaus. Die Verhandlungen laufen zurzeit intensiv wie nie zuvor.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Uni-Vizepräsident Holm Keller bestätigt, dass ein Termin mit Vamos-Chef Klaus Hoppe stattgefunden hat: &quot;Das Gespräch verlief konstruktiv. Wir haben mehrere verschiedene Vorschläge diskutiert und außerdem zwei Termine für Nachfolgegespräche vereinbart, um Detailfragen Stück für Stück abzuarbeiten.&quot; Entsprechend äußert sich auch Campus-Geschäftsführer Klaus Hoppe. &quot;Ich bin optimistisch, dass wir eine Lösung finden.&quot; </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Die Verhandlungen sind aber vertrackt, und beide Seiten stehen unter Druck. Die Universität hat zwar den Prozess um eine Grundstücksnutzung gegen eine benachbarte Krankenkasse gewonnen, aber darüber sehr viel Bauzeit verloren. Weitere Verzögerungen passen da nicht ins Konzept.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Auch Campus braucht die Einigung. Denn mit dem Mietvertrag endet 2014 ein Glücksfall für den Hallenbetreiber. Der hat allerdings schon zu Gründungszeiten für manchen Streit gesorgt: Als im Januar 1997 eine halbe Million Mark aus dem europäischen &quot;KONVER&quot;-Programm für ein studentisches Veranstaltungszentrum in Aussicht stand, beklagten sich Lüneburger Gastronomen bitterlich über die Wettbewerbsverzerrung durch die mit Steuergeld subventionierte Konkurrenz (LZ berichtete). Und Campus zahlt nach wie vor keine Miete für das von der Universität überlassene Gebäude. Heute ersetzt das Vamos in Lüneburg die fehlende Stadthalle. Auftritte von Hannes Wader, Axel Prahl und dem Vollplaybacktheater stehen in den kommenden Wochen auf dem Programm. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Wie es mit dem Mietvertrag nun weitergeht, ist ebenfalls Gegenstand der Verhandlungen, bleibt aber vorerst offen. &quot;Die Gremien der Universität werden zu gegebenem Zeitpunkt über Verlängerung, Nicht-Verlängerung oder Konditionen entscheiden&quot;, erklärt Keller. Vehement widerspricht der Uni-Vizepräsident dem Eindruck, die Leuphana wolle das Vamos kurzfristig loswerden. Im Gegenteil: Die Hochschule sei vertragstreu: &quot;Es gibt uniseitig keinerlei Absicht, den Vamos-Betrieb auf Basis des laufenden Mietvertrages einzuschränken.&quot; In den nächsten drei Jahren kann der Vamos-Betrieb also erst einmal weiterlaufen wie bisher.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Intensiv beobachtet werden die Verhandlungen zum Vamos vom Lüneburger Rathaus aus. Oberbürgermeister Ulrich Mädge schätzt den Wert der Veranstaltungshalle für Lüneburg hoch ein: &quot;Das Vamos gehört zu Lüneburg. Und am besten passt es in die Nähe der Universität.&quot; Mädge setzt auf eine Einigung. Sollte es mit einem Fortbestand am bisherigen Standort über 2014 hinaus dann doch nicht klappen, will Lüneburgs Verwaltungs-Chef helfen: &quot;Die Stadt wird Campus bei der Suche nach Alternativen unterstützen.&quot;</p>]]></content:encoded>
			<category>Lüneburg</category>
			<category>Hochschule</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 10:12:19 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Es tropft im Uni-Neubau</title>
			<link>http://www.landeszeitung.de/lokales/lueneburg/news/artikel/es-tropft-im-uni-neubau/</link>
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			<description>st Lüneburg. Nur einige Fußabdrücke stören die ansonsten makellose Schneedecke. Von Reifenspuren...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">st Lüneburg. Nur einige Fußabdrücke stören die ansonsten makellose Schneedecke. Von Reifenspuren ist auf dem Oberdeck der neuen Parkpalette der Leuphana an der Scharnhorststraße hingegen nichts zu sehen. Seit der Einweihung des Gebäudes Anfang Oktober herrscht auf den Stellplätzen gähnende Leere. Zuerst verhinderte die Diskussion um die Parkraumbewirtschaftung die Freigabe, dann Mängel an der Asphaltdecke der Rampen. Jetzt sind neue Schäden aufgetaucht.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">An den Stahlträgern zeigt sich Rost, an einigen Stellen löst sich der Beton auf: Die Hinweise sind nicht zu übersehen. Uni-Pressesprecher Henning Zühlsdorff erklärt: &quot;An verschiedenen Stellen war Wasser ins Gebäude eingedrungen.&quot; Das sei zu Jahresbeginn aufgefallen. Derzeit ermittle die Uni das Ausmaß und die Ursachen der Schäden, sagt der Sprecher: &quot;Ob die Schäden erheblich sind und wer gegebenenfalls die Verantwortung dafür zu tragen hat, wird sich erst nach Abschluss der Untersuchungen zeigen.&quot; Verlässliche Schätzungen zum notwendigen Zeitaufwand für weitere Ausbesserungen seien ebenfalls erst dann möglich: &quot;Die Fachleute der Universität arbeiten mit Hochdruck an einer Klärung.&quot;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Es gibt aber auch Fortschritte beim Neubau, in dem jetzt die Gebäudetechnik der Leuphana und die Fahrradwerkstatt &quot;Konrad&quot; zu Hause sind und mit dem sich die Uni um den Deutschen Hochschulbaupreis beworben hat (LZ berichtete). Die Ausbesserungsarbeiten am Asphalt wurde laut Zühlsdorff schon im Dezember erledigt.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">All der Ärger um die Verzögerungen hat für die Uni-Leitung eine positive Seite: Sie kann in Ruhe mit dem Personalrat verhandeln, der Bedenken bei den Gebühren angemeldet hat, die das Parken dort künftig kosten soll.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Die Anwohnerin Bettina Jacobsen-Peters hatte sich schon Ende Oktober gewundert: Während vor ihrer Haustür die Parkplätze heiß umkämpft sind, blickt sie aus dem Fenster ihrer Wohnung auf ein leeres Parkdeck. Die Situation hat sich seit damals sogar noch verschärft: Wegen der Vorbereitungen auf die Errichtung des Zentralgebäudes ist auch der Parkplatz vor der Veranstaltungshalle Vamos jetzt mit Trassierband abgesperrt. Immerhin winkt mit dem Ende der Vorlesungen am Montag ein wenig Entspannung.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Und auch die Parkpalette könnte dazu beitragen, indem sie bald zumindest zum Teil die ihr zugedachte Funktion erfüllt. Uni-Pressesprecher Zühlsdorff deutet an: &quot;Da die Schäden nur im Obergeschoss auftreten, prüft die Universität jetzt die Möglichkeit, jedenfalls das untere Parkdeck vorläufig in Betrieb zu nehmen.&quot;</p>]]></content:encoded>
			<category>Lüneburg</category>
			<category>Hochschule</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 12:35:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Weckruf für das Gewissen</title>
			<link>http://www.landeszeitung.de/lokales/lueneburg/news/artikel/weckruf-fuer-das-gewissen/</link>
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			<description>st Lüneburg. Ein schriller Ton aus der Trillerpfeife weckt das Gewissen. Er weist auf Unrecht hin....</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">st Lüneburg. Ein schriller Ton aus der Trillerpfeife weckt das Gewissen. Er weist auf Unrecht hin. Dieses Bild steht hinter dem englischen Begriff &quot;Whistleblower&quot;. Er ist auf Menschen wie Kathryn Bolkovac gemünzt. Menschenhandel, Zwangsprostitution, organisiertes Verbrechen, internationale Kräfte mittendrin: Die Amerikanerin hat als Polizistin bei der Friedensmission in Bosnien von 1999 bis 2001 Dinge erlebt, zu denen sie nicht schweigen konnte. Sie hat ihren Vorgesetzten E-Mails geschickt, ist an die Öffentlichkeit gegangen, hat ein Buch mit dem Titel &quot;Whistleblower&quot; geschrieben, nach dessen Vorlage ein Film gedreht wurde. Jetzt sprach sie an der Leuphana über ihre zwei Jahre in Bosnien und die Folgen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Die Ex-Polizistin hatte zehn Jahre Berufserfahrung in Nebraska gesammelt, als sie die private US-Sicherheitsfirma DynCorp für Bosnien anheuerte. &quot;Gerüchte über Menschenhandel und Zwangsprostitution hörte ich vom Tag meiner Ankunft an.&quot; Konkret wurde es, als bosnische Polizisten eine junge Frau zu ihr brachten &quot;Sie war angezogen wie eine Prostituierte, sprach die örtliche Sprache nicht. Sie kam aus der Ukraine oder Rumänien, wurde in einer Bar mit sieben anderen jungen Frauen festgehalten.&quot;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">In Bosnien habe das Ausbeutungs-Gewerbe einen regelrechten Boom erlebt, erklärte Dr. Cornelius Friesendorf. &quot;Ohne die Anwesenheit der internationalen Truppen und Helfer wäre das nicht möglich gewesen&quot;, sagte der Experte für Friedensmissionen von der Goethe-Universität Frankfurt. Das Geschäft funktioniere so, dass in den Heimatländern mit einem Arbeitsplatz geködert wird: &quot;Im Bestimmungsland wird den Frauen dann der Pass abgenommen. Die Ausbeutung beginnt.&quot; </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Schätzungen gehen laut Friesendorf davon aus, dass 70 Prozent der Kunden in Bosnien Einheimische waren, die Teilnehmer der Friedensmission aber für 70 Prozent des Umsatzes im Sex-Gewerbe sorgten. Bolkovac untermauerte das: &quot;Es war massig Bargeld im Umlauf. Diplomaten, Polizei, Nicht-Regierungsorganisationen - alle wurden sehr gut bezahlt.&quot;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Sie selbst habe 85 000 Dollar steuerfrei im Jahr verdient, die Hälfte kam von den Vereinten Nationen und wurde bar ausbezahlt: &quot;Und das in einem Land, in dem man für zwei Dollar am Tag sehr gut essen konnte.&quot; Die Friedensmission war ein Konjunkturpaket für die organisierte Kriminalität. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Doch nicht nur als Kunden hatten Soldaten, Polizisten und Helfer eine Bedeutung: &quot;Ich glaube, dass sie auch eine aktive Rolle spielten. Man kann das aber nicht beweisen. Denn es ist nie untersucht oder verfolgt worden.&quot; Ein Polizist, der ihr gestand, eine Frau gekauft und bei sich gefangengehalten zu haben, sei einfach nach Hause geschickt worden. Das habe auch daran gelegen, dass er wie Bolkovac bei einer privaten Gesellschaft angestellt war: &quot;Schlechte Öffentlichkeit hätte bedeutet, dass die Sicherheitsfirma vielleicht ihren Auftrag verloren hätte&quot;, erklärte sie. Seit ihrem Schritt an die Öffentlichkeit habe sich was getan, viele Gespräche und Öffentlichkeit zu dem Thema. &quot;Es werden aber auch Gesetze gebraucht.&quot; </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Im Anschluss an die Diskussion wurde der Film gezeigt, der auf Bolkovacs Erfahrungen beruht. &quot;Sie hat uns darauf hingewiesen, dass es nicht das Problem einzelner fauler Äpfel im Korb war. Sie konfrontiert uns mit verstörenden Fragen&quot;, erklärte Leuphana-Professor Dr. Michael Schefczyk, Organisator der Podiumsdiskussion. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Bolkovac wehrte zu großes Lob ab: &quot;Ich habe mich eigentlich erst zu Wort gemeldet, als DynCorp mich gefeuert hat, um mich selbst zu schützen.&quot; Trotzdem sei sie stolz auf das, was sie getan hat. Sie hat dafür einen Preis gezahlt: &quot;Wer das Etikett ,Whistleblower' trägt, tut sich sehr schwer, einen neuen Job zu finden. Die Karriere ist futsch.&quot; Manche sehen &quot;Whistleblower&quot; als Verräter an, als Nestbeschmutzer. Andere sehen sie als Helden.</p>]]></content:encoded>
			<category>Lüneburg</category>
			<category>Hochschule</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 10:38:41 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Diskussion in der Datenleitung</title>
			<link>http://www.landeszeitung.de/lokales/hochschule/news/artikel/diskussion-in-der-datenleitung/</link>
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			<description>scr Lüneburg. Echte Internet-Pioniere diskutieren natürlich virtuell. Niklas Zennström,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">scr Lüneburg. Echte Internet-Pioniere diskutieren natürlich virtuell. Niklas Zennström, Mitentwickler und -begründer des Internet-Telefondienstes Skype sowie der Online-Tauschbörse KaZaA, sitzt im Rahmen der Digital-Live-Design-Konferenz im Hörsaal der Ludwig-Maximilian-Universität in München. Er spricht mit dem Gründer des Internet-Karrierenetzwerks Xing, Lars Hinrichs. Und in Lüneburg lauschen die Studenten nicht nur, sie diskutieren übers Netz sogar mit. <br /></p>
<p class="bodytext">Möglich gemacht hat die Live-Übertragung das Team des Kompetenz-Tandems &quot;Moving Image Lab&quot; des Innovations-Inkubators der Leuphana. Es beschäftigt sich mit dem Medienwandel, der wachsenden Bedeutung des Internets und neuen Bewegtbild-Formaten. Die Veranstaltung war für die Lüneburger Forscher deshalb so interessant, weil es auch um die Entwicklung neuer Produkte ging. &quot;Das ist im Prinzip ähnlich zu dem, womit wir uns beschäftigen. Die Entwicklung und Erforschung neuer Formate&quot;, sagt der Veranstalter Björn Ahrend. &quot;Hier geht es auch viel ums Ausprobieren und darum, anschließend seine Lektionen daraus zu ziehen.&quot;<br /></p>
<p class="bodytext">Zennström, der selbst Ingenieurswissenschaften und Informatik studierte, sagte von sich, dass er im Studium neben dem Erlernen spezifischer Disziplinen vor allem gelernt habe, Netzwerke zu bilden. &quot;Die Universität bietet eine gute Möglichkeit, Menschen kennenzulernen, mit denen man zusammen arbeiten kann, da viele unterschiedliche Disziplinen vertreten sind, die sich gut zusammen ergänzen.&quot; Weiterhin führte er an, dass er in seinem Studium gelernt habe, Herausforderungen zu bewältigen. Auf Ahrends Frage, welche Regeln speziell Studenten und junge Gründer befolgen sollten, wenn sie ihr eigenes Unternehmen starten, antwortete Zennström: &quot;Es ist wichtig, nicht nur nach hohen Erträgen zu streben, sondern vor allem Visionen zu haben und die Motivation, etwas verändern zu wollen.&quot; Als Beispiel nennt er sein eigenes Team, welches von dem Wunsch gelenkt worden sei, Menschen die Möglichkeit zu geben, kostenlos kommunizieren zu können. Zennström betonte jedoch auch, dass er jedem jungen Entrepreneur empfehle, erst einmal in einem Unternehmen zu arbeiten, bevor er sich selbstständig mache. &quot;Man lernt dort vieles, was einen das Studium an der Universität nicht lehrt.&quot;<br /></p>
<p class="bodytext">Hubert Burda, Eigentümer des Verlags- und Medienkonzerns &quot;Hubert Burda Media&quot; und Vorsitzender der DLD-Konferenz, fragte, ob das Studium überhaupt noch sinnvoll sei, wenn dort überholte Theorien erlernt würden, während die aktuellen Ideen schon viel weiter seien. Ob man nicht lieber gleich in die Praxis gehen solle? Zennström verneinte. Zum einen gebe es viele Modelle und Theorien, die sich im Laufe der Zeit nicht stark verändert hätten, und zum anderen lerne man allgemeine Fähigkeiten, wie etwa das Analysieren und Lösen von Problemen.<br /></p>
<p class="bodytext">Aus dem Lüneburger Publikum kam die Frage, wie man sich in Situationen verhalten solle, in denen man merkt, dass das eigene Unternehmen nicht aufgeht. Zennström meinte, dass man jederzeit stoppen könne, jedoch nicht aussteigen sollte, sondern vielmehr aus der Sache lernen, &quot;es als Lernprozess ansehen&quot;, die Fehler erkennen und mit dem nächsten Prozess weitermachen sollte. <br /></p>
<p class="bodytext">Diese Herangehensweise ist auch das, was Björn Ahrend an Zennström schätzt, &quot;etwas auszuprobieren, schauen, ob es funktioniert, und sonst einfach etwas anderes zu machen&quot;. Ein Ansatz, der allen Unternehmensgründern nur Mut machen kann.</p>]]></content:encoded>
			<category>Hochschule</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 10:25:34 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Schüler zeigen Interesse am Bachelor</title>
			<link>http://www.landeszeitung.de/lokales/lueneburg/news/artikel/schueler-zeigen-interesse-am-bachelor/</link>
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			<description>scr Lüneburg. Was kann man eigentlich alles an der Leuphana Universität studieren? Wie bewerbe ich...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">scr Lüneburg. Was kann man eigentlich alles an der Leuphana Universität studieren? Wie bewerbe ich mich auf einen Studienplatz? Und welche Qualifikationen muss ich dafür mitbringen? Auf diese Fragen konnten alle Studieninteressierten jetzt beim Bachelor-Infotag Antworten finden.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Auch die Schülerin Franziska Fröhlich aus Lüneburg ist gekommen, um sich über den Bachelor am Leuphana College zu bewerben. Für sie steht bereits fest: &quot;Ich will auf jeden Fall hier studieren.&quot; Für welche Fächer sich die Abiturientin bewerben wird, weiß sie allerdings noch nicht sicher. Am liebsten würde sie sich gleich für zwei Studiengänge bewerben: Grundschullehramt und BWL. &quot;Falls ich bei einem der Fächer nicht genommen werde.&quot; Am Infostand der Universität erfährt sie jedoch, dass man sich lediglich für ein Hauptfach bewerben kann. Somit muss sich die Schülerin bis spätestens zum 15. Juni, bis zum Bewerbungsschluss, für eines der beiden &quot;Major&quot; entschieden haben. Das Bewerbungsverfahren schreckt die 18-jährige dabei nicht ab. Die nötigen Zusatzvoraussetzungen, wie etwa &quot;allgemeine Englischkenntnisse&quot; und den entsprechenden Notendurchschnitt, bringe sie mit. Dass sie keine besonderen außerschulischen Leistungen vorzuweisen hat, die von der Leuphana bei der Bewerberauswahl extra honoriert werden, verunsichert Franziska dabei nicht. &quot;Ich weiß genau, was ich kann und was ich möchte.&quot; Ihr Studium würde sie am liebsten gleich nach dem Abitur beginnen. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Die von der Leuphana angebotene &quot;Schnupper-Vorlesung&quot; zum Thema Statistik hat Franziska Fröhlich jedenfalls gut gefallen. Der erste Eindruck wäre dabei lange nicht so schlimm gewesen, wie befürchtet. Im Gegenteil, die junge Schülerin konnte dem Stoff gut folgen. &quot;Das war eine tolle Erfahrung.&quot; Und sicherlich eine Bestätigung dafür, dass das Studium an der Leuphana Universität für sie die richtige Entscheidung ist. </p>]]></content:encoded>
			<category>Lüneburg</category>
			<category>Hochschule</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 10:37:02 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Leuphana will jetzt zügig anfangen</title>
			<link>http://www.landeszeitung.de/lokales/lueneburg/news/artikel/leuphana-will-jetzt-zuegig-anfangen/</link>
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			<description>red Lüneburg. Der &quot;Angriff der Landeskrankenhilfe gegen das geplante Zentralgebäude&quot; der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">red Lüneburg. Der &quot;Angriff der Landeskrankenhilfe gegen das geplante Zentralgebäude&quot; der Leuphana bleibt erfolglos. So formuliert es das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht (OVG). Der 1. Senat hat jetzt Anträge auf vorläufigen Rechtsschutz abgelehnt, die im Wesentlichen die Planung und die Genehmigung des vorgesehenen neuen Zentralgebäudes für die Lüneburger Universität betreffen. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Damit scheint die letzte juristische Hürde für den Baustart beseitigt. Uni-Vizepräsident Holm Keller erklärt: &quot;Beide Eilverfahren, die die Landeskrankenhilfe gegen Bebauungsplan und Baugenehmigung angestrengt hat, sind jetzt in letzter Instanz erfolglos geblieben. Die Gerichtsentscheidung bestätigt wie erwartet das rechtmäßige Handeln von Stadt und Universität. Wir nehmen das mit Genugtuung zur Kenntnis. Damit steht dem planmäßigen Beginn der Bauarbeiten nichts mehr im Wege.&quot;</p>
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<p class="bodytext">&quot;Hoch erfreut&quot; zeigt sich Oberbürgermeister Ulrich Mädge (SPD): &quot;Damit kann dieses für die Region so wichtige Bauprojekt endlich realisiert werden. Ich gehe davon aus, dass die Leuphana jetzt zügig mit den Bauarbeiten beginnt.&quot; Mädge dankt ausdrücklich Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka, die &quot;bei jeglichen Streitfragen verlässlich an der Seite der Leuphana und damit an der Seite Lüneburgs&quot; stehe. Die Klagen seien ihm von Anfang an unverständlich gewesen, das Urteil empfindet er als Bestätigung für die Qualität des Bebauungsplanes und der Baugenehmigung der Stadt. </p>
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<p class="bodytext">Mädge schlägt mit Blick in die Zukunft versöhnliche Töne an: &quot;Die Landeskrankenhilfe ist ein wichtiges, mittelständisches Unternehmen. Aber auch ihr Nachbar, die Universität, ist für die Stadt und die gesamte Region ein sehr wertvoller Partner. Sollten in der Vergangenheit Verwerfungen entstanden sein, reiche ich gerne die Hand und gehe mit gutem Beispiel voran.&quot; </p>
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<p class="bodytext">Die Beschlüsse zum vorläufigen Rechtsschutz sind unanfechtbar. Allerdings könnte es nach dem Eil- theoretisch noch ein Hauptverfahren geben.</p>
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<p class="bodytext"> Mit den Planungen für die Umgestaltung des Uni-Geländes kann die Leuphana jetzt durchstarten. Wie das Ziel aussieht, erläutert Holm Keller in der Reihe &quot;Leuphana auf dem Weg&quot; am Dienstag, 24. Januar, um 18 Uhr in Hörsaal 4. Thema: &quot;Ein Campus für eine Universität des 21. Jahrhunderts.&quot;</p>]]></content:encoded>
			<category>Lüneburg</category>
			<category>Hochschule</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 12:03:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Die Perspektive verschiebt sich</title>
			<link>http://www.landeszeitung.de/lokales/lueneburg/news/artikel/die-perspektive-verschiebt-sich/</link>
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			<description>st Lüneburg. Der große Unterschied zeigt sich in der Disco. Lange Anlaufzeit oder Alkohol als...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">st Lüneburg. Der große Unterschied zeigt sich in der Disco. Lange Anlaufzeit oder Alkohol als Mutmacher brauchen die Besucher von der Lebenshilfe nicht. Sie schwingen schon nach Minuten das Tanzbein zu Schlagermusik im liebevoll umgestalteten Schulzimmer. Heute empfangen 26 Schüler der zur Berufsbildenden Schule III (BBS) gehörenden Fachschule Sozialpädagogik im Schulzentrum Oedeme rund 40 Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen und Entwicklungsstörungen. Für viele der künftigen Erzieher ist es das erste Treffen mit Behinderten. Lehrerin Ruth Klimmek setzt große Hoffnungen in den Nachmittag. Sie hofft, dass bei ihren Schülern &quot;der Groschen fällt&quot;, sich die Perspektive wandelt.</p>
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<p class="bodytext">In der wissenschaftlichen Theorie gibt es diese Strömung schon. Prof. Dr. Markus Dederich ist aus Köln an die Leuphana gekommen, um im Rahmen der College Lectures &quot;Disability Studies&quot; zu erklären. Das kleine Forschungsgebiet gibt es in Deutschland erst seit zehn Jahren, es ist aus der Behindertenbewegung entstanden. Man könnte den Namen mit Behindertenwissenschaften übersetzen. &quot;Das klingt aber nicht so elegant und weltläufig wie der englische Ausdruck&quot;, erklärt der Professor für Allgemeine Heilpädagogik. Er beschreibt das zentrale Thema: &quot;Es geht um die gesellschaftliche und kulturelle Produktion oder Konstruktion von Behinderung.&quot; In der Öffentlichkeit zu stammeln, zu stottern, zu sabbern oder sich unrund zu bewegen, löse gesellschaftliche und kulturelle Reaktionen aus. Und die können ganz unterschiedlich ausfallen. Ein Beispiel: Während Epilepsie in westlichen Industriestaaten als Fehlfunktion des Gehirns aufgefasst wird, sehen andere Gesellschaften darin den Kontakt zu höheren Mächten: &quot;Diese Menschen gelten als begabt&quot;, weiß Dederichs.</p>
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<p class="bodytext">Dass man Behinderung hinterfragen kann, erlebt Martin Prigge gerade konkret. Er sitzt mit Lebenshilfe-Bewohnerin Margret Styi am Kaffeetisch im Vorraum seiner Schule. &quot;Ich bin schon das vierte Mal hier, Man lernt so viele neue Leute kennen&quot;, berichtet sie. Wild quatschen alle durcheinander, Digitalkameras blitzen. Der 25-jährige Schüler absolviert das letzte Jahr seiner zweijährigen Berufsfachschule. Im Freiwilligen Sozialen Jahr hat er bereits bei der Lebenshilfe gearbeitet, dort jetzt außerdem einen Hospitationstag absolviert. Dabei hat er Margret Styi kennengelernt. Sie herzt ihn, als ob sie ihn seit Jahren kennt. Der Schüler lächelt: &quot;Diese Menschen sind sehr offen und gesprächsfreudig, sie haben so wenig Berührungsängste.&quot; Die scheinbar Schwachen haben auf anderen Feldern große Stärken: &quot;Die geistig Behinderten haben eine extrem hohe soziale und emotionale Kompetenz. Das zeigt sich, wenn man ihnen von Mensch zu Mensch begegnet&quot;, umschreibt Lehrerin Ruth Klimmek den erhofften Erkenntnisgewinn.</p>
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<p class="bodytext">Im Uni-Hörsaal kleidet der Professor dies in akademische Worte: &quot;Der Perspektivenwechsel bedeutet, den anderen nicht als Etwas anzusehen, sondern als Jemanden.&quot; Viele Mediziner, Psychologen oder Sozialpädagogen verfolgen aus Sicht der Disability Studies das Ziel, unerwünschte Differenz zu minimieren, seien dabei sehr aufs Individuum fokussiert. &quot;Kontextveränderung statt Menschenreparatur&quot;, umschreibt der Forscher die Alternative. &quot;Die hartnäckigsten Barrieren sitzen in den Köpfen. Das ist auch der Grund, warum viele weg wollen von den besonderen Institutionen, von Sonderschulen zum Beispiel.&quot; Dederichs ist angekommen beim vieldiskutierten Schlagwort Inklusion.</p>
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<p class="bodytext">Im Durcheinander des Kaffeetrinkens in der Schule sitzt Thomas Kandel wie ein ruhender Pol. Er leitet den Wohngruppenverbund der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg, verwaltet die insgesamt 13 Wohnungen. Er sieht zufrieden aus, bei seinen Bewohnern ist die Veranstaltung sehr beliebt: &quot;Heute geht es darum, Ängste und Vorurteile abzubauen. Die Schüler sollen erkennen, dass unsere Bewohner ihre eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten haben. Bei der Beurteilung sollten sie wegkommen vom Äußeren.&quot;</p>
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<p class="bodytext">Nicht leicht, denn bestimmte Vorstellungen sind tief in der Gesellschaft verwurzelt, weiß Dederichs: &quot;Die Literatur zum Beispiel ist voll von behinderten Charakteren. Dort dient die Behinderung als Metapher.&quot; Zum Beispiel der einbeinige Kapitän Ahab in &quot;Moby Dick&quot;. Diese Konstruktionen zu hinterfragen, sei das Ziel der Disability Studies: &quot;Das bedeutet, die Stimme der Betroffenen hörbar zu machen, die Welt auch aus deren Perspektive zu zeigen.&quot;</p>
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<p class="bodytext">Nochmal anders entwickelt sich der Nachmittag in der Fachschule Sozialpädagogik. Ruth Klimmek kennt das, die Treffen finden bereits zum zehnten Mal statt. &quot;Irgendwann wird man nicht mehr erkennen, wer nun Erzieher ist und wer Bewohner. Die Grenzen verschwimmen.&quot; Die Teilnehmer verteilen sich bunt gemischt am Tischfußball, in den Spieleraum mit Konsole, in der Kissenecke, an die Saftbar oder eben in die Disco. Der &quot;König von Mallorca&quot; dröhnt durch den Schulgang. Bald wird auch auf der Tanzfläche kein Unterschied mehr zu erkennen sein.</p>]]></content:encoded>
			<category>Lüneburg</category>
			<category>Hochschule</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 10:34:20 +0100</pubDate>
			
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			<title>Hyperlinks weisen den Weg zur Kunst</title>
			<link>http://www.landeszeitung.de/lokales/hochschule/news/artikel/hyperlinks-weisen-den-weg-zur-kunst/</link>
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			<description>st Lüneburg. Die Logik des Internets erschließt die Geheimnisse der Kunst. Anita Kliemann...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">st Lüneburg. Die Logik des Internets erschließt die Geheimnisse der Kunst. Anita Kliemann vergrößert auf ihrem Bildschirm einen Ausschnitt des Gemäldes &quot;Las Meninas&quot; von Diego Velazquez, fährt mit dem Mauszeiger über die Infantin im Bildzentrum. Die Umrisse der Figur leuchten grün - ein Hyperlink. Ein Klick für den Nutzer zu Hintergrundinformationen oder zu anderen Gemälden, auf denen die Figur auftaucht. Nach dieser Logik funktioniert der Dienst &quot;Meta- Image&quot;, den Dr. Martin Warnke von der Leuphana vor wenigen Tagen gestartet hat. Es soll die Grundlage eines neuartigen Wissensnetzwerkes für Kunsthistoriker sein, eine Art Google für Kunst.</p>
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<p class="bodytext">&quot;Es geht um die bildhafte Fußnote am Bild&quot;, umschreibt Warnke die Grundidee. Kunsthistoriker sollen Bilder selbst zu Informationsträgern machen, per Hyperlink Informationen und Querverweise einarbeiten, Details kommentieren, sich darüber mit anderen Wissenschaftlern austauschen. </p>
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<p class="bodytext">Verlinken, austauschen, vernetzen - das erinnert stark an die Basisidee des Internets. &quot;Wir sind damit, soweit ich weiß, exklusiv auf der Welt&quot;, meint Warnke. Er klingt erstaunt dabei. &quot;Eigentlich ist der Computer ein gutes Bildmedium. Er kann gerade das erreichen, was das Buch nicht kann. Trotzdem war die Umsetzung schwierig. Denn Bilder sind vom Grundsatz her analog. Das Hinein- und Hinauszoomen zu ermöglichen, ist wichtig, aber technisch gar nicht einfach&quot;, erklärt Warnke. Das soziale Netzwerk Facebook, die Suchmaschine Google oder der Fotodienst Flickr verfolgen zum Beispiel mit Gesichtserkennung ähnliche Ziele. Aber um wissenschaftliche Anwendung zu ermöglichen, sind andere Funktionen und auch viel mehr Präzision gefragt.</p>
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<p class="bodytext">Am Ende können die Forscher die mit Verweisen aufgerüsteten Bilder als Internetseiten exportieren und auf Server hochladen. Das eröffnet neue Wege der digitalen Veröffentlichung zum Beispiel in Online-Fachzeitschriften, die Seite Arthistorium.net ist bereits als Projektpartner eingebunden. In Museen könnten die Ergebnisse auf tragbare Computer geladen werden, die Besucher könnten über die Links ihren eigenen Zugang zum Kunstwerk per Klick entdecken.</p>
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<p class="bodytext">Das war im Fürstentum-Museum schon umgesetzt. &quot;Die Technik hat eine fast 20-jährige Geschichte. Gelernt haben wir an der Ebstorfer Weltkarte&quot;, berichtet der ehemalige Leiter des Medien- und Rechenzentrums der Lüneburger Universität und jetzige Hochschullehrer und Direktor des Instituts für Kultur und Ästhetik digitaler Medien. Die Darstellung der Weltsicht aus dem Hochmittelalter gehört zum Bestand des Museums für das Fürstentum Lüneburg. Seit 1992 gibt es außerdem eine digitale Kopie, unter www.leuphana.de/ebskart ist sie mit rund 1600 Verweisen ausgestattet. Wer auf den Fluss Indus klickt, erfährt zum Beispiel, dass er als Station des Alexanderromans eine besondere Rolle spielt. Außerdem nachzulesen: die Originalinschriften auf Latein und ihre Übersetzung.</p>
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<p class="bodytext">Die mit dem Kunstwerk aus dem Kloster Ebstorf umgesetzte Grundidee hat sich weiterentwickelt. &quot;Wir haben sie auf die extrem komplizierten Bildwerke der mittlerweile verstorbenen Künstlerin Anna Oppermann angewandt&quot;, berichtet Warnke. In den vergangenen beiden Jahren hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) das Projekt unterstützt. Warnke hofft auf ein weiteres Jahr Förderung von der DFG, der Antrag ist gestellt.</p>
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<p class="bodytext">Denn der Lüneburger Dienst wird in die Kunstdatenbank Prometheus eingebunden. &quot;Prometheus wird von allen kunsthistorischen Instituten genutzt, es gibt etwa 10 000 Nutzer und mehr als 800 000 digitalisierte Bilder&quot;, sagt Warnke. Ganze Dia-Bestände wurden dafür digitalisiert. Meta-Image kann also auf eine breite Basis zugreifen. Der Lüneburger Informatiker ist gespannt, &quot;wie das den Erkenntnisgewinn in der Kunsthistorie verändert, welche neuen Querverweise und Hypothesen entstehen&quot;. </p>
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<p class="bodytext">Jetzt feilen Warnke und seine Mitstreiter daran, die neue Technik alltagstauglich zu machen. Flächen auf Bildern präzise zu markieren, soll einfacher werden, vielleicht mit dem Wisch eines Fingers funktionieren. Gelingt das, eröffnet das Meta-Image weitere Anwendungsmöglichkeiten: Warnke kann sich zum Beispiel vorstellen, dass Ärzte Tomographien mit der gleichen Technik bearbeiten - und ebenfalls die Logik des Internets für neue Erkenntnisse nutzen.</p>]]></content:encoded>
			<category>Hochschule</category>
			<category>Lüneburg</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 10:24:59 +0100</pubDate>
			
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